Dishonored Definitive Edition
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09. Aug 2016

Entertainment

Im UNICUM Game-Test: Dishonored Definitive Edition

-ARCHIV-

Dishonored: Die Maske des Zorns und alle Erweiterungen erstmals in einem Package

Du entscheidest, welchen Weg das Game nimmt

Die Kaiserin des Inselreiches Dunwall wird ermordet, ihre Tochter entführt. Die Hintermänner des Komplotts bezichtigen daraufhin Leibwächter Corvo Attano der Schuld und verurteilen ihn zum Tode. In seiner Rolle kannst du jedoch flüchten und dich der Widerstandsbewegung der "Kaisertreuen" anschließen. 

Deine Mission ist es nun, nicht nur Emily, die rechtmäßige Thronfolgerin, zu finden und ihren Anspruch auf die Herrschaft durchzusetzen, sondern auch Corvos Unschuld zu beweisen.

Ausgestattet mit einem wachsenden Arsenal an Hieb- Stich- Wurf- und Schusswaffen sowie magischen Fähigkeiten – Teleportation, Gedankenkontrolle, Anhalten der Zeit – werden Haupt- und Nebenmissionen im mehr oder weniger frei durchstreifbaren Dunwall erfüllt.

Der Spieler bestimmt dabei, wie er ans Ziel gelangen will: Mit Waffengewalt? Durch Meuchelmord? Oder...? Tatsächlich kann man "Dishonored" durchspielen, ohne einen einzigen virtuellen Gegenspieler das zeitliche Segnen zu lassen. Man kann aber auch (fast) ausschließlich mit roher Gewalt den Sieg erringen.

Die virtuelle Welt reagiert auf dich

Ein Beispiel für die Bandbreite an Möglichkeiten: Eine versperrte Tür. Wachen patrouillieren, eine davon hat einen Schlüssel. Du kannst die Männer nun bewusstlos schlagen oder lautlos töten, vor den anderen verstecken und den Schlüssel entwenden. Du kannst aber auch den Schlüssel aus dem Schatten heraus aus der Tasche klauen und die Wachen durch Geräusche weglocken. Oder du wartest einfach auf den richtigen Zeitpunkt und versuchst das Schloss ohne Schlüssel zu knacken.

Ob Action, Stealth oder beides kombiniert: die Lösungswege jeder Mission sind vielfältig. Die Entscheidungen des Gamers bestimmen den weiteren Verlauf. Denn die virtuelle Welt reagiert auf deine Art zu spielen.

Viele Tote in der Stadt locken etwa mehr Ratten an, die Krankheiten verbreiten. Das führt zu Chaos und lässt die Wachen nervös und misstrauisch werden. Und das wiederum führt zu mehr Kämpfen, die ausgefochten werden müssen. Welchen Weg du auch wählst, zum Schluss erwartet dich eines von drei Spielenden.

Diese Entscheidungsfreiheit und das individuelle Erleben von Dunwall machen den großen Reiz von "Dishonored" aus und garantieren zusammen mit den üppigen Add-Ons einen hohen Wiederspielwert.

Fazit zur Dishonored Definitive Edition

Auch wenn man "Dishonored" sein Alter ansieht, ist Dunwall auf seine eigene Art immer noch ein Augenschmaus. Die markante Architektur der Stadt wie die elegant-obskure Mode der Bewohner lassen diese Welt lebendig wirken und ziehen den Spieler schnell in den Bann.

Allerdings hat sich im Vergleich zur Erstveröffentlichung des Games wenig getan: Wer die PC-Version schon hat oder noch aktiv an seiner Last-Gen-Konsole sitzt, für den ist die "Definitve Edition" eigentlich nicht empfehlenswert. Grafisch gibt es kaum eine Weiterentwicklung, es fehlen neue, exklusive Inhalte.

Wer das Original jedoch bislang nicht sein Eigen nennen kann und Stealth- oder OpenWorld-Spiele mit großer Entscheidungsfreiheit mag, der sollte zuschlagen. Zumal man hier für verhältnismäßig wenig Geld (knapp 40 Euro) sehr viel Umfang bekommt.

 

Dishonored Definitive Edition

ZeniMax/Bethesda Softworks

Erhältlich für Playstation 4 und Xbox One

Ab 18 Jahren

Artikel-Bewertung:

3.17 von 5 Sternen bei 125 Bewertungen.