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09. Aug 2016

Entertainment

UNICUM schaut: Silent Hill: Revelation

-ARCHIV-

Die Videospielverfilmung geht in die zweite Runde: ab dem 18. April im Handel erhältlich

Alice im blutigen Wunderland

Heather und ihr Vater Harry (Sean Bean) leben ein wahres Vagabundenleben. Sie ziehen von Stadt zu Stadt, müssen oft ihren Namen ändern – und Heather weiß nicht einmal genau, wieso. Ihr Vater fürchtet einen sagenumwobenen Geheimbund, der die beiden angeblich verfolgt. Heather hingegen hat ganz andere Probleme. Nacht für Nacht träumt sie von einem Ort namens "Silent Hill", in dem es von grauenvollen Kreaturen nur so wimmelt. Die Albträume beschränken sich aber nicht mehr auf die Nächte – an Heathers erstem Tag in der neuen Schule hat sie mitten im Flur Halluzinationen und glaubt, sich in den Gängen eines Hauses von Silent Hill zu bewegen.

Auch wenn sie ihren Mitschülern eindeutig klar gemacht hat, dass sie nichts mit ihnen zu tun haben möchte, lässt Vincent (Kit Harington) Heather nicht in Ruhe. Zu ihrem Glück – als sie an diesem Tag nach Hause kommt und die Botschaft "Komm nach Silent Hill"  aus Blut an die Wohnzimmerwand geschrieben findet, braucht sie Unterstützung. Denn ihr Vater ist verschwunden – und alles läuft daraufhin hinaus, dass sie den Ort ihrer Albträume aufsuchen muss, um ihn zu retten…

So leicht die Story zu Beginn scheint, desto mehr holt es denjenigen ein, der den ersten Teil von "Silent Hill" nicht gesehen hat.  Spätestens wenn Heather die Stadt betritt, wird es äußert kompliziert, wer hier wen entführt hat und verfolgt und warum. Auch auf die Videospielgrundlage kann man sich hier nicht verlassen, denn von der Storyline wurde einiges durcheinander gemixt. Allzu schlimm ist das nicht, wer nicht mehr durchsteigt, kann sich auch einfach so auf die Bilder des Filmes einlassen.

Auch als absoluter Angsthase muss man bei diesem Film ab und an die Hände von den Augen nehmen und die Kreativität bewundern, die Regisseur Michael J. Basett in die Kreaturen und Settings von "Silent Hill" gesteckt hat. Egal, ob das Ungeheuer "Pyramid Head" mit seinem Schlachterbeil munter Körperteile zerstückelt oder die "Bubble Head Nurses" mit ekelhaften Verrenkungen und Zuckungen den armen Vincent niedermetzeln wollen: grafisch wird sich hier sehr am Videospiel orientiert – und das ist absolut sehenswert. Das Setting, das teilweise in ein Irrenhaus und in die von Asche beregnete Geisterstadt Silent Hill verlegt wurde, ist gespenstig und trägt zur verstörenden Atmosphäre des Filmes bei.

Fazit: Ein blutrünstiges Horrormärchen, ein Augenschmaus für Videospielfans und ein absoluter Schocker für Angsthasen: "Silent Hill: Revelation"  begeistert durch eine Optik, die das Blut in den Aderns stocken lässt und Schauermomenten, die einem den Atem rauben. Aber wie das mit großer Kunst immer so ist – komplett verstehen muss und kann man den Film nicht wirklich.

Silent Hill: Revelation

Fantasy/Horror, USA 2012

Regie: Michael J. Basett

Darsteller u.a.: Adelaide Clemens, Sean Bean, Kit Harington, Carrie-Anne Moss, Radha Mitchell

Verleih: Concorde Filmverleih

VÖ: 18. April 2013

www.facebook.com/silenthill2.film

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