Englisch lernen App Beliebtheit
Englisch lernen per App wird immer einfacher und beliebter. | Foto: NicoElNino / Getty Images
Autor

30. Mai 2022

Pia Nadine Mundes

Lerntipps

Englisch lernen per App: Darauf musst du achten!

Englisch lernen mit Apps: eine vollwertige Alternative zu Kursen?

Ganz entspannt auf dem Weg zur Uni oder Arbeit nochmal ein wenig die Englischkenntnisse auffrischen oder sogar Englisch ganz neu lernen? Kein Problem mit der richtigen App. Die Möglichkeiten, Englisch per App zu lernen, sind groß und bieten fast keine Grenzen. Welche App am besten zu deinen Zielen passt und was du alles beachten solltest, haben wir in diesem Artikel für dich zusammengefasst.


Inhaltsverzeichnis

  1. Apps
  2. Funktionen
  3. Kosten
  4. Das solltest du beachten
  5. Vor- und Nachteile
  6. FAQs
  7. Überblick

Diese Apps gibt es

Apps zum Englisch lernen gibt es wie Sand am Meer. Damit du dich nicht durch den App-Dschungel kämpfen musst, haben wir dir eine kleine Auswahl an Apps zum Englisch lernen zusammengestellt. Beachte bei der Auswahl, dass es nicht DIE beste App gibt. Jede /-r hat andere Vorlieben und Lernmethoden. Welche App nun wirklich die Beste ist und zu dir und deinen Lerntechniken passt, musst du für dich selbst herausfinden.

Babbel

Babbel gibt es seit mehr als 13 Jahren und ist eine der beliebtesten Apps, um Englisch und andere Sprachen zu lernen. Bei Babbel kannst du zwischen verschiedenen Sprachleveln wählen und so das Niveau auf dein Wissen anpassen. So kannst du entweder die Grundlagen der englischen Sprache lernen oder dein Wissen ausbauen. 

Die App bietet verschiedene Methoden, um Schreiben, Lesen und Hören zu trainieren und bietet daher – anders als andere Anbieter – ein Rundumpaket. 

Die Verwendung der App ist intuitiv und simpel, sodass du schnell und problemlos mit dem Englisch lernen loslegen kannst. Bei Babbel kannst du sogar zwischen einem Online- und Offline-Modus wählen. Diese Funktion ermöglicht es dir, auch zu lernen, wenn du unterwegs bist und keinen Internetzugang hast.

✔️Komplettpaket mit Qualität (sogar Business Englisch)

✔️verschiedene Sprachniveaus

✔️Offline-Modus

✖️keine kostenlose Version (aber sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis)

Mondly

Mondly ist eine App, mit der du circa 40 Sprachen lernen kannst, darunter natürlich auch Englisch. Sie ist insbesondere für Anfänger /-innen oder für diejenigen, die ihr Englisch auffrischen wollen, geeignet. Wenn du bereits Fortgeschrittene /-r bist, wirst du mit den Übungen der App allerdings deutlich unterfordert sein.

Bei Mondly kannst du zwischen klassischen Vokabelübungen und spielerischen Übungen mit Bild und Ton wählen

Wenn du die App erst einmal testen willst, kannst du das mit der kostenlosen Version tun. Mit dieser kannst du einige Lektionen ausprobieren und schauen, ob die App zu dir passt. 

✖️wenig Grammatik

✖️für Fortgeschrittene deutlich zu leichte Übungen

✔️großer Wörterpool

✔️Audio-Übungen

✔️spielerisch lernen

✔️kostenlose und kostenpflichtige Version

Duolingo

Duolingo gehört zu den bekannten und beliebten Apps zum Englisch lernen. Dort steht der Spaßfaktor beim Lernen im Vordergrund. Du kannst täglich verschiedene Lektionen freischalten und Vokabeln spielerisch erlernen. Das Maskottchen von Duolingo, eine grüne Eule, spornt dich dabei an. Wenn du eine Lektion fehlerfrei beendest, kannst du dem Maskottchen sogar verschiedene Outfits "kaufen". 

Die Grammatik wird leider in der App nicht beleuchtet, allerdings kannst du im Gegensatz zu anderen Apps einfach Gespräche mithilfe eines Chatbots üben

Für Anfänger /-innen ist die App sehr gut geeignet und abwechslungsreich, Fortgeschrittene werden schnell unterfordert sein. Auch die App Duolingo kannst du kostenlos ausprobieren, allerdings nur bis zu einem bestimmten Punkt: Wenn du an einem Tag zu viele Fehler während einer Lektion machst, verlierst du Leben. Sind alle deine Leben aufgebraucht, kannst du dir neue dazukaufen oder gleich die kostenpflichtige Version freischalten.

✔️spielend lernen

✔️/✖️ kostenlos, wenn man zu viele Fehler macht, und seine Leben aufbraucht, muss man welche dazukaufen, auf den nächsten Tag warten zum Weiterlernen oder auf die Premium Version wechseln

✖️Übungen wiederholen sich schnell

✖️keine Grammatik


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WLingua

Die App WLingua bietet ein ähnliches Angebot wie Babbel, allerdings etwas weniger umfangreich. Du kannst zwischen verschiedenen Sprachleveln auswählen und so direkt auf dem Niveau starten, auf dem du dich gerade befindest. Daher ist WLingua für Anfänger /-innen und Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet.

Es gibt dort sogar extra Kurse für die Aussprache von britischen und amerikanischen Englisch. Die App ist weniger auf das spielerische Lernen fokussiert, sondern beschränkt sich eher auf klassische Methoden, um Vokabeln und Grammatik zu lernen

Die App bietet zudem eine tolle kostenfreie Version an, in der du fast alle Features testen kannst. 

✔️kostenfrei, Premium Version verfügbar

✔️für alle Niveaus geeignet

✔️Kurse für Aussprache

✖️kann schnell langweilig werden

Poro

Poro ist dazu ausgelegt, die Kommunikation auf Englisch zu üben. Es werden verschiedene Szenarien angeboten, in denen man Alltagssituationen, wie das Bestellen in einem Restaurant oder das Einkaufen auf dem Markt, üben kann. Damit schult die App insbesondere dein Hör- und Sprachverständnis, was bei anderen Apps oft zu kurz kommt.

Poro ist für alle Sprachniveaus geeignet und kann durch seine kurzweiligen Übungen auch deine bereits vorhandenen Kenntnisse auffrischen.

✔️ideal zum Üben von Alltagssituationen

✔️die App ist übersichtlich gestaltet

✔️kostenlose Version

✔️für alle Sprachniveaus und auch zum Auffrischen geeignet

✖️keine reinen Grammatik- oder Vokabelübungen

MosaLingua

Mit der App MosaLingua kannst du neben Englisch noch sechs weitere Sprachen lernen. Du kannst im Englischen zwischen verschiedenen Niveaus auswählen und es werden sogar Business Englisch und medizinisches Englisch angeboten. 

Mit der App MosaLingua sollen vor allem Vokabeln und ganze Sätze erlernt werden. Deshalb sind die meisten Übungen auch Vokabelübungen und die Grammatik kommt eher kürzer. Im Gegensatz zu anderen Apps setzt MosaLingua weniger auf das spielerische Lernen und mehr auf klassische Methoden wie Karteikarten. Von diesen gibt es einen großen Wörterpool, den du sogar um eigene Wörter erweitern kannst.

Durch die verschiedenen Sprachniveaus ist diese App für Anfänger /-innen und Fortgeschrittene geeignet.

✔️großes kostenloses Angebot

✔️gute Vokabelübungen

✔️geringer Zeitaufwand, gute Effektivität

✖️nicht kostenlos (aber: einmaligl circa fünf Euro zahlen, ohne Abo)

✖️wenig Grammatik

So funktionieren die Apps

Die meisten Apps unterscheiden sich nicht wesentlich von einem klassischen Lehrbuch. Am Anfang kannst du dein Sprachniveau auswählen und erhältst passende Übungen. In der Regel gibt es dann verschiedenen Lektionen, die aufeinander aufbauen und dir Englisch nach und nach beibringen. Dadurch, dass die Lektionen in kleine Abschnitte unterteilt sind, kannst du mit wenig Zeit und Aufwand viel Lernen. 

Durch Spaß, Lernerfolge und Abwechslung schaffen es die Apps spielend eine neue Sprache zu vermitteln, oder bestehendes Wissen aufzufrischen. 

Um die Motivation zu steigern und aufrecht zu erhalten, greifen die meisten Anbieter auf Spiele wie Quizze, Memory oder Bildkombinationen zurück. Beispielsweise lernst du deine Vokabeln, indem du den Begriff mit einem passenden Bild oder Ton kombinierst. Teilweise kannst du durch eine richtige Kombination dann Punkte verdienen und auf einer Rangliste hoch steigen. Diese Technik triggert dein Glücksgefühl und wird dich langfristig motivieren weiterzumachen.

Oft zeigen dir die Apps am Ende einer Lektion dann eine Statistik an, in der du sehen kannst, welche Themen schon gut sitzen und woran du noch arbeiten kannst. 

Kosten

Die Kosten für Sprach-Apps unterscheiden sich erheblich. Wie teuer es am Ende für dich wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel:

  • Umfang der Lektionen,
  • Sprachniveau,
  • Dauer des Abos.

Oft schwanken die Kosten je nach Abo-Modell zwischen fünf Euro und 89 Euro.

In der Regel verfügen die meisten Apps jedoch auch über eine kostenlose Version. Meist ist diese dann abgespeckter als die Vollversion, beinhaltet Werbeeinblendungen oder kann lediglich für einen bestimmten Zeitraum genutzt werden. 


Literaturverzeichnis HinweisTipp: Manche Apps bieten manchmal ein sogenanntes Lifetime-Angebot an. Dabei zahlst du einmal eine bestimmte Summe und erhältst dann ein lebenslanges Nutzungsrecht.


Das solltest du beachten

Wenn du mit dem Gedanken spielst, Englisch per App zu lernen, gibt es einige Punkte, die du bei der Auswahl einer App beachten solltest:

Inhalte

Besonders wichtig beim Englisch lernen per App sind die angebotenen Inhalte. Wenn du Englisch ganz neu lernst, solltest du insbesondere darauf achten, dass auch die Grammatik beleuchtet wird und die App über einen großen Pool an Vokabeln verfügt. 

Schwerpunkt

Andere App, anderer Schwerpunkt: Je nach Anbieter kann sich die Schwerpunktsetzung der App unterscheiden. Manche setzen auf bloßes Vokabeltraining, andere fördern eher die Kommunikation und Aussprache selbst. Achte bei deiner Auswahl darauf, dass die App den für dich richtigen Schwerpunkt setzt.

Sprachlevel

Besonders wichtig ist es, dass die Apps dir eine Möglichkeit zur Selbsteinschätzung geben, damit du so die Schwierigkeit der Übungen steuern kannst. Denn was bringen dir einfache Übungen, die du mit links lösen kannst, wenn du dein Sprachniveau verbessern und nicht bloß halten willst?

Entweder solltest du das  Sprachlevel selbst auswählen oder anhand eines Tests herausfinden können. 

Kostenfalle

Manchmal werben Apps damit, kostenlos zu sein, entpuppen sich aber im Nachhinein als kostenpflichtig. Achte daher insbesondere bei kostenlosen Apps darauf, dass sie auch wirklich keine versteckten Kosten beinhalten. Oft gibt es eine "kostenlose" Version, die sich dann nach einer siebentägigen Testphase in ein kostenpflichtiges Abo-Modell umwandelt, wenn du nicht früh genug wieder kündigst.


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Vor- und Nachteile beim Englisch lernen per App

Wie bei allen anderen Arten des Englisch Lernens, gibt es auch beim Lernen per App einige Vor- und Nachteile, über die du dir im Klaren sein solltest. Einige Beispiele haben wir hier für dich zusammengefasst:

 

✔️In der Berufswelt werden heutzutage Englischkenntnisse vorausgesetzt, teilweise sogar Business Englisch: Mit entsprechenden Apps kannst du dein Wissen gut auffrischen, oder sogar Englisch von Grund auf lernen.

✔️Der spielerische Aufbau der Apps verleitet dazu, täglich einige Minuten mit dem Lernen zu verbringen.

✔️Du brauchst keine zusätzlichen Lernmaterialien, wie Bücher oder Vokabelhefte.

✔️Das Handy ist immer dabei: Mit Apps kannst du immer und überall lernen und bist nicht zeitgebunden.

 

✖️Nur Ergänzung zu "richtigen" Kursen: Wenn du Englisch neu lernen willst, eignen sich Kurse an Hochschulen besser.

✖️Keine Fragen möglich: Anders als im Unterricht an einer Sprachschule, kannst du bei Unsicherheiten in der Regel keine Fragen stellen.

✖️Das Schreiben kommt oft zu kurz: Die Apps vernachlässigen oft das Schreiben, denn du tippst bloß auf die richtigen Wörter.

✖️Ehrgeiz, Motivation, Fleiß notwendig: Du musst dich selbst dazu zwingen zu lernen. Bei Apps fällt das oft schwerer als bei festen Terminen.

FAQ

Welche App ist gut zum Englisch lernen?

Es gibt eine riesen Auswahl verschiedener Apps zum Englisch lernen. Welche sich am besten eignet, hängt von deinen persönlichen Vorlieben und Fähigkeiten ab. Wenn dir ein gutes Komplettpaket zum Lernen wichtig ist, eignet sich Babbel besonders gut. Möchtest du den Fokus lieber auf Konversationen legen, dann könnte die App Mondly gut zu dir passen. 

Überblick: Alles über Englisch lernen Apps

  • Apps eignen sich für Anfänger /-innen und Fortgeschrittene.
  • Je nach Angebot kannst du dein Wissen festigen, aufbauen oder sogar Englisch von Grund auf erlernen.
  • Viele Apps setzen auf spielerisches Lernen, um so die Motivation zu steigern.
  • Achte bei der Auswahl darauf, dass der Umfang der App zu deinem Sprachniveau passt.
  • Es gibt kostenlose und kostenpflichtige Apps, manchmal lohnt es sich, ein Abo-Modell auszuwählen, um Kosten zu sparen.

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