Filme mit Jason Statham Hobbs and Shaw
Jason Statham alias Shaw teilt auch im Spin-off zu "Fast and Furious" ordentlich aus. | Foto: Universal Pictures

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Idris Elba Filme

Idris Elba im Interview: "Ich will mich nicht festlegen"

Die Autos rollen wieder: Zum Kinostart des Actioners "Fast and Furious: Hobbs and Shaw" haben wir Idris Elba zum Pressetermin in Köln getroffen und ihn, gemeinsam mit wei ... mehr »

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01. Aug 2019

Sandra Ruppel

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Jason Statham über "Hobbs and Shaw", Action und Liebe zu seinen Filmen

Jason Statham: gute Laune im Gepäck

Mit etwas Verspätung aber gut drauf läuft Jason Statham den Flur eines Luxus-Hotels in Köln entlang, wo wir ihn – und im Anschluss außerdem seinen Kollegen Idris Elba, der in "Hobbs and Shaw" die Rolle des Bösewichts Brixton übernimmt – zu einer Fragerunde getroffen haben.

Man hört Statham bereits lachen, lange bevor er den Raum betritt. Er trägt ein schlichtes schwarzes Shirt, schwarze Hosen und wünscht sich auch sonst ganz bodenständig erstmal ein Glas Wasser, bevor es losgeht und er uns von seiner Liebe zum Action-Genre, seinem Faible für (Kampf-)Sport und seiner Einstellung zu Videotheken berichtet. Und natürlich von der freundlichen Competition mit seinem Filmpartner Dwayne Johnson, der erneut die Rolle des Bundesagenten Luke Hobbs übernimmt, wie auch schon in den anderen Teilen der "Fast and Furious"-Reihe.

Jason Statham über seine Liebe zu Actionfilmen:

"Ich war immer ein Actionfilm-Fan und dass ich diese Filme jetzt selbst mache, ist krass. Man verbindet mich damit und es wäre komisch, wenn ich es plötzlich nicht mehr machen würde. Während ich aber am Anfang eigentlich 99 Prozent der Action selbst machen durfte, ist das heute anders. Die Filmstudios wollen natürlich unbedingt verhindern, dass wir uns verletzten. Je größer und teurer die Produktionen werden, desto mehr steht auf dem Spiel, wenn wirklich was schief geht. Es geht da einfach auch mal um 200 Millionen Dollar – und mehr. Das wirkt sich schon auf meine Fahrzeit und die Stunts aus, die ich mit den Autos selbst machen darf.

Aber unser Regisseur David Leitch und ich kennen uns jetzt seit mehr als 15 Jahren – und zwar auch privat, abseits der Filmindustrie. Er weiß genau, was er tun muss, um mich anzuspornen – und er weiß, dass ich gut bin und sicher fahre. Daher erlaubt er mir ein paar zusätzliche Freiheiten in Bezug auf meine Stunts und meine Zeit im Auto. Da er selbst Stuntman ist, kann er das auch einschätzen.

Aber die meisten Aktionen sind sowieso ziemlich sicher, wir haben gute Maßnahmen, um das zu gewährleisten. Und auch die Kämpfe sind nie gefährlich – du kannst dir aber wehtun. Zum Beispiel kannst du dir die Finger verstauchen – und es dauert wirklich ewig, bis das heilt. Wochen! Wenn es dir zu Beginn eines Drehs passiert, kannst du während der gesamten Produktion nicht richtig zupacken – und wenn du im Kampf dann einen Stuntman greifen und herumwirbeln musst – man, das tut weh! Aber hey, ich jammere hier über meine Finger… (lacht)."

Jason Statham über (Kampf-)Sport:

"Ich mache jeden Tag, worauf ich Lust habe. Ich habe kein bestimmtes Fitness-Regime, sondern ich schaue einfach, wie es mir gerade geht, was mich inspiriert, ob ich von neuen Übungen gehört habe, die ich probieren möchte.

Den Großteil meines Martial Arts Trainings mache ich mit einem Typen, mit dem ich auch Sparring mache. Und dabei lerne ich ständig etwas Neues. Ich bin aber kein Bodybuilder und versuche auch nicht, Muskeln aufzubauen. Wenn du älter wirst, dann willst du einfach, dass du dich gut bewegen kannst. Denn man wird langsamer. (lacht)

Mein Training ist auch ein ganz anderes, als etwa Dwayne Johnsons. Er geht ins Studio, schleift riesige Gewichte durch die Gegend – und sieht dabei fantastisch aus. Ich wiederum mache viel Gymnastik, Lauf- und Kampftraining. Wir haben da sehr unterschiedliche Ansätze und ich finde genau das toll an uns. Dwayne und ich sind beide mit einem sehr sportlichen Hintergrund aufgewachsen. Trotzdem werde ich sicher nicht versuchen, mir mehr Gewichte draufzupacken, als Dwayne. (lacht)

Für "Hobbs and Shaw” machen wir uns genau diesen Gegensatz zwischen uns zunutze: Einmal ist da dieser britische Typ, Shaw. Und dem steht mit Hobbs dieser amerikanische Typ gegenüber. Einer ist schnell, wendig und präzise und der andere groß, kompakt und stark. Shaws Stärke ist auf jeden Fall seine Schnelligkeit. Er weiß, dass er Hobbs damit schlagen kann und das gibt ihm krasses Selbstvertrauen. Hobbs wiederum ist überzeugt, dass er Shaw einfach als Wischmop benutzen kann. Daher kommt auch die Spannung zwischen den beiden. Jeder von ihnen denkt, er könne den jeweils anderen mühelos fertig machen – auf eine jeweils ganz spezifische Art."


"Fast and Furious: Hobbs and Shaw": Darum geht's!

worum geht es bei hobbs and shaw mit jason stathamBereits in der Vergangenheit waren sie gezwungen, zusammenzuarbeiten – und nun müssen sich der ehemalige britische Elitesoldat Deckhart Shaw (Jason Statham) und der amerikanische Agent Luke Hobbs (Dwayne Johnson) ein weiteres Mal zusammentun. Und das, obwohl sie sich so gar nicht leiden können. Aber wenn eine internationale Bedrohung wartet, geht es nun mal nicht anders: Denn der genetisch veränderte Hightech Soldat Brixton (Idris Elba) jagt hinter einem Virus her, der die Welt für immer verändern könnte.

Ob Hobbs und Shaw den Supersoldaten Brixton aufhalten und bei der Gelegenheit auch noch Shaws Schwester Hatty (Vanessa Kriby), einer flüchtigen MI6-Agentin, aus einer brenzligen Lage helfen können?


Jason Statham liebt seinen Job:

"Ich tue genau das, was ich tun möchte! Ich spiele in riesigen Blockbustern mit und habe auch kleinere Filme gemacht, zum Beispiel mit Guy Ritchie ("Bube, Dame, König, grAS", "Snatch", Anm. d. Red.). Oder mit Steven Night, "Redemption". Das war kein klassischer Actionfilm. Diese Art von Film ist toll und ich würde auch gerne noch ein paar mehr davon machen.

Bei großen Popcorn-Filmen geht der künstlerische Aspekt meist ein wenig verloren, was aber auch irgendwie klar ist: Wenn man einen 200 Millionen Dollar Film macht, dann muss man auf Kommerzialisierung setzen, weil man sicherstellen muss, das Geld auch wieder reinholen zu können. Man braucht also die Balance.

Beides hat Vor- und Nachteile und es ist toll für mich, dass ich beides machen kann. Filme wie "Fast and Furious", bei denen der Dreh fünf Monate dauert und solche wie "Redemption", mit denen man nur sechs Wochen beschäftigt ist. Ich bin mit beidem glücklich – und das kann ich wirklich ehrlich sagen. Und ich bin auch nicht genervt, weil ich wahrscheinlich nicht demnächst einen Oscar gewinne (lacht). Ich habe überall auf der Welt gute Freunde und ich mache Filme, die die Leute gern mögen. Ich wüsste nicht, was da noch auf der Liste stehen sollte."

Jason Statham über Videotheken:

"Früher bin ich total gerne in Videotheken gegangen und habe geschaut, welche Filme neu rausgekommen sind. Oder ich habe einfach ganz zufällig einen Film ausgesucht, ohne zu wissen, worum es eigentlich geht. Während dieser Zeit habe ich ständig neue Filme und neue Regisseure entdeckt – das war eine super Zeit!

Von dem krassen Angebot, das es heute gibt, bin ich allerdings komplett überfordert. Es kommt ständig was Neues an den Start, Filme, Serien – es ist so viel! Deswegen habe ich mich da inzwischen etwas rausgezogen. Ich schaue Filme jetzt anders als früher und gehe auch nicht mehr oft ins Kino. Wenn, dann muss es schon ein Film mit einem Schauspieler oder von einem Regisseur sein, den ich extrem gerne mag, damit ich losgehe."


UNICUM Film-Tipp:

hobbs and shaw filmplakat"Fast and Furious: Hobbs and Shaw"

Regie: David Leitch

Mit: Jason Statham, Dwayne Johnson, Idris Elba, Vanessa Kirby

Verleih: Universal Pictures

Kinostart: 01. August 2019

Artikel-Bewertung:

2.42 von 5 Sternen bei 88 Bewertungen.

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