Pomodoro-Technik
So macht lernen wieder Spaß! Die Pomodoro-Technik hilft dir dabei! | Foto: Massonstock/Getty Images
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20. Jul 2018

Lisa Beitz

Lerntipps

Pomodoro-Technik: Mit Tomaten-Arbeitseinheiten die Produktivität steigern

Warum Pomodoro-Technik?

Der Italiener Francesco Cirillo entwickelte die Zeitmanagement-Methode in den 1980er Jahren. Cirillo war selbst Student und hatte viele verschieden Aufgaben und Deadlines vor sich. Der Druck belastete ihn so stark, dass er sich einfach nicht dazu durchringen konnte, überhaupt mit irgendetwas anzufangen. Ein Gefühl, das bestimmt viele von uns kennen.

Aus seiner Überforderung heraus, entwickelte er einen Selbstversuch, um seine Aufschieberitis zu überwinden. Er holte seine Küchenuhr aus dem Schrank und stellte sie auf 25 Minuten, in denen er voll konzentriert durcharbeiten wollte. In dieser noch nicht einmal halben Stunde, schaffte Cirillo mehr als sonst an einem ganzen Tag.

Dazu nutzte er übrigens eine Küchenuhr in Tomaten-Form – eine Pomodoro (italienisch für Tomate) also.

Pomodoro-Technik – 25 Minuten geballte Konzentration

Die Technik ist wirklich einfach. Alles was du brauchst, ist eine Küchenuhr, ein Wecker oder den Timer auf deinem Handy. Auch eine Sanduhr eignet sich gut und sieht auch noch schick auf deinem Schreibtisch aus.

Alle Arbeiten werden in 25 Minuten Arbeitseinheiten unterteilt und nach jeder Einheit wird eine fünfminütige Pause gemacht. Zuerst notierst du dir kurz, was du alles erledigen musst. Stelle dann deinen Wecker auf 25 Minuten und starte mit der ersten Aufgabe. Sobald die 25 Minuten vorbei sind und der Wecker klingelt, hake auf deiner Liste ab was du alles geschafft hast und gönne dir fünf  Minuten Pause. Dieses Intervall von 25 plus fünf Minuten Pause wird "Pomodori" genannt.

Nach der Pause arbeitest du wieder genauso weiter. Nach der vierten Pomodori-Einheit hast du dir eine große Pause von 20 bis 30 Minuten verdient. Danach geht’s wieder weiter mit einer neuen Viererrunde.

Während der Arbeitsphasen konzentrierst du dich ausschließlich auf eine Aufgabe. Multitasking ist tabu! Während dieser Phasen darf dich nichts anderes ablenken, du konzentrierst dich 25 Minuten lang nur auf eine Sache. In den Pausen darfst du machen was du möchtest – Handy an, dein Lieblingslied hören, ein lustiges Video angucken oder kurz an die frische Luft gehen.

Wenn dir 25 Minuten zu lang vorkommen, kannst du das Arbeitsintervall auch auf nur zehn oder 15 Minuten verkürzen.

Pomodoro-Zyklus – Arbeiten und Pausieren

Die Aufteilung der Aufgaben in kleine Schritte erleichtert dir das Beginnen und dein Berg an Aufgaben wirkt weniger bedrohlich. Durch die kurzen Zeitintervalle der Pomodori-Einheiten erhöht sich deine Motivation. Außerdem sorgen die vielen kleinen Pausen für Entspannung ohne schlechtes Gewissen. Die Impulse, direkt im Internet zu surfen oder auf dein Smartphone zu schauen werden herabgesetzt und auch dein Zeitgefühl verbessert sich. Mit der Pomodoro-Technik lernst du wieder konzentriertes und fokussiertes Arbeiten ohne Unterbrechungen der allgemeinen Zeitfresser.

Zeitfresser ausschalten!

Im Internet gibt es zahlreiche Tools und Apps die dir dabei helfen, die Zeit auch konsequent einzuhalten. Es gibt browserbasierte Pomodoro-Timer zum Beispiel "Tomato-Timer" oder "Tomatotimers". Hier kannst du auch deine Pausenzeiten einstellen, die dich daran erinnern, auch wieder rechtzeitig mit der Arbeit weiterzumachen. Als Chrome-Nutzer gibt es mit "Strict-Workflow" nicht nur eine Timer-Funktion, es werden 25 Minuten lang alle anderen Webseiten gesperrt. Also kommst du nicht in Versuchung auf anderen Seiten "mal eben schnell was nachzuschauen".

Auch mit deinem Smartphone kannst du dich kontrollieren. Als Android-Nutzer kannst du dich mit der App "Clear Focus" gut organisieren. Für die Apple-Fraktion bietet die App "Flat-Tomato" gute Möglichkeiten dazu. Beide Apps geben dir einen Überblick über die Pomodoro-Phasen, Pausenzeiten und deinen persönlichen Fortschritt.

Wenn du dein Smartphone als Timer benutzt, empfiehlt es sich außerdem, während der Arbeitszeit den Flugmodus einzustellen. So bist du offline und dich lenken keine eingehenden Nachrichten oder Anrufe ab.

 

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