Gap Year Auslandsaufenthalt
Ein Auslandsaufenthalt ist nur eine Möglichkeit, sein Gap Year zu gestalten. | Foto: Halfpoint / Getty Images
Autor

06. Okt 2021

Marvin Kesper

Gap Year & Co.

Gap Year: Alle Infos zum Lückenjahr

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Sechs Gründe
  3. Möglichkeiten
  4. Zeitpunkt
  5. Vorbereitung
  6. Mögliche Länder
  7. Kosten
  8. Alternativen
  9. Häufige Fragen
  10. Überblick

Was ist ein Gap Year?

Gap Year bedeutet aus dem Englischen übersetzt so viel wie “Lücken-Jahr”. Das heißt, dass du, nachdem du zum Beispiel deinen Schulabschluss gemacht hast, eine Pause einlegst, bevor du ins Berufsleben oder in den Unialltag startest. Es bezieht sich also auf die Zeit zwischen zwei Lebensabschnitten. Das Gap Year soll hauptsächlich dazu dienen, die Welt zu erkunden, Erfahrungen zu sammeln oder zu sich selbst zu finden. Wie du dein Gap Year gestaltest, ist völlig offen. Hauptsache ist, dass du es sinnvoll nutzt, um keine unnötige Lücke im Lebenslauf entstehen zu lassen. Viele nutzen das Gap Year, um zu reisen und Auslandserfahrung zu sammeln. Eine ähnliche Bezeichnung für ein Gap Year ist das Sabbatical Year. Es bedeutet ebenfalls, dass du dir eine Auszeit nimmst. Das Sabbatical bezieht sich allerdings eher auf eine Auszeit während deines Berufslebens. 

Zusammengefasst ist ein Gap Year also: 

  • Zeit zwischen zwei Lebensabschnitten, 
  • mit vielen verschiedenen Möglichkeiten
  • zum Beispiel Auslandsaufenthalt, Praktika oder Reisen
  • Sabbatical = Gap Year im Job

Sechs Gründe ein Gap Year zu machen

  1. Neue Sprachen und Kulturen kennenlernen
  2. Die eigene Persönlichkeit stärken
  3. In Ruhe die eigene Zukunft planen
  4. Wichtige Erfahrungen für die Zukunft sammeln
  5. Für sich selbst die perfekte berufliche Zukunft finden
  6. Einfach mal abschalten und den Alltag entschleunigen

Welche Möglichkeiten gibt es für ein Gap Year?

Wie du dein Gap Year gestalten möchtest, bleibt ganz dir überlassen. Es gibt viele Möglichkeiten, um die “Lücke” zu füllen. Wichtig ist aber, dass du die Zeit sinnvoll nutzt, denn nur so kannst du in der Zukunft auf die Erfahrungen aus deinem Gap Year zurückgreifen. 

Auslandsaufenthalt

Einen Auslandsaufenthalt verbinden die meisten mit dem Begriff Gap Year. Mit einem Auslandsaufenthalt kannst du endlich mehr von der Welt sehen als nur den Weg zur Schule oder Uni. Außerdem kannst du dich dabei persönlich weiterentwickeln und neue Sprachen und Kulturen kennenlernen. Möglich ist beispielsweise ein Work & Travel-Aufenthalt im Ausland. Hier reist du durch ein Land, wie zum Beispiel Australien oder Neuseeland, und verdienst dir mit verschiedensten Minijobs Geld für Lebensunterhalt, weitere Reisen oder Freizeitaktivitäten. 

Du hast aber auch die Möglichkeit, ein Auslandspraktikum zu absolvieren. So sammelst du berufliche Erfahrung und bekommst Einblicke in die Arbeitswelt anderer Länder und Kulturen. Vor allem, wenn du später in einem großen internationalen Unternehmen arbeiten möchtest, kannst du hieraus viel für deine spätere berufliche Laufbahn ziehen. Beispielsweise kannst du lernen, wie in dem jeweiligen Land verhandelt wird und welche Dos und Don’ts es gibt. So kannst du deine interkulturelle Kompetenz stärken

Eine weitere Möglichkeit ist es, als Au-pair ins Ausland zu gehen. Hier suchst du dir vorab eine Gastfamilie und kümmerst dich vor Ort um die Kinderbetreuung und leichte Haushaltsarbeiten. Auch hier lernst du viel über die Sprache und die Kultur des jeweiligen Landes. Außerdem dient der Aufenthalt dazu, deine Persönlichkeit und Selbstständigkeit zu fördern

Weitere Möglichkeiten für einen Auslandsaufenthalt sind: 

  • Sprachreisen
  • Weltreisen
  • Freiwilligendienst im Ausland

Probestudium

Für dein Gap Year musst du nicht zwingend ins Ausland. Auch in Deutschland kannst du dein Lücken-Jahr interessant und sinnvoll gestalten. Wenn du dir zum Beispiel noch nicht sicher bist, was du studieren möchtest, kannst du die Zeit für ein Probestudium nutzen. In so einem Studienvorbereitungsjahr kannst du zwei Semester lang einen bestimmten Studiengang studieren und testen, ob das Studium etwas für dich ist. Voraussetzung ist natürlich, dass die Hochschule deiner Wahl ein solches Probestudium anbietet. Vorteil ist, dass du einen späteren Studienabbruch vermeiden kannst, indem du vorab bereits austestest, ob ein Studium und der Studiengang zu dir passt. Außerdem kannst du dir im Nachhinein die Fächer aus dem Probestudium in deinem Hauptstudium anrechnen lassen. Ein Probestudium findest du oft auch unter den Begriffen Orientierungsstudium, studium generale, foundation year oder studium fundamentale.

Freiwilligendienst

Möchtest du gerne mit Menschen oder Tieren zusammenarbeiten, kannst du dein Gap Year für einen Freiwilligendienst nutzen. Dein Freiwilliges Soziales Jahr kannst du zum Beispiel in Krankenhäusern, Kindergärten und Kirchengemeinden absolvieren und so eng mit Menschen zusammenarbeiten und etwas Gutes tun. Wenn dir eher die Arbeit mit Tieren und Pflanzen Spaß macht, wäre das Freiwillige Ökologische Jahr vielleicht etwas für dich. Hier absolvierst du ein Praktikum in einem umweltrelevanten Beruf, wie zum Beispiel in Forstbetrieben, im Naturschutz oder dem Tierschutz. Für die Freiwilligendienste bekommst du übrigens auch ein kleines Taschengeld, das zwischen 180 und 370 Euro im Monat beträgt.


Gap Year Erfahrung


Der perfekte Zeitpunkt für ein Gap Year

Den perfekten Zeitpunkt für ein Gap Year gibt es nicht. Es ist vielmehr von dir selbst abhängig, wann du bereit bist, eine Auszeit zu nehmen. Es bietet sich jedoch an, das Gap Year zwischen zwei Lebensabschnitten einzulegen. Daher bietet sich ein Gap Year zwischen deinem Bachelor- und Masterstudium an.

Gap Year während des Studiums

Sollte dir der ganze Lernstress zu Kopf steigen und du einfach mal eine Pause benötigen, kannst du auch während deines Studiums ein Gap Year einlegen. Hier kannst du bei deiner Hochschule ein Urlaubssemester beantragen. So kannst du deinen Studentenstatus aufrecht erhalten und gleichzeitig ein Gap Year einlegen. Hierfür brauchst du allerdings eine gute Begründung wie zum Beispiel die Absicht eines Auslandssemesters. Auch ohne Urlaubssemester ist ein Gap Year möglich, da du als Studierender flexibel bist und deine Prüfungen oft selbst zurechtlegen kannst. Vorteil ist, dass du deinen Studentenstatus behältst und so weiter die Vorteile genießen kannst, wie zum Beispiel Studentenrabatte oder studentenexklusive Mitgliedschaften.

 

Gap Year zwischen Bachelor- und Masterstudium

Wenn du weißt, dass du an dein Bachelorstudium noch ein Masterstudium anhängen möchtest, aber noch nicht sicher bist, welcher Masterstudiengang zu dir passt, kannst du dich in einem Gap Year neu orientieren und eine Pause zwischen Bachelor und Master einlegen. Durch ein Praktikum oder vielleicht sogar ein Auslandspraktikum kannst du für dich selbst herausfinden, in welche Richtung du deine berufliche Laufbahn lenken möchtest und so den richtigen Masterstudiengang finden. Aber vielleicht brauchst du nach deinem anstrengenden Bachelorstudium auch erstmal eine Auszeit? Dann kannst du dein Gap Year für Urlaub und Reisen nutzen. Ohne Verpflichtungen hast du endlich Zeit die Welt zu sehen und neue Kulturen kennenzulernen. 

Gap Year nach dem Studium

Nach dem Masterstudium hast du es endgültig geschafft! Die Lernbücher kannst du endlich zur Seite legen und erstmal dein Leben genießen. Bevor du also voller Elan ins Berufsleben startest, kannst du mit einem Gap Year die Zeit nutzen, um durch einen Auslandsaufenthalt deine interkulturelle Kompetenz zu stärken, durch ein Praktikum weitere praktische Erfahrungen zu sammeln oder dir durch Sprachkurse und Sprachreisen neue Sprachen anzueignen, die du schon immer mal lernen wolltest. 

Gap Year im Job = Sabbatical

Ungewöhnlich aber auch möglich ist ein Gap Year, während du dich schon mitten im Berufsleben befindest. Wenn du zum Beispiel mit deinem Beruf nicht ganz zufrieden bist und dich neu orientieren oder einfach Energie tanken möchtest, kannst du ein Gap Year oder Sabbatical einlegen. Jedoch ist es im Beruf nicht mehr ganz so leicht wie nach der Schule oder nach dem Studium. Du hast mehr Verpflichtungen, etwa deine eigene Wohnung oder vielleicht sogar eine Familie, um die du dich kümmern musst. Hier ist eine gute Organisation und Planung besonders wichtig. 


 Nice to know: Wusstest du, dass… 

sich ein Gap Year oft gut im Lebenslauf macht? Du zeigst damit, dass du willig bist dich weiterzubilden und auch über deinen Tellerrand hinauszuschauen. Du solltest es also unbedingt in deinem Lebenslauf aufführen und herausstellen, welche Lehren sich für dich daraus ergeben haben. So füllst du die berühmte Lücke im Lebenslauf. 

 

Die richtige Vorbereitung auf ein Gap Year

Eine Pause zwischen zwei Lebensabschnitten solltest du gut planen und nicht einfach blind ins Abenteuer starten. Um gut organisiert zu sein, solltest du auf folgende Dinge achten:

Was möchtest du eigentlich machen?

Zunächst musst du dir darüber im Klaren sein, was du überhaupt in deinem Gap Year machen möchtest. Möchtest du reisen und die Welt entdecken? Internationale Erfahrungen durch Auslandspraktika oder Work & Travel sammeln? Oder ist ein Bundesfreiwilligendienst oder Probestudium etwas für dich? Sobald du weißt, wie du dein Lückenjahr füllen möchtest, kannst du die Planungen vorantreiben. 

Frühzeitig anfangen zu planen

Um nicht unter Zeitdruck zu geraten, solltest du so früh wie möglich anfangen, dein Gap Year zu planen, und zwar nicht erst, wenn du deinen Schulabschluss schon in der Tasche hast, sondern einige Monate vorher. Planst du etwa einen Work & Travel-Aufenthalt, kümmere dich früh genug um eine Agentur, die dir bei der Organisation hilft. Beachte: Auch hier musst du dich vier bist acht Monate vorher bewerben. Außerdem solltest du dich bei einem Auslandsaufenthalt frühestmöglich um deine Flüge kümmern. Nicht, dass du nachher vor Ort alles geplant hast und dann deine Flüge entweder nicht verfügbar sind, oder das Budget sprengen. Tipp: Mach dir eine Check- sowie Packliste. So kannst du strukturiert alle Erledigungen abhaken.

Bewerbungen für Bundesfreiwilligendienste und Praktika solltest du ebenfalls einige Monate vor deinem geplanten Starttermin abschicken. Wenn du erst mit Start deines Gap Year anfängst dich zu bewerben, verlierst du kostbare Zeit und das Jahr ist schneller um, als du denkst. Außerdem gibt es beim Bundesfreiwilligendienst und Probestudium bestimmte Fristen, an die du dich halten musst. 

Voraussetzungen beachten

Für die unterschiedlichen Möglichkeiten, die du in deinem Gap Year hast, gibt es auch verschiedene Voraussetzungen, die du erfüllen musst. Möchtest du zum Beispiel als Au-pair ins Ausland gehen, solltest du dir die Visa- und Einreisebestimmungen des jeweiligen Landes angucken. In einigen Ländern benötigst du zum Beispiel ein Sprachzertifikat, dass du im Vorfeld erwerben musst. Auch Gesundheitszeugnisse sind nicht unüblich. Diese müssen aber aktuell und nicht zu alt sein. Lasse dich also vorher von deinem Arzt durchchecken und dir ein solches Zeugnis ausstellen. 

Möchtest du zu einem Work & Travel-Aufenthalt aufbrechen, musst du oft einen Kontostand mit einer bestimmten Summe vorweisen. Dies ist von Land zu Land unterschiedlich. In Australien musst du mindestens 3.400 Euro mit einem Kontoauszug nachweisen. Damit möchte das Land sichergehen, dass du nicht plötzlich ohne Geld dastehst.


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Gap Year im Ausland: In diesen Ländern ist es möglich

Theoretisch ist ein Gap Year im Ausland in fast allen Ländern der Welt möglich. Für einige Länder gibt es allerdings verschiedene Abkommen, die dir einen Auslandsaufenthalt erleichtern. So gibt es zum Beispiel Working-Holiday-Abkommen mit  folgenden Ländern, um dir einen Work & Travel-Programm in diesen Ländern zu erleichtern:

  • Australien
  • Neuseeland 
  • Kanada 
  • Hongkong 
  • Israel 
  • Japan 
  • Südkorea
  • Taiwan
  • Argentinien
  • Chile
  • Uruguay

Au-pair-Programme oder Sprachreisen konzentrieren sich in den meisten Fällen auf die englischsprachigen Länder, wie zum Beispiel: 

  • USA
  • Kanada
  • Neuseeland
  • Großbritannien 
  • Irland
  • Südafrika.

Doch auch andere europäische Länder sind für Au-pair-Reisen beliebt, wie: 

  • Spanien
  • Norwegen
  • Frankreich
  • Italien

Um ein Studium im Ausland zu absolvieren, kannst du dich an deiner Hochschule nach Partneruniversitäten informieren. Diese Partnerschaften erleichtern einen Studentenaustausch deutlich und nehmen dir einiges an organisatorischen Aufwand ab. 

Diese Kosten kommen auf dich zu

Du merkst: Bei einem Gap Year musst du vieles beachten und das kann auch einiges kosten. Welche Kosten genau auf dich zukommen, kann allerdings nicht pauschal beantwortet werden. Dafür sind die Möglichkeiten, die du in einem Gap Year hast, zu vielfältig. In einigen Tätigkeiten während des Jahres kannst du sogar Geld verdienen, wie bei einem Praktikum oder dem Bundesfreiwilligendienst. Mit deutlich höheren Kosten sind Auslandsaufenthalte verbunden. Fertige frühestmöglich eine Kostenaufstellung an, in der du kalkulierst, wie viel du für Flüge, Zertifikate, Ausrüstung, Verpflegung etc. ausgeben musst. Kalkuliere dabei großzügig, um am Ende eventuell Rücklagen zu bilden. Für ein Studienvorbereitungsjahr kannst du dich beispielsweise auf eines von vielen Stipendien bewerben oder, wenn du die BaföG Voraussetzungen erfüllst, dieses beantragen, um es zu finanzieren. Bei Work & Travel-Aufenthalten kann dich deine Agentur über die anfallenden Kosten am besten informieren und dir auch Finanzierungsangebote machen. Eine Rücklage solltest du allerdings immer haben, um so flexibel auf unvorhersehbare Situationen reagieren zu können. Um alle Kosten begleichen zu können, solltest du früh anfangen, nebenbei Geld zu verdienen

Alternativen zum Gap Year

Wenn du nach deinem Lebensabschnitt kein Lückenjahr einlegen aber trotzdem etwas Neues wagen möchtest, gibt es verschiedene Alternativen zum Gap Year

Praktikum

Du möchtest dich neu orientieren oder einfach ausprobieren, welcher Job etwas für dich sein könnte? Dann kannst du das mit verschiedenen Praktika tun. Dadurch legst du keine Pause ein und lässt keine Lücke in deinem Lebenslauf entstehen. Außerdem kannst du dich so komplett neuen Berufsfeldern widmen und entdeckst dabei eventuell deinen Traumberuf. 

Weiterbildungen

Um dich weiterzuentwickeln, ohne ein Gap Year einzulegen, kannst du verschiedene Weiterbildungen absolvieren. Das geht auch neben Schule, Studium oder Beruf. Beispielsweise kannst du Kurse an der Volkshochschule belegen, um Sprachen zu lernen oder dir einen sicheren Umgang mit verschiedenen Computerprogrammen anzueignen. 

Erstmal Geld verdienen

Wenn du gar keine Idee hast, was du nach dem Schulabschluss machen möchtest, kannst du zuerst anfangen, mit verschiedenen Jobs Geld zu verdienen. So kannst du dir ein finanzielles Polster anlegen, um eventuell später noch ein Auslandsjahr zu absolvieren. Es gibt einige gut bezahlte Nebenjobs, wie zum Beispiel Kellner /-in, Promoter /-in oder Fahrradkurier /-in, mit denen du die Zeit überbrücken kannst. 

Häufig gestellte Fragen zum Gap Year

Ist ein Gap Year eine gute Idee? 

Ob ein Gap Year eine gute Idee ist und zu dir und deiner aktuellen Lebenssituation passt, musst du für dich selbst herausfinden. Wenn du nach einem anstrengenden Lebensabschnitt Erfahrungen sammeln, die Welt sehen oder einfach Energie tanken möchtest, ist ein Gap Year sicherlich eine gute Idee. 

Wie alt muss man für ein Gap Year sein? 

Ein Gap Year bietet sich an, wenn du mindestens dein Abitur in der Tasche hast. Normalerweise bist du dann zwischen 18 und 20 Jahre alt

Wie teuer ist ein Gap Year? 

Wie teuer ein Gap Year ist, kommt ganz darauf an, was du in deinem Gap Year machen möchtest. So solltest du für einen Auslandsaufenthalt mehr Budget einplanen als bei einem Praktikum. Für einen Work & Travel-Aufenthalt in Australien sind zum Beispiel 3.400 Euro Rücklagen Voraussetzung. 

Ist es okay, sich ein Gap Year zu nehmen?

Ja, es ist okay, ein Gap Year zu nehmen. Bei einigen Arbeitgebern /-innen kommt es sogar sehr gut an, wenn du Auslandserfahrung gesammelt oder ein Praktikum in einem Gap Year absolviert hast. Du solltest das Gap Year aber sinnvoll nutzen!

Ist es nach einem Gap Year schwerer an die Uni zu gehen?

Das hängt ganz von dir und deinen Lerngewohnheiten ab. Direkt nach dem Abi an die Uni bringt den Vorteil, dass du das Lernen noch gewöhnt bist und viele theoretische Grundlagen drauf hast. Nach einem Gap Year musst du dir eventuell einige Sachen auffrischen. Dafür gibt es oft aber auch entsprechende Kurse an den Hochschulen. 

Wie viel Geld braucht man für ein Gap Year in Australien?

Um zum Beispiel einen Work & Travel-Aufenthalt in Australien zu absolvieren, musst du mindestens eine Rücklage von 3.400 Euro vorweisen können. Außerdem solltest du noch mehr Budget für Verpflegung, Reisen und Freizeitaktivitäten einplanen. 

Überblick: Was du über das Gap Year wissen musst!

  • Bei einem Gap Year legst du ein Lücken-Jahr ein und füllst es mit sinnvollen Aktivitäten, wie Auslandsaufenthalte, Praktika oder Reisen. 
  • Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, sein Gap Year zu gestalten. Zum Beispiel mit einem Work & Travel oder Au-pair-Aufenthalt oder auch mit einem Praktikum. Hauptsache ist, dass du die Zeit sinnvoll nutzt. 
  • Den perfekten Zeitpunkt für ein Gap Year musst du selbst herausfinden. Es bietet sich aber an, ein Gap Year nach einem Lebensabschnitt, wie dem Abitur oder dem Studium zu absolvieren. 
  • Ein Gap Year solltest du lange vorher planen und auch die Kosten im Blick behalten. Ein Auslandsaufenthalt kann sehr teuer werden. In einem Praktikum oder Freiwilligendienst hingegen kannst du dir sogar etwas dazuverdienen. 

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