Honeycomb: The World Beyond im Test: Forschungsreise mit kleinen Macken

Honeycomb: The World Beyond ist eines dieser Spiele, bei denen ich eigentlich nur kurz die Umgebung erkunden wollte und plötzlich ziemlich viel Zeit damit verbracht habe, fremde Tiere zu beobachten, Pflanzen zu scannen und mit dem Hoverboard über Sota7 zu düsen. Die wunderschöne Welt und das ungewöhnliche Bioengineering machen richtig Spaß. Auf der PS5 bremsen allerdings der fummelige Basisbau, eine nicht immer intuitive Steuerung und einige Bugs den Forscherdrang.
Im Überblick
• Stärke: Sota7 sieht fantastisch aus und bietet deutlich unterschiedliche Biome.
• Highlight: Tiere und Pflanzen lassen sich kreuzen und zu neuen Varianten weiterentwickeln.
• Praktisch, aber nicht perfekt: Mit dem Hoverboard kommst du schneller über Sota7, auch wenn die Steuerung etwas träge reagiert und man überraschend oft vom Board fällt.
• Nervig auf PS5: Basisbau und Menüführung fühlen sich stellenweise nach einer PC-Oberfläche mit Controller an.
• Technik: Kleinere Bugs und UI-Probleme verhindern momentan noch den ganz runden Eindruck.
Was ist Honeycomb: The World Beyond überhaupt?
In Honeycomb: The World Beyond schlüpfst du in die Rolle der Bioingenieurin Hennessy O'Quinn. Im Auftrag der EON Corp reist sie auf den fremden Planeten Sota7, um dessen Ökosystem zu untersuchen und Erkenntnisse zu sammeln, die der Menschheit helfen könnten. Statt mit einem Waffenarsenal ziehst du vor allem mit Scanner und wissenschaftlichen Werkzeugen los.
Die PS5-Version ist seit September 2026 erhältlich. Im offiziellen PlayStation Store wird das Spiel als Einzelspieler-Abenteuer mit Erkundung, Basisbau, Survival und Bioengineering beschrieben.
Gibt es in Honeycomb klassische Kämpfe?
Nicht wirklich. Honeycomb setzt viel stärker auf Forschen, Beobachten und Ausprobieren als auf Kämpfen. Gefährliche Tiere gibt es trotzdem und die sehen teilweise deutlich harmloser aus, als sie sind.
Genau das passt für mich erstaunlich gut zum Spiel. Ich hatte nicht permanent das Gefühl, die nächste Kreatur besiegen zu müssen. Stattdessen wollte ich wissen: Was ist das? Kann ich es scannen? Was passiert, wenn ich zwei Arten miteinander kombiniere?
Lohnt sich Honeycomb auf der PS5?
Ja, wenn du Erkundung, Survival und entspannteres Experimentieren magst. Die eigentlichen Spielsysteme machen Spaß und Sota7 ist ein Planet, auf dem ich gern unterwegs war.
Die Einschränkung ist aktuell vor allem die Bedienung. Gerade Basisbau und Tool-Auswahl könnten auf der PS5 deutlich komfortabler funktionieren.
Warum macht die Welt von Sota7 so viel Spaß?
Für mich ist die Welt ganz klar die größte Stärke von Honeycomb: The World Beyond. Sota7 ist bunt, einladend und angenehm fremdartig. Vor allem unterscheiden sich die einzelnen Biome deutlich genug voneinander, dass sich die Erkundung nicht nach derselben Landschaft mit einem anderen Farbfilter anfühlt.
Das motiviert enorm. Hinter dem nächsten Hügel kann eine komplett andere Vegetation warten, neue Tiere tauchen auf und plötzlich gibt es wieder Pflanzen oder Ressourcen, die ich vorher noch nicht gesehen habe.
Auch andere Tests heben die farbenfrohen Umgebungen hervor. Senses lobt in seinem Review unter anderem die detaillierten Landschaften sowie Wettereffekte wie Regen und Nebel.
Vor allem funktioniert dadurch der eigentliche Gameplay-Loop: entdecken, scannen, sammeln, zurück zur Basis, experimentieren und dann wieder raus.

Screenshot: Frozen District , Snail Games
Wie gut sind Tiere, Kreuzungen und Bioengineering?
Sehr gut – und ziemlich schnell ziemlich niedlich.
Einige der Tiere auf Sota7 sehen aus, als wären sie hauptsächlich dafür entwickelt worden, dass ich ihnen hinterherlaufe und sie streicheln möchte. Das Problem: Nicht alles, was süß aussieht, findet mich ebenfalls süß. Manche Begegnung endet deshalb weniger kuschelig als erwartet.
Richtig interessant wird das Ganze durch das Kreuzungssystem. Tiere und Pflanzen sind nicht nur Dekoration oder Ressourcenlieferanten. Sie sind Teil deiner Forschung. Bei Tieren kannst du Vertrauen aufbauen und später unterschiedliche Varianten miteinander kreuzen. Dadurch entstehen neue Hybride. Pflanzen lassen sich ebenfalls kombinieren und mit neuen Eigenschaften versehen.
Und genau hier hat mich Honeycomb am meisten gekriegt. Man möchte ausprobieren, was noch möglich ist. Welche Kombination funktioniert? Wie sieht der Nachwuchs aus? Welche Eigenschaften kommen dabei heraus?
Dadurch fühlt sich das Entdecken neuer Arten nicht irgendwann bedeutungslos an. Ein neues Tier ist potenziell gleichzeitig ein neues Experiment. Das gibt dem Sammeln und Erkunden deutlich mehr Sinn als in vielen Survival-Spielen, in denen ich irgendwann nur noch auf der Suche nach Material Nummer 37 bin.
Wie fühlt sich die Fortbewegung auf Sota7 an?
Zu Fuß funktioniert das Movement angenehm flüssig und unkompliziert. Mit dem Hoverboard wird die Erkundung deutlich schneller. Ganz so geschmeidig, wie es zunächst aussieht, fährt es sich aber nicht.
Wenn die Strecke frei ist, macht es Spaß, mit mehr Tempo über Sota7 zu cruisen. Gerade auf längeren Wegen ist das Board eine willkommene Abwechslung zum Laufen.
Allerdings reagiert die Lenkung für meinen Geschmack etwas verzögert. Dazu kommt, dass ich gerade an kleineren Hindernissen oder unebenem Gelände überraschend oft vom Board geflogen bin. Das nimmt dem eigentlich coolen Fortbewegungsmittel immer wieder etwas den Flow.
Ganz problemlos ist das Hoverboard also nicht. Andere Tests berichten beispielsweise von Kollisionen mit Pflanzen und Hindernissen. Zusammen mit der leicht verzögerten Lenkung und den häufigen Abflügen sorgt das dafür, dass die Fahrt nicht immer so locker von der Hand geht, wie ich es mir gewünscht hätte. Trotzdem nutze ich das Board gern, wenn ich längere Strecken zurücklegen muss.
Warum nervt der Basisbau auf der PS5?
Hier verwandelt sich mein entspanntes Forscherleben leider gelegentlich in ein kleines Geduldsexperiment. Der Basisbau auf der PS5 kann wirklich gruselig sein. Eigentlich gefällt mir die Idee: Ich kann meine Forschungsstation aus verschiedenen Modulen zusammensetzen und immer weiter ausbauen. In der Praxis wollte ein Raum bei mir aber teilweise einfach nicht dort stehen, wo ich ihn platzieren wollte. Warum? Keine Ahnung.
Das Spiel teilt einem nicht immer nachvollziehbar mit, was genau das Problem ist. Irgendwann stellt man fest: Da ist offenbar ein kleiner Hügel im Weg.
Das wäre halb so wild, wenn Sota7 aus perfekt ebenen Baugrundstücken bestehen würde. Tut es aber natürlich nicht. Eine wirklich große, gerade Fläche zu finden, kann schon die erste Herausforderung sein. Dass Räume dann beim Platzieren kommentarlos streiken, macht das Ganze unnötig frustrierend.
Schade ist das vor allem deshalb, weil die Basis eigentlich ein wichtiger Bestandteil des Spiels ist. Hier forsche ich, produziere Materialien und bereite meine nächsten Expeditionen vor. Auch int.ent sieht beim Basis- und Informationsdesign noch Verbesserungspotenzial, etwa bei Übersichten zu Wasser- und Energieverbrauch.
Wie gut funktioniert die PS5-Steuerung?
Beim normalen Herumlaufen habe ich wenig auszusetzen. Sobald aber Inventar, Tools und Untermenüs ins Spiel kommen, merkt man meiner Meinung nach ziemlich deutlich, dass Honeycomb ursprünglich eher mit Maus und Tastatur im Hinterkopf gedacht wurde.
Einige Werkzeuge verstecken sich in Untermenüs oder brauchen unnötig viele Eingaben, bis ich endlich das in der Hand habe, was ich eigentlich benutzen möchte.
Das klingt nach einer Kleinigkeit. In einem Spiel, in dem ich Scanner, Sammelwerkzeuge und andere Geräte ständig brauche, summiert sich diese Reibung aber.
Damit bin ich offenbar nicht allein: Der Test von int.ent kritisiert die Controller-Menüführung und berichtet davon, dass Auswahlmarkierungen teilweise unklar reagieren oder Bedienhinweise fehlen.
Das eigentliche Spiel funktioniert also auch mit Controller – die Bedienoberfläche könnte aber dringend noch eine Runde Konsolen-Optimierung vertragen.
Wie technisch sauber läuft Honeycomb?
Während meiner Zeit auf Sota7 sind mir außerdem immer wieder kleinere Bugs begegnet.
Nichts davon hat mir das Spiel grundsätzlich kaputtgemacht. Es sind eher diese kleinen Momente, bei denen man merkt: Ein bisschen zusätzlicher Feinschliff würde Honeycomb guttun.
Auch das deckt sich mit anderen Launch-Reviews. Gaming Sanctum berichtet unter anderem über UI- und Kollisionsprobleme sowie kleinere Fehler bei einzelnen Interaktionen.
Das sollte man gerade kurz nach Release im Hinterkopf behalten. Honeycomb wirkt auf mich nicht unfertig aber eben auch noch nicht überall komplett poliert.
Für wen lohnt sich Honeycomb: The World Beyond?
Honeycomb: The World Beyond lohnt sich vor allem für dich, wenn du lieber entdeckst als kämpfst.
Das Spiel funktioniert dann am besten, wenn du dir Zeit nimmst. Tiere beobachten, neue Pflanzen finden, unbekannte Regionen erkunden und anschließend in der eigenen Basis ausprobieren, was sich aus den ganzen Entdeckungen machen lässt – daraus zieht Honeycomb seinen Reiz.
Wer dagegen permanente Action oder ein extrem komfortables Konsolen-Interface erwartet, dürfte momentan weniger glücklich werden. Senses beschreibt Honeycomb ebenfalls als eher ruhiges und teilweise bewusst langsames Survival-Abenteuer.
Mein Fazit zu Honeycomb: The World Beyond auf PS5
Honeycomb: The World Beyond hat mich vor allem mit seiner Welt bekommen. Sota7 ist bunt, abwechslungsreich und macht mich ständig neugierig darauf, was hinter der nächsten Ecke wartet. Die Tiere sind teilweise absurd süß und das Experimentieren mit Hybriden motiviert. Das Hoverboard ist für längere Wege praktisch und kann Spaß machen, die etwas träge Lenkung und häufige Abflüge verhindern aber, dass es sich wirklich durchgehend geschmeidig anfühlt.
Gleichzeitig merkt man der PS5-Version an einigen Stellen an, dass noch Luft nach oben ist. Der Basisbau kann unnötig frustrierend werden, Menüs und Tool-Auswahl fühlen sich mit dem Controller stellenweise umständlich an und kleinere Bugs tauchen immer wieder auf.
Trotzdem hatte ich deutlich mehr Spaß als Frust.
Wenn Frozen Way bei Bedienung, Basisbau und Bugs noch etwas nachbessert, steckt in Honeycomb ein richtig schönes Survival-Spiel für alle, die lieber fremde Ökosysteme erforschen als alles umzuhauen, was sich bewegt.
Was ist Honeycomb: The World Beyond?
Gibt es klassische Kämpfe?
Lohnt sich die PS5-Version?
Was ist das Highlight?
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