Der Hobbit 3
Hobbit Bilbo Beutlin (Martin Freeman) sieht im Finale den Schlachten entgegen | Foto: Warner Home
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21. Apr 2015

Simon Sperl

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Der Hobbit – Die Schlacht der Fünf Heere

-ARCHIV-

Das Finale der Hobbit-Trilogie im Heimkino

"Die Dunkelheit ist zurückgekehrt"

Als Bilbo Beutlin (Martin Freemann) mit Zwergenkönig Thorin Eichenschild (Richard Armitage) und den anderen Zwergen am Ende von "Der Hobbit - Smaugs Einöde" den Drachen Smaug (Benedict Cumberbatch) weckten, hatten sie keine Ahnung von den Folgen. Einmal entfesselt und aus Erebror - dem Einsamen Berg - vertrieben, macht sich das Ungeheuer nun zu Beginn des dritten Teils auf zur Seestadt Esgaroth, um sich an den Menschen zu rächen. Nur mit Glück und dem letzten schwarzen Pfeil seiner Vorfahren gelingt es Bain (John Bell) und Bard (Luke Evans), das Ungeheuer zur Strecke zu bringen.

Die Zwerge und Bilbo, die den Tod des Drachen aus der Ferne beobachten, kehren in den Einsamen Berg zurück und müssen sich nun um Thorin kümmern. Denn dieser ist befallen von der Drachenkrankheit, die schon seinen Großvater in den Wahnsinn trieb: der Gier nach Gold. Um den Zwergenkönig zu schützen, entschließt sich der Hobbit, den Arkenstein zu verstecken. Schließlich hat er die beunruhigenden Veränderungen bei seinem Freund längst bemerkt.

In der Zwischenzeit machen sich die Menschen von Seestadt unter Führung von Bard auf den Weg zum Erebror um ihren Teil am Goldschatz einzufordern. Der Elbenkönig Thranduil (Lee Pace) und sein Heer stoßen ebenfalls dazu, um den Schatz aus dem Erebror zu holen. Doch der kranke Thorin weigert sich, auch nur eine Goldmünze abzugeben und lässt es auf einen Krieg gegen Menschen und Elben ankommen. 

Zu diesem Zeitpunkt ahnt niemand der Völker der Zwerge, Menschen und Elben, dass weiteres Unheil droht: Ein Heer Orks, angeführt von Azog (Manu Palace) hat sich auf den Weg zum Erebror gemacht. Diese sind unterwegs, um den Berg einzunehmen und alle zu töten, die sich dort befinden - die Schlacht zwischen Elben, Zwergen, Menschen, Orks und Adlern kann beginnen…

Gemetzel und Gefühl

Den letzten Part der Verfilmung des Kinderbuchs "Der Hobbit" von J. R. R. Tolkien hat Regisseur Peter Jackson alles andere als kinderfreundlich realisiert: Schlachtenpanoramen, Actionszenen und widerliche Monster dominieren hier. Der Name "Die Schlacht der Fünf Heere" ist Programm, so dauert der Kampf sage und schreibe 42 Minuten. Wie schon die ersten beiden Teile entstanden die zahlreichen Außenaufnahmen in Neuseeland und sind dank der Hubschrauberkamera von beeindruckender Qualität. Dahingegen wirken die visuellen Effekte durch die intensive Nutzung der CGI (Computer Generated Imagery) teilweise unrealistisch, zum Beispiel wenn die gigantischen Heere der Zwerge und Orks aufeinanderprallen und jeder Kämpfer das gleiche computergenerierte Gesicht hat.

Immerhin bleibt noch Raum für große Gefühle: Elbin Tauriel (Evangeline Lilly), die im Buch überhaupt nicht vorkommt - genau wie Legolas - merkt erst durch einen Schicksalsschlag, dass sie den Zwerg Kili (Aidan Turner) wirklich liebt. Und obwohl selbst der Hobbit eher als Sidekick daherkommt, verkörpert er das reine und mutige Herz des "kleinen Mannes", der durch sein Handeln, das Geschehen beeinflusst.

Insgesamt ist der "Hobbit – Die Schlacht der Fünf Heere" ein bildgewaltiges und kurzweilig inszeniertes Fantasy-Erlebnis. An die Qualität der "Herr der Ringe"-Filme kommt dieser Teil des Hobbits jedoch auch nicht heran. Dafür hat sich Peter Jackson einfach zu weit von der Romanvorlage entfernt und zu sehr auf die Effekte gesetzt.


UNICUM Filmtipp

Der Hobbit - Die Schlacht der fünf Heere

Fantasy/Action/Abenteuer, USA/NZL 2014

Regie: Peter Jackson

Darsteller u. a.: Martin Freeman, Richard Armitage, Benedict Cumberbatch, John Bell, Luke Evans, Lee Pace, Evangeline Lilly, Aidan Turner

Verleih: Warner Home Video

VÖ: 23. April 2015

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