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21. Jun 2016

Archiv

UNICUM Foto-Schule: Bilder retten und archivieren - Teil 1

Barbara Wollny von HP und Martin Brödl von posterXXL wissen Rat!

1. WAS KANN ICH TUN, WENN ICH AUF MEINEN BILDERN NACHTRÄGLICH DAS SOGENANNTE „DIGITALE RAUSCHEN“, ALSO ABWEICHENDE PIXEL IM FOTO, ODER UNSCHÄRFEN ENTDECKE?

"Sollte es passieren, dass in einem Bild abweichende Pixel auftreten, kann man versuchen, es per Bildverarbeitungsprogramm zu minimieren. Allerdings ist das nachträgliche Entfernen des Rauschens sehr aufwendig und bringt selten das gewünschte Ergebnis: Man kann die fehlerhaften Pixel zwar ausgleichen, meist funktioniert dies aber nicht ohne Qualitätsverlust des Fotos. Unter Umständen wird das Bild durch die Bearbeitung unscharf.

Ein Verfahren, um Fotos im Nachhinein zu schärfen, ist die sogenannte Unscharf-Maskierung oder auch selektive Schärfe. Allerdings wird der Informationsgehalt des Bildes durch das Schärfen nicht erhöht. Die gängigen Bildbearbeitungsprogramme bieten diese Möglichkeit. Beim Unscharf-Maskieren können drei Bild- Parameter verändert werden: die Stärke, der Radius und der Schwellenwert. Wichtig ist jedoch, dass die Schärfung des Bildes erst nach allen anderen Bearbeitungsschritten."

2. Kann man unerwünschte Details verschwinden lassen?

"Unerwünschte Details im Bild kann man mittels gängiger Bildbearbeitungsprogramme entfernen oder zumindest abschwächen. Bei auffällig farbigen Objekten, die den Schwerpunkt im Bild vom Hauptmotiv ablenken, empfiehlt es sich, die Farbintensität abzuschwächen und den Fokus wieder auf das eigentliche Motiv zu richten. Elemente, die das Bild stören, aber sonst nicht auffällig sind (zum Beispiel ein Papierschnipsel in einer Landschaft, Hautunreinheiten etc.) können mit anderen Elementen aus dem Bild überlagert werden und verschwinden so.

Nutzt man die gängigen Bildbearbeitungsprogramme besteht die Möglichkeit, den sogenannten Kopierstempel einzusetzen, der Farben und Muster von einer vorher definierten Aufnahmestelle zu einer per Mausklick zu bestimmenden Einfügestelle kopiert. Noch unauffälliger funktioniert diese Retusche mit einer großflächigen Kopie der entsprechenden Bildebene und anschließendem Anpassen per Ebenenmaske."

3. WO UND WIE SOLLTE ICH MEINE BILDER AM BESTEN SPEICHERN?

"Die SD-Karten der Kameras sind nicht dafür ausgelegt, Dateien wie Bilder dauerhaft zu speichern, zumal sie eine deutlich kürzere Lebensdauer als andere Speichermedien haben. Hier kann es schon nach wenigen Jahren zu Datenverlust kommen. Wenn möglich sollten Fotos nicht auf dem Computer gespeichert werden, da aufgrund ihrer Dateigröße sehr viel Platz benötigt wird. Zudem können die Bilder durch Schäden am PC leicht verloren gehen.

Beim Bildformat ist in der Regel ein JPG- oder RAW-Format zu empfehlen, da es sich leichter weiterverarbeiten lässt. Das Speichern von Fotos auf einer externen Festplatte ist insgesamt eine der einfachsten Möglichkeiten, seine Fotos dauerhaft festzuhalten. Sie ist einfach und schnell an den PC angeschlossen und die Bilder lassen sich zügig kopieren und archivieren."

4. Sollten Fotos auch physisch vorhanden sein?

"Fotoabzüge sind heute langlebiger als noch vor einigen Jahren. Ob Fotos auch physisch vorhanden sein sollten, hängt aber von dem jeweiligen Fotografen ab. Viele präferieren einen Ausdruck, denn so kann sich die volle Wirkung eines Fotos entfalten. Am Computer betrachtet, wirke viele Bilder oft weniger emotional denn als Abzug.

Wer seine Bilder nicht in einem Schuhkarton unter dem Bett verstauben lassen möchte, hat bei Online-Fotoservices wie Snapfish by HP zahlreiche Möglichkeiten individuelle Fotoprodukte zu gestalten. Gerade als Alternative zu Abzügen bietet sich ein 10x15 Zentimeter großes Foto-Taschenbuch an. Dieses handliche Fotobuch benötigt keine aufwendigen Layouts und Anordnungen, hier kann man ein Titelbild individualisieren und mit Text versehen und muss dann lediglich die Reihenfolge der Fotos bestimmen."

Barbara Wollny, Pressesprecherin der HP Imaging & Printing Group

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