Auslands-BAföG
Auslandssemester in NYC, anyone? Auslands-BAföG macht's möglich! | Foto: oneinchpunch/Thinkstock
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09. Feb 2018

Jennifer Schreder

Geld & Finanzen

Auslands-BAföG: Die Finanzspritze für deinen Auslandsaufenthalt

BAföG? Bekomm ich doch sowieso nicht…

Falsch gedacht! Auslands-BAföG kannst du zunächst einmal unabhängig davon beantragen, ob du sonst reguläres BAföG beziehst. Denn auch wenn du im Inland keinen Anspruch hast, stehen die Chancen gut, dass du zumindest einen Zuschuss für deinen Auslandsaufenthalt bekommst. Grund dafür sind die erhöhten Kosten, die ein Auslandsauenthalt mit sich bringt. Dazu zählen zum Beispiel Reisekosten, zusätzliche Beiträge zur Krankenversicherung und Studiengebühren. Je nach Land können außerdem Auslandszuschläge hinzukommen. Diese richten sich danach, wie hoch die Lebenshaltungskosten in deinem Aufenthaltsland liegen.

Auslands-BAföG beantragen

Antragstellung

Idealerweise stellst du bereits 6 Monate vor Beginn deines Auslandsaufenthaltes einen entsprechenden Antrag bei dem für dein Wunschland zuständigen Auslandsamt. Ein formloser Antrag reicht fürs Erste meistens aus. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit einen Antrag auf Vorabentscheid zu stellen. Mit dem wird die Förderfähigkeit der Ausbildung dem Grunde nach festgestellt, also ob du ganz allgemein einen Anspruch auf die Förderung deines Auslandsaufenthalts hättest. Die Antragstellung beim Auslands-BAföG läuft ähnlich wie die beim Inlands-BAföG über die sogenannten Formblätter.  Alle Formblätter, die du für deinen Antrag brauchst, kannst du auf der Website des Bildungsministeriums für Bildung und Forschung herunterladen. Bekommst du bereits BAföG musst du in dem gesonderten Antrag auf Auslands-BAföG allerdings deine bisherige Fördernummer angeben.

Wichtige Dokumente

Weitere wichtige Dokumente, die du benötigst sind eine vorläufige Einschreibungsbescheinigung (auch: Certificate of Enrolement). Eine Immatrikulationsbescheinigung musst du entsprechend nach Studienbeginn nachreichen. Wenn du im Ausland ein Praktikum machst, musst du stattdessen eine Praktikumsbescheinigung einreichen. Wird dein Studium oder Praktikum durch ERASMUS gefördert, musst du auch das nachweisen. Außerdem wird regelmäßig eine Mietbescheinigung bzw. Erklärung zur Unterkunft im Ausland gefordert. Nicht vergessen solltest du im Hinblick auf dein Auslandsstudium auch das sogenannte Learning Agreement. Das ist eine Vereinbarung zwischen deiner Heimuniversität und Zieluniversität darüber, welche Lerninhalte du dir nach deinem  Auslandsaufenthalt anrechnen lassen kannst und stellt sicher, dass dein Auslandsaufenthalt auch deinem Studienziel dient.

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Und wenn das nicht reicht?

Neben dem Studium oder Praktikum zu jobben ist auch beim Auslands-BAföG zulässig. Wie auch beim regulären BAföG gilt hier die 450-Euro-Grenze. Alles was darüber hinausgeht, wird auf deine Förderung angerechnet. Du solltest jedoch dringend darauf achten, dass du für dein Aufenthaltsland eine entsprechende Arbeitsgenehmigung hast. Deine Erasmus-Förderung kannst du bis zu einer Höhe von 300 Euro übrigens parallel zum Auslands-BAföG beziehen.

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