Wohnungssuche
Ein bisschen Geduld gehört bei der Suche nach einer Bleibe dazu | Foto: Thinkstock/Halfpoint
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04. Jun 2012

Björn Schneider

Wohnen

Wohnungssuche: Tipps und Tricks

Vom Suchen und Finden der Wohnung am Studienort

Früh mit der Suche beginnen

Manch einer sucht eine billige Schlafmöglichkeit oder legt keinen Wert auf die Wohngegend, ein anderer wiederum kann sich mehr leisten und will eine eigene Wohnung. Eines aber solltest du in jedem Fall tun, egal was du sucht: rechtzeitig mit der Suche beginnen und voreilige Entscheidungen vermeiden. Damit du gut informiert und aufgeklärt auf die Suche gehen kannst, haben wir hier ein paar wichtige Hinweise und Tipps für dich.

München, Hamburg – oder lieber Eichstätt?

Klar, ein Studium in Hamburg, München oder Düsseldorf ist trendiger und attraktiver als in Eichstätt oder Furtwangen. Das Problem: In den beliebten Groß- und Uni-Städten ist das Angebot an bezahlbaren Wohnungen sehr gering und hart umkämpft. Am schwierigsten und vor allem am teuersten ist es im Moment in München. Darauf folgen Frankfurt und Stuttgart.

Die bayerische Landeshauptstadt steht seit Jahren an der Spitze der Tabelle. Quadratmeter-Preise von bis zu 20 Euro für eine normale Single-Wohnung sind dort keine Seltenheit. Wenn es den angestrebten Studiengang auch an einer anderen Uni in einer günstigeren Stadt mit besserem Wohnungsmarkt gibt, wieso nicht darauf ausweichen?

Es muss ja nicht gerade eine Stadt in ländlicher Einöde sein, ein Blick in Richtung "neuer Bundesländer" genügt oft schon. Doch auch hier gibt es Unterschiede: Während Leipzig einen regelrechten Hype erlebt, die Mieten dort steigen und Wohnraum knapper wird, gibt es in den meisten ostdeutschen Uni-Städten noch viele leerstehende Wohnungen. Die Mietpreise sind dementsprechend niedrig. "Städte mit Wohnungsknappheit wie München, Hamburg oder Frankfurt sollte man meiden und stattdessen auf ostdeutsche Universitäten ausweichen", rät Eckard Pahlke, Vorsitzender des Mietervereins Hamburg.

Übrigens kommt es laut Pahlke nicht darauf an, zu welchem Zeitpunkt im Jahr du sucht, im Sommersemester und Wintersemester sind die Chancen gleich gut oder schlecht.

Wo finde ich eine passende Wohnung?

Möchtet du in ein Studentenwohnheim ziehen, ist das örtliche Studentenwerk für dich die erste Anlaufstelle. Die Studentenwerke verwalten einen Großteil der Wohnheime. Es gibt aber auch noch eine Reihe anderer Träger, die dann die Bewerbung direkt beim Wohnheim verlangen.

Viele Angebote für WG-Zimmer und 1-Zimmer-Wohnungen findet du neben den Wohnungsanzeigen der lokalen Tageszeitung (meist an zwei Tagen in der Woche) vor allem in den Stadtzeitungen, Studentenzeitschriften und am Schwarzen Brett der Unis selbst. Du solltest die "Schnipselleiste" am Schwarzen Brett auf jeden Fall aufmerksam durchgehen, viele gute und günstige Angebote gehen in der Menge der Inserate einfach unter. Am Schwarzen Brett werden vor allem sehr oft Nachmieter für WG-Zimmer gesucht.

Natürlich kannst du auch unsere Wohnungsbörse oder WG-Börse nutzen oder dich durch ähnliche Online-Portale klicken und dort nach einer passenden Bleibe suchen. Die Online-Suche geht schnell, kostet nichts und ist damit immer eine gute Alternative.

Wohnungssuche: Was viele nicht wissen

Vor allem in großen Städten wie Berlin oder München gibt es außerdem spezielle Agenturen und Mitwohnzentralen, die Wohnraum vermitteln. Diese wollen allerdings auch Geld von dir sehen, wenn die Suche erfolgreich war. Damit du am Monatsende keine böse Überraschung erlebst, solltest du unbedingt in den aktuellen Mietspiegel (Website der Stadt, Mietvereine, Deutscher Mieterbund) mit örtlichen Vergleichsmieten schauen. Dann habt du den direkten Vergleich und man kann dich nicht so leicht übers Ohr hauen.

Eine weitere Möglichkeit bieten die Wohnungsgenossenschaften. Diese vermitteln meistens sehr preisgünstige Wohnungen. Dafür müsst du aber Anteile an dieser Genossenschaft kaufen. Die Höhe der Kosten für diese Anteile sind nicht einheitlich und unterscheiden sich von Stadt zu Stadt. Nach dem Auszug bekommt du das Geld natürlich zurück. In Deutschland gibt es über 2.000 Wohnungsgenossenschaften, die etwa zwei Millionen Wohnungen verwalten. "Man sollte sich die örtlichen Genossenschaften heraussuchen und sich bei ihnen – sollte aktuell kein Wohnraum zur Verfügung stehen – auf die Warteliste setzen lassen", rät Eckhard Pahlke. Weiterer Vorteil: Solltest du eine Wohnung vermittelt bekommen, musst du keine Provision zahlen.

Bevor du dich nun gezielt auf die Suche machst, musst du wissen, was du suchst. Möglichkeiten, als Student zu wohnen, gibt es viele. Egal ob Wohnheim, WG oder Wohnung: Das weitere Vorgehen hängt stark davon ab, was du genau willst. Denn die Suche nach einem WG-Zimmer gestaltet sich anders als nach einem Platz im Wohnheim.


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