KI im Studium: Für viele Studierende längst Alltag

Bild: generiert mit KI
Ob für die Recherche, zum Brainstormen oder als Lernhilfe: Künstliche Intelligenz gehört für viele Studierende inzwischen ganz selbstverständlich zum Studium dazu. Das zeigt eine Befragung des CHE Centrum für Hochschulentwicklung aus dem Wintersemester 2025/26.
Insgesamt wurden 28.584 Studierende aus wirtschafts- und rechtswissenschaftlichen Studiengängen sowie aus der Sozialen Arbeit befragt. Das Ergebnis: 81 Prozent nutzen KI mindestens einmal pro Woche für ihr Studium. Fast die Hälfte, nämlich 46,5 Prozent, greift sogar täglich auf KI-Tools zurück. Nur 2,4 Prozent geben an, KI überhaupt nicht zu nutzen.
Wofür wird KI im Studium genutzt?
Ganz vorne steht die Recherche: 68 Prozent nutzen KI regelmäßig, um sich einen Überblick über ein Thema zu verschaffen. Danach folgen Brainstorming und Ideenfindung mit 60 Prozent. Jede zweite befragte Person setzt KI außerdem regelmäßig als eine Art Tutor oder Lernpartner ein.
Wie intensiv KI genutzt wird, hängt allerdings stark vom Studienfach ab. In Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftspsychologie, Wirtschaftsingenieurwesen und BWL verwenden mehr als 90 Prozent der Befragten KI regelmäßig. In der Sozialen Arbeit sind es 69,2 Prozent, in der Rechtswissenschaft 52,5 Prozent.
Bei den Hochschulen gibt es noch Luft nach oben
Während KI für viele Studierende bereits zum Alltag gehört, schneiden die Angebote der Hochschulen zum richtigen Umgang mit KI nur mittelmäßig ab. Im Durchschnitt vergeben die Befragten dafür 3,3 von 5 Sternen. Knapp 30 Prozent bewerten das vorhandene Angebot sogar nur mit einem oder zwei Sternen.
Entsprechend wünschen sich viele mehr Unterstützung: 58 Prozent möchten mehr Lernangebote rund um KI, zum Beispiel zum richtigen Prompten. 59 Prozent wünschen sich Zugang zu KI-gestützten Lernangeboten, die stärker auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten sind.
Besonders wichtig sind den Studierenden aber klare Spielregeln: 70 Prozent wünschen sich Richtlinien zum ethischen Umgang mit KI und zum Schutz persönlicher Daten.
Und KI bei Prüfungen?
Hier sind sich Studierende deutlich weniger einig. 46 Prozent stehen dem Einsatz von KI bei Prüfungsleistungen eher oder völlig offen gegenüber. 31 Prozent lehnen ihn ab, weitere 24 Prozent sind unschlüssig.
Das zeigt: Es geht längst nicht mehr darum, ob KI im Studium genutzt wird. Viel wichtiger ist die Frage, wie Hochschulen damit umgehen. Studierende brauchen nicht nur Zugang zu den Tools, sondern auch das Wissen, wie sie KI sinnvoll, kritisch und verantwortungsvoll einsetzen können.
Wichtig bei der Einordnung: Ein direkter Vergleich mit früheren CHE-Befragungen ist nur eingeschränkt möglich, da in den einzelnen Jahren unterschiedliche Studienfächer untersucht wurden.
Die ganze Studie findest du hier.
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