Masterstudiengang
Wer die Wahl hat, hat die Qual: Mastertypen im Überblick | Foto: Thinkstock/g-stockstudio

UNICUM Jobtest

04.02.2016

Jobtest

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08. Mai 2017

Wiebke Mönning

Masterstudium

Welcher Masterstudiengang passt?

Der "klassische" Master

Das Standardmodell des Masterstudiums erfolgt an einer Hochschule, meist auf einen passenden Bachelor aufbauen. Je nach Voraussetzung des gewünschten Studiengangs könnt ihr aber auch im Master noch eine andere Richtung einschlagen. Inzwischen beschränken viele Hochschulen den Zugang zum Master mit einem NC. Eventuell verlangen sie auch eine Bewerbung mit Motivationsschreiben und laden zum Auswahlgespräch ein.

  • Dauer: normalerweise vier Semester, teilweise auch nur drei
  • Vorteile:  volle Konzentration aufs Studium, ganz normales Studentenleben
  • Nachteile: keine Arbeitserfahrung mitnehmen

Konsekutiver Master

Wer tiefer in die Materie seines Studienfachs einsteigen will, kann den konsekutiven Master wählen. Er baut auf den Grundlagen des Bachelors auf. Voraussetzung ist dementsprechend ein Bachelorabschluss im gleichen oder einem ähnlichen Fach. Damit die gesamte Regelstudienzeit fünf Jahre nicht überschreitet, darf ein konsekutiver Master nicht länger als vier Semester dauern.

Nichtkonsekutiver Master

Der nichtkonsekutive Master ist für alle gedacht, die sich neu orientieren wollen. Denn diese Studiengänge bauen nicht auf dem vorangegangenen Bachelor auf. Studenten, die einen ingenieurwissenschaftlichen Bachelor gemacht haben, können so zum Beispiel einen wirtschaftswissenschaftlichen Master dranhängen.

Beim nichtkonsekutiven Master wird kein fachliches Vorwissen verlangt, wichtig ist nur ein Hochschulabschluss. Deshalb gibt es keine Begrenzung der Gesamtstudienzeit. Nichtkonsekutive Masterstudiengänge sind wie die konsekutiven entweder anwendungsorientiert oder forschungsorientiert.


Dualer Master

Das Studium teilt sich in Theorie an der Hochschule und Praxis im Unternehmen auf. Ob sich beide Phasen in Blöcken abwechseln oder tageweise integriert sind, hängt von der Hochschule ab. Geläufiger ist das Block-Modell. Wie der klassische Master baut auch der duale meist konsekutiv auf einem Bachelor auf. Das Angebot an dualen Masterstudiengängen ist noch begrenzt. Branchen, die das duale Studium schon anbieten, sind die Technikbranche, Wirtschaft und das Sozialwesen.

  • Dauer: normalerweise vier Semester, teilweise kürzer
  • Vorteile:  Erfahrung im Job sammeln, Vergütung für die Arbeit im Unternehmen, oft kleine Jahrgänge und somit individuelle Förderung
  • Nachteile: zeitintensiv, keine Semesterferien, sondern abgezählte Urlaubstage, eventuell zwei Wohnsitze

Master im Fernstudium

Der Name ist Programm: Es kommt ohne Anwesenheit auf dem Campus einer Hochschule aus. Fachwissen wird durch audiovisuelle und schriftliche Lehrmaterialien vermittelt. Ausnahmslos alle Fern-Unis bieten einen virtuellen Campus an. So ist der Austausch mit Kommilitonen wie Mentoren möglich und Materialien können hoch- und runtergeladen werden.

  • Dauer: keine vorgesehene Regelstudienzeit, meist ist ein Master nicht unter vier Semestern zu schaffen
  • Vorteile: parallel zum Job möglich, selbstbestimmtes Lerntempo, geht manchmal auch ohne Bachelorabschluss
  • Nachteile: viel Selbstdisziplin nötig, kaum Kontakt zu Mitstudenten, meist längere Dauer

Master im Ausland

Bologna-Prozess sei Dank ist das Studium im europäischen Ausland relativ problemlos machbar und der Abschluss wird international anerkannt. Viele Unis bieten sogar extra Masterstudiengänge für Auslandsstudierende an. So ist meist nur ein Sprachnachweis für Englisch nötig. Fähigkeiten in der Landessprache können dennoch gefordert sein. Wenn ihr innerhalb Europas bleibt, könnt ihr Auslands-BAföG beantragen. Achtung: Die Bewerbungsfristen im Ausland sind oft deutlich eher als in Deutschland! Und vergesst nicht, euch über Dinge wie ein Visum zu informieren.

  • Dauer: zwei bis vier Semester
  • Vorteile: andere Spezialisierungsmöglichkeiten, oft mehr Praxisbezug und Interaktion, häufig kürzere Studiendauer, Auslandserfahrung
  • Nachteile: Studiengebühren schwanken, gerade außerhalb der EU und in Großbritannien können sie sehr hoch sein, neues Hochschul- und Studiensystem, häufig höhere Lebenshaltungskosten

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