Geld sparen als Student:in: nie mehr pleite am Monatsende!

Eine junge Frau sitzt lächelnd an einem Tisch in einer gemütlichen Wohnung und wirft gerade eine Münze in ein Sparschwein. Vor ihr liegen ein Laptop, Notizbücher und ein Taschenrechner, was auf Budgetplanung oder Sparen hindeutet. Die warme Atmosphäre und das natürliche Licht vermitteln ein Gefühl von Motivation und Alltag.

Foto: KI generiert

Helena Hesse, 08.05.2026  |  Lesedauer: 6 Minuten

Sorry to tell you, aber du brauchst nicht direkt zum Studienstart die drei Zimmer Altbauwohnung mit Balkon in der Innenstadt. Eine Einzimmerwohnung mit 20 m² im Wohnheim oder ein WG-Zimmer tut's fürs Erste auch, nur deutlich günstiger. Gerade in klassischen Unistädten ist Wohnen teuer. Deine erste Wohnung muss nicht die perfekte Größe und Lage haben. Wichtig ist, dass du erstmal eine findest, die du dir leisten kannst. 

Günstig wohnen als Student:in 

Bei der Wohnungssuche als Student:in stehst du oft vor zwei Optionen: entweder möglichst günstig wohnen oder in einer der beliebtesten (Uni-)Städte Deutschlands leben? Generell sind die Mieten in Ostdeutschland durchschnittlich häufig niedriger als in Westdeutschland. Natürlich gibt es auch in Städten wie Leipzig, Erfurt oder Dresden teure Wohnungen, doch insgesamt sind sie günstiger als in Frankfurt am Main, Stuttgart oder Köln.
Viel wichtiger als der Standort ist jedoch, dass du dir vorab überlegst, wie du wohnen möchtest. Brauchst du viel Zeit und Ruhe für dich? Oder magst du es mehr, wenn ständig jemand da ist zum Reden? Davon hängt ab, welche Wohnsituation für dich am besten ist.
 

Studentenwohnheim: Die günstigste Wohnform für Studierende 

Studentenwohnheime sind meist die günstigste Variante. Die Zimmer sind zwar klein und schlicht, aber oft möbliert, zentral gelegen und die Nebenkosten wie Strom, Internet und Heizung sind häufig im Preis enthalten. Außerdem lernst du dort schnell andere Studierende kennen. Du sparst also Geld und knüpfst gleichzeitig Kontakte. Da Wohnheime sehr beliebt sind, solltest du dich so früh wie möglich, am besten noch vor Studienbeginn, bewerben.

WG-Zimmer: Günstig wohnen und Kosten teilen als Studi 

Eine WG ist eine sehr beliebte und oft günstige Lösung. Hier teilst du dir Miete, Strom, Internet und den Rundfunkbeitrag. Dadurch werden Fixkosten deutlich reduziert. Viele Wohnungen sind teilweise möbliert, sodass du meist nur dein eigenes Zimmer einrichten musst. Gleichzeitig hast du immer Leute um dich herum, brauchst aber auch Kompromissbereitschaft in Bezug auf Ordnung, Lautstärke und das alltägliche Leben.

Eigene Wohnung als Student:in

Eine eigene Wohnung bietet dir maximale Privatsphäre, ist jedoch in den meisten Fällen die teuerste Option. Neben der Miete musst du sämtliche Nebenkosten, Internet, Strom und die komplette Einrichtung selbst bezahlen. Zwar kann man bei Möbeln über Plattformen wie Kleinanzeigen sparen, dennoch ist es die finanziell aufwendigere Option, alleine zu leben.

Günstige Wohnung finden 

Unabhängig von der Wohnform lohnt es sich, bei der Lage zu sparen. Eine Wohnung etwas außerhalb der Innenstadt kann dir monatlich mehrere Euro sparen. Mit dem Semesterticket ist der Weg zur Uni meist ohnehin kostenlos oder günstiger.

Nebenkosten richtig kalkulieren

Achte bei der Wohnungssuche nicht nur auf die Warmmiete. Nebenkosten wie Strom, Heizung und Internet können den Gesamtpreis schnell erhöhen. In WGs und Wohnheimen sind diese Kosten fair aufgeteilt oder pauschal enthalten.

Untermiete in den Semesterferien

Wenn du in den Semesterferien längere Zeit nicht vor Ort bist, kannst du dein Zimmer untervermieten. So zahlst du keine Miete für einen Raum, den du gar nicht nutzt. Klär das vorher mit deinem Vermieter ab und setze einen Untermietvertrag auf. Eine kleine Kaution kann dich zusätzlich gegen mögliche Schäden absichern.

 

Günstige Studentenstädte in Deutschland: 

Stadt Bundesland Ø Miete (ca.)
Chemnitz Sachsen ~230–300 €
Magdeburg Sachsen-Anhalt ~240–280 €
Leipzig Sachsen ~280–380 €
Halle (Saale) Sachsen-Anhalt ~290 €
Jena Thüringen ~280–370 €
Ilmenau Thüringen ~300 €
Göttingen Niedersachsen ~260–370 €
Bochum NRW ~280–350 €
Dresden Sachsen ~300–400 €
Greifswald Mecklenburg-Vorpommern ~210–300 €


 

Wie viel kostet ein WG-Zimmer, eine Wohnung usw.?

Wohnform Durchschnittliche Kosten (pro Monat)
WG-Zimmer ca. 500–520 €
Studentenwohnheim ca. 250–400 €
1-Zimmer-Wohnung (klein, ~30 m²) ca. 500–650 €
Normale Wohnung (allein) ca. 700–1.100 €+

Wohnungen als Student:in finden

Egal, für was du dich entschieden hast, deine neue Unterkunft musst du auch erstmal finden. Folgende Seiten sind dafür sehr hilfreich: 

  • Kleinanzeigen 
  • Immoscout24
  • WG gesucht 
  • Studierendenwerk 
  • Immowelt 

Welche Versicherungen braucht man als Student:in?

Bevor du dich jetzt in die Flut von hundert unterschiedlichen Versicherungen stürzt, check erstmal ab, ob du noch bei deinen Eltern mitversichert bist und ob du das auch noch weiterhin bist, trotz deines Studiums. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass du bis 25 Jahre bei deinen Eltern mitversichert bist.

Günstig einkaufen als Student:in

Essensplan 

Klingt vielleicht jetzt sehr erwachsen, aber mach dir einen Plan. Überleg dir einmal wöchentlich, was du diese Woche kochen willst und was du dann dafür einkaufen musst. Denn wenn du jeden Tag in den Laden rennst, siehst du hier mal ein Angebot, da mal was, das du ausprobieren willst, und schon kaufst du jeden Tag mal eben für 15 Euro ein. Rechne das auf den Monat hoch. 

Schau dir einfach deine gespeicherten ganzen Rezepte an.  Wir wissen alle, dass du einen “Muss-ich-kochen”-Ordner hast. Und daraus ergibt sich dann der Plan für nächste Woche. 

Prospekte checken 

Mittlerweile hat jeder größere Supermarkt eine eigene App, in der du die aktuellen Angebote einsehen kannst. Die App hat eigene Coupons, mit denen du sparst. Das sind vielleicht im ersten Moment nur Centbeträge, doch je öfter du diese Vorteile nutzt, desto mehr sparst du logischerweise auch. Viele Läden kooperieren mit Payback. Mit Payback-Punkten kannst du nicht nur Gutscheine abstauben, sondern auch bezahlen. 

  • Lidl: Lidl Plus
  • Aldi: ALDI-SÜD-Angebote & Prospekte/ALDI Nord
  • Rewe: REWE
  • Penny: penny
  • Kaufland: Kaufland deine XTRA-Vorteile
  • Edeka: EDEKA (plus PayBack)
  • DM: Mein DM (plus Payback)
  • Rossmann: Rossmann 

Auf Vorrat kaufen

Nein, ich rede nicht davon, Klopapier zu hamstern und das Mehl im Supermarkt leerzukaufen, 2020 ist vorbei. Dennoch solltest du bestimmte Basics immer zu Hause haben. Einfach, falls du mal vergessen hast, was einzukaufen, krank geworden bist oder keine Lust hast, lange in der Küche zu stehen. Überleg dir, was Sachen sind, die lange haltbar sind und woraus du immer etwas Schnelles kochen kannst. Lebensmittel einzufrieren ist übrigens auch immer eine gute Sache. 

Schau bei deinem nächsten Einkauf mal auf das Verfallsdatum (MHD) und wenn die Sachen lange haltbar sind, nimm auch gerne mal zwei Packungen mehr mit. So sparst du dir zusätzliche Einkäufe und du baust Stück für Stück einen kleinen Vorrat an Essen auf. 

Mit TooGoodToGo kannst du richtig gut bei Backwaren sparen. Restaurants bieten immer öfter vergünstigt ihr Essen an. Schau also, welche Läden bei dir in der Nähe bei TooGoodToGo Angebote haben und ob da was für dich dabei ist. 

Vorratsliste:

  • Nudeln 
  • Pesto 
  • Tomatensauce 
  • Käse (super zum Einfrieren) 
  • Halloumi (hält sich lange) 
  • TK-Gemüse/-Obst (super für Bowls) 
  • Brot/Wrap/Toast (kann auch alles eingefroren werden)
  • Reis 
  • Pizza (für den absoluten Notfall)

Studentenrabatte nutzen

Kommen wir jetzt zum spaßigen Teil, der nur leider schnell teuer werden kann. Mit ein paar Tricks kannst du aber trotzdem bei Freizeitaktivitäten, Kultur und Shopping richtig sparen. Ganz ohne dabei auf etwas verzichten zu müssen.

Museen, Kunstausstellungen und viele kulturelle Einrichtungen bieten ermäßigte Tickets für Studierende und Azubis an. Das gilt genauso für Theater, Opern und Kinos. Oft brauchst du nur deinen Studierendenausweis vorzuzeigen und du zahlst deutlich weniger. Manchmal gibt es auch sogenannte „Studententage“ oder es werden Restkarten kurz vor Beginn der Vorstellung zu stark reduzierten Preisen verkauft.

Nicht nur Kulturangebote sind günstiger: Auch Restaurants, Cafés und Bars in Uninähe werben immer mehr mit Studiabatten oder Mittagsdeals. 

Darüber hinaus gibt es mehrere Apps und Portale, die dir als Studi exklusive Rabatte sichern. Egal ob für Mode, Technik, Reisen oder Lieferservices. Besonders beliebt sind:

  • UNiDAYS
  • Student Beans
  • Iamstudent

Dort findest du regelmäßig Deals für bekannte Marken, Onlineshops und Services. Es lohnt sich, vor jedem größeren Kauf zu prüfen, ob es einen Studierendenrabatt gibt. Du kannst dabei locker mit 10–30 % Rabatt rechnen.

Wenn du dir zum Beispiel vor dem nächsten Semester einen neuen Laptop oder ein Tablet anschaffen möchtest, solltest du gezielt nach „Back to University“-Angeboten Ausschau halten. Viele Technikhersteller und Elektronikhändler starten zum Semesterbeginn Sonderaktionen für Studierende. Hier kannst du also mehrere hundert Euro sparen.

Beim Reisen kannst du durch Aktionen und Gutscheincodes profitieren. Zum Beispiel  FlixBus hat regelmäßig Studentenaktionen oder Gutscheincodes im Angebot. 10–20 % Rabatt wirken im ersten Moment nicht viel. Wenn du aber öfters unterwegs bist, sei es für Heimfahrten, Kurztrips oder Festivalbesuche, summiert sich das schnell.

Ein zusätzlicher Spartipp: Kombiniere Rabatte mit Sale-Aktionen. Wenn ein Shop ohnehin schon Sale-Angebote hat und du zusätzlich deinen Studierendenrabatt einsetzt, bekommst du einen Top-Preis. So kannst du dir auch mal etwas gönnen, ohne ein schlechtes Gewissen.

All in all lässt sich also sagen: Du brauchst nicht gleich eine große eigene Wohnung und jede Woche einen Einkauf im Bioladen. Schau dich nach den Optionen um, die am besten zu dir und deinem Budget passen. 

Helena Hesse

UNICUM-Autor/-in seit 2025

Hey, ich bin Helena. Bis vor Kurzem war ich noch im Bildungsbunker namens Uni. Dort habe ich Medienkultur studiert und unter Verlust vieler Nerven meinen Bachelorabschluss gemacht. Jetzt bin ich Volontärin bei Unicum. Als Volontärin arbeite ich viel im journalistischen Bereich, schreibe Artikel und recherchiere. Zu meinen Aufgaben gehört es auch, unsere Social-Media-Accounts mitzugestalten. Also: Falls ihr keine Lust habt zu lesen, schaut doch einfach mal bei Insta oder TikTok vorbei. Privat mache ich tatsächlich ziemlich das Gleiche: Ich lese sehr viel, bin sehr kreativ und teile meine Eindrücke ebenfalls auf Social Media. Falls ihr auch mal eine Frage zum Studium habt, schreibt mir gerne auf TikTok oder Instagram. Dann kann ich euch hoffentlich weiterhelfen. Bis dahin: viel Spaß beim Lesen oder Doomscrollen.

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