Müll Grillen
Zugemüllte Parks: Das kannst du dagegen tun | Foto: flickr.com/RobertAgthe, CC BY 2.0, zugeschnitten

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Heutzutage muss alles schnell gehen. Dabei greifen wir im Supermarkt kurzerhand ins Regal, ohne uns Gedanken um unseren tatsächlichen Bedarf und den damit verursachten Ab ... mehr »

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30. Jun 2017

Nina Weidlich

Freizeit

Grillen im Park: 5 Tipps für weniger Müll

Tipp 1: Dem Einweg-Grill Lebewohl sagen

Klar, für spontane Grill-Sessions im Park ist der einfache Einweg-Grill vom Discounter schon praktisch. Aber die Nachteile überwiegen: Schon allein, dass nur eine sehr überschaubare Menge Würstchen, Gemüse und Grillkäse draufpassen, gibt einen fetten Minuspunkt. Außerdem musst du bei den Einmal-Grills tierisch aufpassen – denn auf der kleinen Fläche sind Fleisch, Baguette und Co. ziemlich schnell zu kross geraten.

Das größte Manko ist die Menge an Müll, die die Wegwerf-Grills produzieren: Schon nach kürzester Zeit macht der Grill schlapp, danach ist er reif für die Tonne. Auch in der Produktion sind die Einweg-Grills aus Aluminium echte Energiefresser. Selbst, wenn du sie in der dafür vorgesehenen Wertstofftonne entsorgst, machen sie der Umwelt schwer zu schaffen – das steht in keinem Verhältnis zu ihrer kurzen Lebensdauer.

Die bessere Alternative sind kleine, tragbare Kugelgrills, Klappgrills oder Grilleimer. Sie sind meist schon ab circa 20 Euro zu haben, können wiederverwendet werden und stehen sicherer  auf der als die klapprigen Einweg-Grills.

Tipp 2: Besteck & Co. lieber schleppen als wegschmeißen                           

Dass Plastikbesteck nicht gut für die Umwelt ist, überrascht nicht wirklich. Und seien wir doch mal ehrlich: Den Kampf mit einem zähen Stück Fleisch hat kein Plastikmesser jemals gewonnen. Meist ist die billige Besteckvariante also schon in der Tonne, bevor wir das Würstchen überhaupt im Magen haben.

Aber auch die "Öko-Variante" aus Bambus oder Holz ist für den Grillabend im Park nicht wirklich gut geeignet, da auch dieses Besteck nach dem Essen direkt in der Tonne landet. Besser als Pappteller und Plastik- oder Holzgabel sind deshalb Geschirr und Besteck von Zuhause. Damit keiner so viel schleppen muss, sollte am besten jeder sein Zeug selbst mitbringen – und auch wieder mit nach Hause nehmen.

Auch Grillschalen solltest du besser nicht als Wegwerfprodukt aus Alu, sondern in der wiederverwendbaren Edelstahl-Variante kaufen. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch deine Gesundheit: Denn die Aluminiumschalen stehen in der Kritik, zu viel des giftigen Stoffes an den Körper abzugeben. Besonders von bereits fertig mariniertem Fleisch in den Wegwerf-Schälchen ist deshalb abzuraten.

Tipp 3: Getränkekisten zur Sitzgelegenheit upgraden

Einwegflaschen und Getränkedosen sind zwar leichter als die Mehrwegvariante, fürs ökologisch wertvolle Grillen aber eher ungeeignet. Wer was für sein Gewissen (und für seinen Bizeps) tun will, trägt die ganze Getränkekiste in den Park. Der Vorteil: Mehr Bier für alle – und eine praktische Abstellfläche oder Sitzgelegenheit gleich noch dazu.

Auch hier gilt: Pappbecher sind beim umweltfreundlichen Grillen tabu! Wenn du aber nicht aus der Flasche trinken willst und Gläser dir beim Chillen im Park zu stilvoll sind, greif doch einfach zu Hartplastikbechern. Achte dabei allerdings darauf, ob Abkürzungen wie "PE" oder "PP" auf den Bechern stehen – das bedeutet, dass keine Weichmacher enthalten sind, die deiner Gesundheit schaden könnten.

Tipp 4: Gut vorbereitet sein

Wer schon einmal im Park gegrillt oder gepicknickt hat, weiß: Die Mülltonnen sind an sonnigen Tagen katastrophal überladen – pack also genügend Müllbeutel ein. Wer es wirklich ernst nimmt, trennt den Abfall schon am Grillplatz und entsorgt den Müll dann zuhause in den entsprechenden Tonnen.

Auch Essensreste sollten mitgenommen und ordnungsgemäß entsorgt werden! Denn abgenagte Knochen und liegen gebliebene Brote können vor allem im Park herumlaufenden Enten oder Gänsen leicht mal im Hals stecken bleiben. Generell solltest du dich trotz niedlichem Gewatschel und Gequäke nicht dazu hinreißen lassen, Enten & Co. zu füttern, für die Parktiere ist das nämlich schädlich.

Tipp 5: Grillkohle recyceln

Wer etwas mehr für hochwertige Holzkohle ausgibt, kann die Briketts nach dem Auskühlen eventuell sogar wiederverwenden. Wichtig dabei ist, dass die Asche trocken gelagert wird. Bei einem Kugelgrill kannst du dazu zum Beispiel einfach die Lüftungsschächte schließen und die Briketts beim nächsten Grillabend erneut anfeuern.

Wenn die Asche nach dem Grillen doch in die Tonne muss, sollte sie vor dem Entsorgen natürlich ausgekühlt sein. Am besten löschst du die heiße Glut einfach mit etwas Sand. In einigen Parks und extra angelegten Grillplätzen stehen teilweise extra Auffangbehälter, in denen du die erkaltete Holzkohle loswerden kannst. Ist das nicht der Fall, kannst du sie auch einfach im Grill lassen oder in einen Metalleimer füllen, bis du Zuhause bist. Dort kannst du die alte Asche dann im Restmüll entsorgen.

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