Reiseblogger Studium
Ein Ausslandsaufenthalt hinterlässt bleibende Eindrücke | Foto: Thinkstock/massonstock
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06. Jul 2015

Ann-Christin Kieter

Auslandssemester

Auslandssemester: What's different?

Die feinen Unterschiede fern der Heimat

Reiseblogger erzählen aus...

Rom

Jasmin Luciani (22) | bonsai93.wordpress.com

  • Studium: Germanistik, Mathe und Geschichte (Uni Wuppertal, 6. Semester), jetzt Uni Roma Tre
  • So organisiert: mit Erasmus
  • So finanziert: Auslands-BAföG, Nebenjobs, Eltern (danke dafür :-))
  • Neue Facebook-Kontakte: unzählig viele. Und auch bei WhatsApp.
  • Highlight: hat den Papst getroffen.

Was ist anders?

  • Es gibt keine offiziellen Fahrpläne für Busse und Bahnen, aber jede Menge Apps, die einem sagen, wann was fährt und wie man von A nach B kommt.
  • Oft sieht man vor Gebäuden Polizisten mit Maschinengewehren. Und es gibt verschiedene Arten Polizei.
  • Diebstahl. Geldscheine werden einem aus dem Portemonnaie in der Tasche herausgeklaut.
  • Im Kino gibt es immer mitten im Film eine Pause.
  • Eis gibt es nicht in Kugeln, sondern aufs Hörnchen oder in den Becher gespachtelt. Piccolo sind zwei Geschmacksrichtungen, medio drei, grande vier.
  • Aperitivo: Man zahlt das Getränk und kann dann von einem All-you-can-eat-Buffet essen.
  • Pasticcini: Gebäckstücke, unterschiedlich gefüllt (ähnlich wie Windbeutel).
     

Reisebloggerin Jasmin Luciani


Bangkok

Lisa Pautsch (25) | mythaigetaway.wordpress.com

  • Studium: Master Medienkultur (Uni Bremen, 4. Semester), jetzt Siam University
  • So organisiert: Organisation Asia Exchange (50 Euro = 100 %-Zusage für einen Studienplatz an der Wunsch-Uni – unabhängig von Studienleistungen etc.)
  • So finanziert: Auslands-BAföG
  • Neue Facebook-Kontakte: 20 (in den ersten zwei Wochen).
  • Highlight: Crystal Bay auf Ko Samui (weißer Sand, kristallklares Wasser und Badewannentemperatur) ist wohl der schönste Strand, an dem sie je war.

Was ist anders?

  • Im Supermarkt oder im Restaurant geschieht manchmal alles in Zeitlupentempo.
  • In Bangkok ist es so stickig und schmutzig, die Luft so dick und heiß, dass es schwerfällt, zu atmen.
  • An jeder Ecke gibt es Leckeres wie marinierte Hühnchenspieße, süßen Sticky Rice mit Mango, knackigen Papayasalat und frische Fruchtshakes für oft weniger als einen Euro.
  • Hier kann man sich auch edle Restaurants leisten, die in Deutschland zu teuer wären, wie das Fisherman's direkt am Strand von Koh Phangan.
  • Für etwa 300 Euro (inkl. Strom und Wasser) kann man in einem Appartementkomplex mit Swimmingpool, Fitnessstudio und Concierge wohnen.
     

Reisebloggerin Lisa Pautsch


Stockholm

Peter Mayr & Amadeus Cosimo Lobe (beide 24) | stockholm15.auslandsblog.de

  • Studium: Energie- und Automatisierungstechnik (TU Wien, 2. Mastersemester), jetzt KTH Stockholm
  • So organisiert: International Office der Uni
  • So finanziert: Erasmus-Stipendium, Zuschüsse der Eltern
  • Neue Facebook-Kontakte: 40 (Amadeus hat einen mehr)
  • Highlight: Bad im See bei -10° C nach der Sauna. Geiles Gefühl.

Was ist anders?

  • Die Gutmütigkeit der Schweden. Hier wird dir als Mensch einfach mal vertraut.
  • Man spricht seine Professoren durchaus mit dem Vornamen an.
  • Auch bei miesem Wetter sind die Radwege stark frequentiert, im Frühling kommt es regelmäßig zu kleinen Staus.
  • Das süße Brot ist zwar am Anfang ziemlich lecker, aber ein richtig kerniges Brot fehlt doch irgendwann.
  • Kanelbulle (Zimtschnecke), diverse Kuchen und leckere Muffins – in Sachen Backwaren sind die Schweden spitze.
  • Alkoholkonsum ist ein Luxusvergnügen und reduziert sich auf Light-Bier und Mitbringsel von Schiffsfahrten in naheliegende Städte wie Tallinn und Riga.
     

Peter Mayr & Amadeus Cosimo Lobe

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