Nebenbei Geld verdienen als Student: Die besten Möglichkeiten 2026

03.08.2026  |  Lesedauer: 9 Minuten

Nebenbei geld verdienen

Bild: generiert mit KI

Kurz und knackig:

  • Passend auswählen: Werkstudentenjobs und Hochschulstellen bringen Berufserfahrung, während Minijobs, Nachhilfe und Onlinejobs oft flexibler sind.
  • Grenzen beachten: 2026 liegt die Minijob-Grenze bei durchschnittlich 603 Euro brutto im Monat.
  • Realistisch bleiben: Mit Umfragen und Apps verdienst du eher Taschengeld. Für ein regelmäßiges Einkommen brauchst du meist einen klassischen Nebenjob oder eine gefragte Fähigkeit.

Zwischen Miete, Lebensmitteln, Semesterbeitrag und Freizeit kann das Studierendenbudget schnell knapp werden. Die gute Nachricht: Es gibt deutlich mehr Möglichkeiten als Kellnern oder Regale einräumen. Welche davon zu dir passt, hängt vor allem davon ab, wie viel Zeit du hast, wie flexibel du sein musst und ob du neben Geld auch Berufserfahrung sammeln möchtest.

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Wie kann ich nebenbei Geld verdienen als Student?

Als Student kannst du nebenbei Geld verdienen, indem du angestellt, kurzfristig beschäftigt oder selbstständig arbeitest. Besonders beliebt sind Werkstudentenstellen, Minijobs, Nachhilfe, Hochschuljobs und flexible Online-Tätigkeiten.

Die beste Möglichkeit ist nicht automatisch der Job mit dem höchsten Stundenlohn. Ein gut bezahlter Nebenjob bringt dir wenig, wenn seine Arbeitszeiten ständig mit Seminaren oder Prüfungen kollidieren.

Möglichkeit

Flexibilität

Verdienstpotenzial

Besonders geeignet für

Werkstudentenjob

Mittel

Hoch

Berufserfahrung und regelmäßiges Einkommen

Hochschuljob

Hoch

Mittel

Kurze Wege und Nähe zum Studium

Nachhilfe

Hoch

Mittel bis hoch

Gute Kenntnisse in einem Fach

Gastronomie und Events

Mittel

Mittel

Arbeit am Abend oder Wochenende

Freelancing

Hoch

Mittel bis hoch

Kreative, sprachliche oder technische Skills

Umfragen und Microjobs

Sehr hoch

Niedrig

Kleine Beträge zwischendurch

Verkauf gebrauchter Sachen

Hoch

Unregelmäßig

Schnelles Aussortieren und Geldverdienen

Die Angaben zum Verdienstpotenzial sind eine grobe Orientierung. Entscheidend sind Tätigkeit, Qualifikation, Region, Arbeitszeit und Auftraggeber.

Nebenbei Geld verdienen als Student: Welche Jobs lohnen sich wirklich?

1. Als Werkstudent:in arbeiten

Ein Werkstudentenjob ist besonders sinnvoll, wenn du nicht nur Geld verdienen, sondern auch Erfahrungen für deinen späteren Beruf sammeln möchtest. Du arbeitest beispielsweise im Marketing, in der IT, im Personalwesen, in der Forschung oder im Projektmanagement.

Viele Stellen sind auf 10 bis 20 Wochenstunden ausgelegt. Während der Vorlesungszeit solltest du grundsätzlich nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten, damit dein Studium sozialversicherungsrechtlich weiter im Vordergrund steht. Für Abend-, Wochenend- und Semesterferienarbeit gelten unter bestimmten Voraussetzungen Ausnahmen.

Du knüpfst Kontakte, sammelst Praxiserfahrung und kannst den Job später im Lebenslauf angeben.

Aktuelle Stellen findest du im UNICUM Karrierezentrum.

2. An der Hochschule jobben

Als studentische oder wissenschaftliche Hilfskraft unterstützt du zum Beispiel einen Lehrstuhl, ein Forschungsprojekt, die Bibliothek oder die Verwaltung. Möglich sind auch Jobs als Tutor:in, bei denen du Übungen leitest oder anderen Studierenden Lernstoff erklärst.

Der große Vorteil: Deine Hochschule kennt den Studienalltag. Die Arbeitszeiten lassen sich deshalb häufig besser mit Vorlesungen und Prüfungen abstimmen als bei einem externen Nebenjob.

Mehr dazu erfährst du im UNICUM-Ratgeber zum Arbeiten als studentische Hilfskraft.

3. Nachhilfe geben

Du bist gut in Mathe, Englisch, Statistik oder einem anderen gefragten Fach? Dann kannst du Schüler:innen, Auszubildenden oder anderen Studierenden Nachhilfe geben.

Privat organisierte Nachhilfe ist besonders flexibel. Du vereinbarst deine Termine selbst und kannst sowohl vor Ort als auch online unterrichten. Berücksichtige bei deinem Preis aber nicht nur die Unterrichtsstunde, sondern auch Vorbereitung, Anfahrt und mögliche Absagen.

Du brauchst meistens kaum Startkapital und wiederholst gleichzeitig Grundlagen aus deinem eigenen Fachgebiet.

4. In Gastronomie, Handel oder bei Events arbeiten

Kellnern, an der Kasse arbeiten, Messestände betreuen oder bei Konzerten aushelfen: Diese Jobs eignen sich, wenn du vor allem abends oder am Wochenende Zeit hast.

Für regulär beschäftigte Studierende gilt 2026 grundsätzlich ein gesetzlicher Mindestlohn von 13,90 Euro brutto pro Stunde. Ausnahmen bestehen unter anderem für bestimmte Praktika und selbstständige Tätigkeiten.

Events und Gastronomie können durch Zuschläge oder Trinkgeld attraktiv sein. Dafür sind die Arbeitszeiten oft weniger planbar und körperlich anstrengend.

5. Mit eigenen Fähigkeiten online Geld verdienen

Texte schreiben, Videos schneiden, Social-Media-Posts gestalten, Websites programmieren oder Übersetzungen übernehmen: Viele Aufgaben lassen sich freiberuflich erledigen.

Der Einstieg funktioniert meist über persönliche Kontakte, Empfehlungen, lokale Unternehmen oder seriöse Vermittlungsplattformen. Starte lieber mit einem klaren Angebot als mit „Ich mache alles“. Bei einer selbstständigen Tätigkeit zählt nicht der Umsatz, sondern dein Gewinn nach Betriebsausgaben. Zusätzlich musst du klären, ob du freiberuflich arbeitest oder ein Gewerbe anmelden musst.

Ausführliche Informationen findest du im Artikel Als Student freiberuflich arbeiten.

Beispiele:

  • Texte: Produktbeschreibungen, Blogartikel oder Korrektorat
  • Design: Präsentationen, Social-Media-Grafiken oder Logos
  • Video: Untertitel, Reels und einfache Schnitte
  • IT: Websites, Automatisierungen oder technischer Support
  • Sprachen: Übersetzungen oder Online-Unterricht

6. Bezahlte Umfragen, Produkttests und Microjobs nutzen

Bei Online-Umfragen beantwortest du Fragen zu Produkten, Medien oder deinem Konsumverhalten. Microjob-Apps bezahlen dich beispielsweise dafür, Preise zu dokumentieren, Produkte im Supermarkt zu prüfen oder kleine Datensätze zu bearbeiten.

Das klingt easy, hat aber Grenzen: Du bekommst nicht garantiert regelmäßig Aufträge. Außerdem ist der Verdienst pro Aufgabe häufig niedrig.

Diese Möglichkeiten eignen sich deshalb eher, um Wartezeiten oder freie Abende zu nutzen. Deine komplette Monatsmiete wirst du damit normalerweise nicht finanzieren.

Eine Übersicht findest du in unseren Ratgebern zu bezahlten Umfragen und Apps zum Geldverdienen.

Vorteile

✅ Einfache Online-Umfragen

✅ Gutscheine und Überweisungen

✅ Gelegentliche Produkttests

Nachteile

❌ Nicht immer passende Umfragen

❌ Auszahlung erst ab Mindestbetrag

❌ Kein planbares Einkommen

Vorteile

✅ Verschiedene Verdienstmöglichkeiten

✅ PayPal und Gutscheine möglich

✅ Kostenlose Anmeldung

Nachteile

❌ Nicht für jede Umfrage geeignet

❌ Verdienst kann stark schwanken

❌ Kein regelmäßiges Einkommen

7. Gebrauchtes verkaufen

Kleidung, Bücher, Technik oder Möbel: In vielen WG-Zimmern liegen Dinge herum, die nicht mehr gebraucht werden. Über Verkaufsplattformen oder lokale Flohmärkte kannst du daraus Geld machen.

Das ist allerdings kein dauerhaftes Einkommen. Verkaufst du regelmäßig neue oder gezielt eingekaufte Waren mit Gewinnabsicht, kann daraus eine gewerbliche Tätigkeit werden.

Wie viel darf ich neben dem Studium verdienen?

Minijob-Grenze 2026

Seit dem 1. Januar 2026 liegt die Verdienstgrenze für Minijobs bei durchschnittlich 603 Euro brutto im Monat beziehungsweise 7.236 Euro im Jahr. Beim gesetzlichen Mindestlohn entspricht das ungefähr 43 Arbeitsstunden pro Monat.

Mehrere Minijobs werden zusammengerechnet. Der durchschnittliche Gesamtverdienst darf die Grenze von 603 Euro nicht überschreiten, wenn alle Tätigkeiten Minijobs bleiben sollen.

Verdienst du regelmäßig zwischen 603,01 und 2.000 Euro monatlich, befindest du dich grundsätzlich im sogenannten Übergangsbereich eines Midijobs.

Kurzfristige Beschäftigung

Ein Ferien- oder Aushilfsjob kann als kurzfristige Beschäftigung gelten, wenn er von Anfang an auf höchstens drei Monate oder 70 Arbeitstage im Kalenderjahr begrenzt ist. Für diese Beschäftigungsform gibt es grundsätzlich keine feste Verdienstgrenze.

Das kann interessant sein, wenn du in den Semesterferien für wenige Wochen viel arbeiten möchtest.

Steuern

Der steuerliche Grundfreibetrag liegt 2026 bei 12.348 Euro. Erst wenn dein zu versteuerndes Einkommen darüber liegt, fällt grundsätzlich Einkommensteuer an. Der Bruttoverdienst ist allerdings nicht automatisch mit dem zu versteuernden Einkommen identisch.

Wurde dir Lohnsteuer abgezogen, obwohl dein Jahreseinkommen niedrig war, kannst du dir das Geld möglicherweise über eine Steuererklärung zurückholen. Weitere Tipps findest du in unserem Ratgeber zur Steuererklärung für Studierende.

BAföG

Beziehst du BAföG, wird dein Einkommen innerhalb des Bewilligungszeitraums betrachtet. Bei einem klassischen Angestelltenjob kann ein Verdienst bis zur aktuellen Minijob-Grenze häufig ohne Kürzung möglich sein. Die konkrete Berechnung hängt aber unter anderem von der Einkommensart und deinem Bewilligungszeitraum ab. Die Freibeträge sind in § 23 BAföG geregelt und werden an Veränderungen der Minijob-Grenze angepasst.

Melde deinen Nebenjob dem BAföG-Amt und bewahre Arbeitsverträge sowie Gehaltsabrechnungen auf. So vermeidest du spätere Rückforderungen.

Krankenversicherung und 20-Stunden-Regel

Für Werkstudent:innen ist weniger die Höhe des Einkommens als die Arbeitszeit entscheidend. Arbeitest du während der Vorlesungszeit regelmäßig höchstens 20 Stunden pro Woche, bleibst du in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung grundsätzlich im studentischen Status. Rentenversicherungsbeiträge können trotzdem anfallen.

Bist du über deine Eltern familienversichert, gelten zusätzlich Einkommensgrenzen. Für Minijobs liegt die relevante Grenze 2026 bei 603 Euro; bei anderen Einkommensarten kann eine niedrigere Grenze gelten. Lass deine Krankenkasse deshalb prüfen, welche Regelung auf dich zutrifft.

Woran erkenne ich unseriöse Angebote?

Mal ehrlich: Niemand zahlt dir mehrere Hundert Euro dafür, täglich ein paar Minuten auf dein Smartphone zu tippen. Besonders bei Onlinejobs solltest du skeptisch werden, wenn dir außergewöhnlich hohe Einnahmen ohne Erfahrung oder Aufwand versprochen werden.

Achte auf diese Warnsignale:

  • Du sollst vor dem ersten Auftrag Geld bezahlen.
  • Du musst kostenpflichtige Kurse oder Starterpakete kaufen.
  • Das Geschäftsmodell besteht hauptsächlich darin, neue Mitglieder anzuwerben.
  • Ansprechpartner, Unternehmen oder Vertragsbedingungen bleiben unklar.
  • Du sollst dein Konto für fremde Überweisungen zur Verfügung stellen.
  • Dir werden sichere Gewinne mit Kryptowährungen oder Trading versprochen.
  • Du wirst zu einer schnellen Entscheidung gedrängt.

Suche nach dem vollständigen Unternehmensnamen, prüfe das Impressum und lies den Vertrag. Verschicke Ausweiskopien, Steuerdaten oder Bankinformationen erst, wenn du weißt, mit wem du es zu tun hast.

Welche Möglichkeit passt zu mir?

Stelle dir vor der Jobsuche drei Fragen:

  1. Wie viel Zeit habe ich wirklich? Plane Prüfungsphasen, Fahrtzeiten und Vorbereitungsaufwand mit ein.
  2. Brauche ich ein festes Einkommen? Dann sind Werkstudentenstellen, Hochschuljobs oder Minijobs sinnvoller als Umfragen und Verkäufe.
  3. Was bringt mir der Job später? Ein fachnaher Nebenjob kann beim Berufseinstieg wertvoller sein als ein etwas höherer Stundenlohn ohne Bezug zu deinem Studium.

Du musst dich auch nicht für eine Lösung auf Dauer entscheiden. Ein kurzfristiger Ferienjob kann beispielsweise eine finanzielle Lücke schließen, während du später nach einer passenden Werkstudentenstelle suchst.

Häufige Fragen zum nebenbei Geldverdienen als Student

Welcher Nebenjob ist für Studierende am besten?

+
Das hängt von deinem Ziel ab. Möchtest du Berufserfahrung sammeln, ist eine Werkstudentenstelle meist besonders sinnvoll. Brauchst du maximale Flexibilität, können Nachhilfe, Hochschuljobs oder freiberufliche Aufträge besser passen.

Wie viel darf ich als Student steuerfrei verdienen?

+
Der steuerliche Grundfreibetrag beträgt 2026 insgesamt 12.348 Euro. Entscheidend ist jedoch dein zu versteuerndes Einkommen und nicht allein dein Bruttolohn. Bei Minijobs gelten außerdem eigene steuerliche Regelungen.

Wie viele Stunden darf ich neben dem Studium arbeiten?

+
Für den Werkstudentenstatus gilt während der Vorlesungszeit grundsätzlich die Grenze von 20 Wochenstunden. In den Semesterferien sowie bei bestimmten Abend-, Nacht- und Wochenendtätigkeiten sind zeitlich begrenzte Ausnahmen möglich.

Wird mein Nebenjob auf das BAföG angerechnet?

+
Einkommen oberhalb der anrechnungsfreien Beträge kann dein BAföG reduzieren. Dabei zählt das Einkommen im gesamten Bewilligungszeitraum. Informiere das BAföG-Amt deshalb frühzeitig über Veränderungen.

Kann ich mit Online-Umfragen genug zum Leben verdienen?

+
In der Regel nicht. Umfragen, Produkttests und Microjobs eignen sich eher für kleine Zusatzeinnahmen. Für planbare monatliche Kosten ist ein regelmäßiger Nebenjob zuverlässiger.

Darf ich mehrere Minijobs gleichzeitig haben?

+
Ja, mehrere Minijobs sind grundsätzlich möglich. Die Verdienste werden jedoch zusammengerechnet und dürfen 2026 durchschnittlich nicht mehr als 603 Euro pro Monat betragen, wenn es bei Minijobs bleiben soll.

Muss ich als Freelancer:in Steuern zahlen?

+
Bei einer selbstständigen Tätigkeit musst du deine Einnahmen und Betriebsausgaben dokumentieren. Ob tatsächlich Einkommensteuer anfällt, hängt von deinem gesamten zu versteuernden Einkommen ab. Zusätzlich solltest du klären, ob du eine freiberufliche oder gewerbliche Tätigkeit ausübst.

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