Lernmittel Studie
Erst lernen, dann schlemmen? So machen es die wenigsten Studierenden | Foto: Unsplash/Becca Tapert
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12. Mär 2018

Ann-Christin Kieter

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Studie: Diese Lernmittel nutzen Studis am liebsten

Lernmittel-Studie: Papier schlägt Tablet und Co.

Digitales Lernen? Joa, kann man machen. Muss man aber nicht. Die gute alte Probeklausur oder das vom Prof liebevoll zusammengeschusterte Skript sind noch immer die beliebtesten Unterlagen im Lern-Marathon an der Uni. 85 beziehungsweise 79 Prozent nutzen sie häufig, so das Ergebnis einer Umfrage des Start-ups PlusPeter GmbH (früher mal PrintPeter) unter 5.000 Studierenden. Ein Lernskript liegt dabei im Schnitt vier Monate auf dem Studi-Schreibtisch. Online-Mitschriften hingegen werden nur hin und wieder mal hinzugezogen. Jede/r Fünfte nutzt sie nie. Trotzdem hat Cecil von Kroy, CEO von PlusPeter, im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von 15 Prozent bei der Beliebtheit von E-Learning-Angeboten beobachtet und ist sich sicher: "Die Generation Z wächst mit digitalem Lernen auf, sodass es in Zukunft immer mehr wird." 

Lieber die Unterlagen von anderen

Auch wenn Studierende grundsätzlich auf Papier stehen: Eigenes Material ist nicht so beliebt wie das von anderen. Nur etwa jede/r Zweite nutzt häufig seine Mitschriften aus den Vorlesungen und Seminaren. Karteikarten sind ähnlich (un)beliebt. Interessant: Gleichzeitig sagen aber stolze 89 Prozent, dass sie mit der eigenen Zusammenfassung am effektivsten arbeiten können. Lernskripte folgen in Sachen Effektivität mit 75 Prozent auf dem zweiten Platz. Was auch gar nicht geht: Lerngruppen. Nur jede/r dritte Befragte tut sich häufig mit Leidensgenossen zusammen.   


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Woher kommt die Motivation beim Lernen?

Ein weiteres Thema der Umfrage war die Lern-Motivation der Studierenden. Drei Viertel gaben an, dass ein gut sortierter Lernstoff sie am besten motiviere, dicht gefolgt von einem "Gefühl von Effizienz und Fokus auf das Wesentliche", das 67 Prozent gerne spüren. Der direkte Konkurrenzkampf mit den Kommilitonen spornt hingegen nur etwa jede/n Fünfte/n an. Auch kleine Belohnungen helfen nur wenigen (22 Prozent) im Lernstress weiter.  

Und wie entsteht der größte Frust?

In Sachen Frust-Faktoren in der Prüfungsphase sind sich die Studierenden nicht wirklich einig. Fast zu gleichen Teilen sind es die Punkte "Zweifel, ob genug getan wurde" (29 Prozent), "fehlende Selbstmotivation" (25,6 Prozent), "die Masse an Lernstoff" (25,4 Prozent) und "schlechtes Zeitmanagement" (20,2 Prozent), die unzufrieden machen.

Fazit: Der Mix aus on- und offline macht’s

Auch wenn heute immer mehr Lernmaterial digital verfügbar ist, braucht es wohl noch ein bisschen, bis sich die Studierenden an die neue Art des Lernens gewöhnt haben und endgültig von Papier auf digitale Ressourcen umsteigen. Antworten in Freitextfelder haben beispielsweise gezeigt, dass sich Studierende wünschen, dass der Stoff online zuverlässig verfügbar ist, gleichzeitig aber auch nicht ohne ihre handschriftlichen Aufzeichnungen auskommen.  

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