Places Festival 2021
Foto: Places _ Virtual Reality Festival

Wettbewerbe & Stipendien

Places _ Virtual Reality Festival 2021 mit 6.000 Besuchern

20 Locations, 40 Virtual-Reality-Erlebnisstationen, 43 Fachvorträge und Diskussionsrunden und vieles mehr

Virtual-Reality-Forschungsergebnisse in der Tiefgarage, Kunstwerke durch die VR-Brille im leerstehenden Supermarkt oder Talkrunden im Altbau-Hinterhof – das ist die andere Realität, die andere Perspektive, das ist das Places _ Virtual Reality Festival. „Ich bin komplett begeistert von Places. Ich habe tolle Kontakte knüpfen können, spannende Dinge gesehen und mich über ein interessiertes Publikum gefreut. Die Atmosphäre des Festivals mit seinem Austragungsort und den Locations ist einfach etwas Einzigartiges“, resümiert Matthias Wagener, Historiker vom Industriemuseum Henrichenburg (Ruhrgebiet) und während des Festivals Speaker zum Thema Augmented Reality in Museen. Mit dieser der VR verwandten Technologie können Exponaten und Kunstobjekten bspw. auf dem Smartphone erweiterte Elemente und Perspektiven hinzugefügt werden. Dass VR, abseits von Gaming und Entertainment, in immer mehr Bereichen bedeutungsvoll für technischen und gesellschaftlichen Fortschritt wird, bewies das Places _ VR Festival auch in diesem Jahr eindrucksvoll. So präsentierten die teilnehmenden VR-Unternehmen unter anderem Anwendungen aus den Bereichen Kommunikation, Stadtplanung oder Ausbildung. “Wir kommen aus dem Maschinen- und Anlagenbau und erkennen den Mehrwert, der VR-Technologie für diese Branche. Unternehmen können damit bereits Schulungen an Maschinen durchführen bevor diese geliefert ist. Wir glauben, dass solche Geschäftsideen mit VR auch auf andere Bereiche skalierbar ist und so ein ganzer Wirtschaftszweig mit VR entsteht“, so Marc Schnierle von der Hochschule Esslingen, der mit seinem Team die “Mixed-Reality-in-the-Loop-Simulation”, eine multimodale und Endgeräte-unabhängige VR-Anwendung für Schulungen technischer Fachkräfte, entwickelt hat.

VR Award an deutschen Hochschulen

Das Team aus Esslingen gewann bei Places _ 2021 den Award vom Deutschen Institut für virtuelle Realitäten (DIVR) in der Kategorie best tech (beste technisch umgesetzte Anwendung). Am renommierten Preis des DIVR aus Dortmund, der seit 2018 im Rahmen von Places verliehen wird, nahmen insgesamt 21 Forschungsteams von Hochschulen aus ganz Deutschland teil. Unterstützt wurde der Award von der Volksbank Ruhr Mitte. In der Tiefgarage des Wissenschaftsparks Gelsenkirchen präsentierten sie dem Publikum und einer Fachjury ihre VR-Innovationen. Die Kategorie best impact für das Projekt mit dem größten Potential für gesellschaftlichen Wandel gewann die Anwendung “Virtual Reality Moves” von einem gemischten Team der TU Dortmund, Ruhr-Universität Bochum und Universität Duisburg-Essen. Die Forschenden entwickelten ein VR-Lernkonzept, das Selbstwirksamkeit im Umgang mit digitalen Medien vermittelt. Die Kategorie best concept für die innovativste oder kreativste Entwicklung ging an “paradigm shift” von der HTW Berlin – eine VR-Anwendung, die das Thema „Künstliche Intelligenz“, das unser Leben zunehmend bestimmen wird, erfahrbarer und verständlicher macht. Preise wurden auch beim 24h-Hackathon verliehen. Beim VR-Programmierwettbewerb des Places _ VR Festival kamen interdisziplinäre Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen, um einen Tag und eine Nacht lang neue VR-Anwendungen zu konzipieren. Diesjährige Themenvorgabe war das Feld IT-Security. In Teams wurden Gelder in den Kategorien bester Prototyp, beste Idee und Publikumspreis gewonnen.

Ansiedelung von VR- und Tech-Start-Ups im Ruhrgebiet

Matthias Krentzek, Mitorganisator des Festivals, resümierte zum Schluss zufrieden und mit Ausblick in die Zukunft vom Places _ VR Festival: „Wir sind wieder überwältigt von der positiven Resonanz aller Beteiligten und Besucherinnen und Besucher. Zum dritten Mal haben wir das Places _ Virtual Reality Festival jetzt in dieser Form in Gelsenkirchen auf die Beine gestellt und können sagen, dass wir die Stadt damit auf die Landkarte der Branche in Deutschland gesetzt haben. Und wir wollen mehr. Places soll nicht nur einen Selbstzweck als Event und Branchentreff haben. Wir wollen damit VR & AR als Wirtschaftszweig in Gelsenkirchen etablieren, Arbeitsplätze schaffen. So planen wir hier die Ansiedlung eines ‘Virtual-Reality-Labors’, in dem unterschiedliche Startups oder auch schon etablierte Unternehmen Virtual-Reality-Anwendungen entwickeln.”

Mehr zum Places Festival unter: www.places-festival.de

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