UNICUM hört: Michael Bublé "To be loved"
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21. Jun 2016

Entertainment

UNICUM hört: Michael Bublé "To be loved"

Das neue Album des Musik-Charmeurs ist seit dem 12. April erhältlich

Coverversionen mit Gefühl

Wenn die ersten Töne aus den Lautsprechern dröhnen, kommt das vertraute Jazzgefühl zurück, mit dem sich Michael Bublé identifiziert. Mit "You make me feel so young" gibt's direkt eine Coverversion von Frank Sinatra auf die Ohren. Und dabei bleibt´s nicht – neben vielen weiteren Sinatrasongs, wie zum Beispiel "Young at heart" oder "Nevertheless (I'm in love with you)" hat Bublé auch "To love somebody" von den BeeGees, Rod Stewards "Have I told you lately that I love you" oder "Who's lovin' you" von den Jackson 5 neu aufgelegt. Das Album strotzt nur so vor nicht-eigenen Bublé-Nummern.

Schade! Denn auch wenn der Sänger versucht mit Reese Witherspoon frischen Wind in das schon einige Male gecoverte Lied "Something Stupid" zu bringen oder sich die Souljungs von Naturally 7 schnappt, um "Have I told you lately…" abzurunden, sind es doch Klassiker, die schon oft genug neue Versionen erhalten haben.  

So bleibt nicht viel Platz für was Eigenes von dem Jazzsänger. Bei "After all" unterstützt ihn sowohl beim Gesang als auch bei der Entstehung Bryan Adams. Zwei Stimmen mit eindeutigem Wiedererkennungswert in einem Song – gut gelungen! Natürlich dürfen auch die Puppini Sisters nicht fehlen, die ihm schon bei der Weihnachtsplatte zur Seite standen – allerdings auch nur bei einer neu aufgelegten Version von "Nevertheless".

Thema: Liebe

Wie der Titel schon verrät, dreht sich bei To be loved alles um die Liebe. Im gleichnamigen Song singt er davon, dass es ein wunderbares Gefühl ist geliebt zu werden: "Someone to kiss, someone to miss, when you´re awake, to hear from each day – to be loved , to be loved – what a feeling - to be loved!"

Musiktechnisch setzt Bublé aber nicht durchgängig auf Jazz. Die Poprichtung schlägt auch stark durch, was dem Album gut tut und in den ruhigeren Songs den Zuhörer zum Träumen bringt.

Fazit

Nach den zwei Christmas-Alben (2011 und 2012) ist auch "To be Loved" eine Platte voller Coverversionen. Es wird wieder Zeit für eigene Songs! Dennoch steht es außer Frage, dass sowohl die Weihnachts-CDs als auch die Neuerscheinung sehr gelungene und gut produzierte Longplayer sind. Abgesehen davon ist das Album für Bublé-Fans kein Muss, aber eine schöne Ergänzung im CD-Regal.

Michael Bublé

To be loved

Warner Music

VÖ: 12. April 2013

Anspieltipps: "It's a beautiful day", "After all", "To be loved"

www.michaelbuble.com

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