EA Sports FC 27 im Test: Endlich wieder ein EA FC, das richtig Spaß macht?

Foto: EA
Jedes Jahr ein neues EA FC, jedes Jahr dieselbe Frage: Lohnt sich der Kauf überhaupt noch? Nach zwei eher enttäuschenden Vorgängern war meine Vorfreude auf EA Sports FC 27 überschaubar. Doch diesmal hat EA tatsächlich an den richtigen Stellen geschraubt. Das Gameplay macht wieder Spaß, der Karrieremodus ist deutlich interessanter geworden und mit The Grounds gibt es frischen Wind. Perfekt ist der virtuelle Fußball trotzdem noch lange nicht.
Es gab Zeiten, da war die Veröffentlichung eines neuen FIFA für mich fast wie ein Feiertag. Neues Spiel einlegen, Lieblingsverein auswählen und erst einmal schauen, was sich verändert hat. In den vergangenen Jahren ist diese Vorfreude allerdings zunehmend verschwunden. Zu oft fühlten sich die Neuerungen eher nach kosmetischen Anpassungen als nach echten Verbesserungen an.
Mit EA Sports FC 27 scheint Electronic Arts diesen Trend endlich durchbrechen zu wollen. Statt einfach nur an ein paar Stellschrauben zu drehen, hat der Entwickler einige der größten Baustellen seiner Fußballsimulation angepackt.
Nach meinen ersten Erfahrungen steht für mich fest: FC 27 macht vieles besser als FC 25 und FC 26. Vor allem auf dem Rasen fühlt sich das Spiel erfrischend anders an. Und selbst der Karrieremodus, der jahrelang etwas stiefmütterlich behandelt wurde, hat endlich wieder richtig gute Argumente für eine weitere Saison. Aber der Reihe nach.
Steckbrief: EA Sports FC 27
Getestet auf PS5

Cover der Ultimate Plus Edition
Bild: Electronic Arts
Release
25. September 2026
Early Access mit Ultimate Edition ab 18. September
Entwickler / Publisher
EA Vancouver / Electronic Arts
Plattformen
- PS5
- PS4
- Xbox Series X|S
- Xbox One
- PC
- Nintendo Switch
- Nintendo Switch 2
Preis (UVP Standard Edition)
79,99 € PS5, Xbox Series X|S
69,99 € PC
Altersfreigabe
12USK ab 12 Jahren
EA Sports FC 27 im Test: Das Wichtigste auf einen Blick
- Gameplay: Deutlich abwechslungsreicher als in den Vorgängern. Kopfbälle sind wieder effektiver und verschiedene Spielstile führen zum Erfolg. Hohe Steilpässe und Flachschüsse sind teilweise noch zu stark.
- Karrieremodus: Dank neuer Vertragsklauseln, realistischerer Transferverhandlungen und direkter Rückleihoptionen macht die Vereinsplanung endlich wieder richtig Spaß.
- The Grounds: Der neue Straßenfußballmodus sorgt mit Eins-gegen-eins- und Zwei-gegen-zwei-Partien für Abwechslung. Die verpflichtende Open World ist allerdings nicht jedermanns Sache.
- Menüführung: Zu viele verschachtelte Untermenüs machen die Bedienung unnötig kompliziert. Hier braucht EA dringend eine Generalüberholung.
- Updates und Bugs: Die angekündigte Zurückhaltung bei großen Gameplay-Patches ist positiv. Technische Fehler und kleinere Bugs müssen trotzdem noch behoben werden.
- Gesamteindruck: EA Sports FC 27 ist für mich deutlich besser als FC 25 und FC 26 und macht endlich wieder richtig Lust auf virtuellen Fußball.
Pro & Contra
Wertung: 8/10
+Das gefällt uns
- Deutlich abwechslungsreicheres Gameplay, mehrere Spielstile führen zum Erfolg
- Flanken und Kopfbälle sind wieder eine echte Waffe
- Karrieremodus mit realistischen Transfers, Vertragsklauseln und Rückleihoptionen
- The Grounds bringt mit 1-gegen-1 und 2-gegen-2 frischen Wind
- EA hält sich bei großen Gameplay-Patches bislang zurück
–Das nervt
- Verschachtelte, teils träge Menüführung
- Hohe Steilpässe und flache Schüsse noch zu stark
- Bugs und KI-Aussetzer im Karrieremodus
- Open World in The Grounds ist Pflicht, kein Direktzugang zu den Partien
- Ultimate Team bleibt eng mit Mikrotransaktionen verbunden
EA FC 27 Gameplay: Endlich mehr als nur die eine Erfolgsformel
Fangen wir mit dem Wichtigsten an: dem Fußball selbst. Und hier hat mich EA FC 27 tatsächlich positiv überrascht. Das Gameplay fühlt sich in diesem Jahr abwechslungsreicher, kontrollierter und insgesamt einfach besser an.
Was mich in den vergangenen Teilen besonders gestört hat, war die oft sehr dominante Meta. Gemeint ist damit eine bestimmte Spielweise, mit der man besonders erfolgreich ist. Hatte man diese einmal gefunden, liefen viele Partien nach einem ähnlichen Muster ab. Dieselben Angriffe, dieselben Laufwege und am Ende häufig auch dieselben Tore. Natürlich wird es auch in FC 27 wieder besonders effektive Taktiken geben. Aber zumindest bisher habe ich das Gefühl, dass deutlich mehr Spielweisen zum Erfolg führen können.
Du kannst dich mit schnellen Kombinationen durch die gegnerische Defensive spielen, über die Außenbahnen angreifen oder mit einem gut getimten Steilpass deine Stürmer auf die Reise schicken. Auch das Spiel mit Flanken und Kopfbällen ist endlich wieder eine ernsthafte Option.
Gerade die Kopfbälle gefallen mir deutlich besser als in den vergangenen Jahren. Während Flanken in früheren Teilen häufig wenig erfolgversprechend waren, lohnt es sich jetzt wieder, einen kopfballstarken Stürmer im Strafraum zu suchen. Dazu passen die überarbeiteten Eckbälle. Hier kannst du nicht nur die Flugbahn bestimmen, sondern auch deine Spieler im Strafraum gezielter positionieren. Das erfordert zunächst etwas Eingewöhnung, eröffnet aber interessante Möglichkeiten.
Mehr Kontrolle bedeutet auch mehr Verantwortung
Eine weitere wichtige Veränderung betrifft das Verteidigen. EA hat die automatische Unterstützung der Defensive im kompetitiven Gameplay reduziert. Wer sich bisher darauf verlassen hat, dass die KI schon irgendwie den gegnerischen Angriff stoppt, muss umdenken. Stellungsspiel, rechtzeitiges Umschalten und gut getimte Zweikämpfe sind wichtiger geworden. Das kann gerade am Anfang frustrieren, macht erfolgreiche Defensivaktionen aber auch befriedigender.
Gleichzeitig agieren Mitspieler im Angriff intelligenter. Laufwege wirken nachvollziehbarer und es ergeben sich häufiger Möglichkeiten, die gegnerische Defensive mit kreativen Pässen auseinanderzuziehen.
Ganz ohne Schwächen funktioniert das alles allerdings nicht. Hohe Steilpässe und flache Vollspannschüsse sind meiner Meinung nach teilweise noch zu effektiv. Gerade wenn ein Angreifer einmal durchgebrochen ist, lassen sich bestimmte Situationen ziemlich konsequent ausnutzen. Auch bei der Balance zwischen Offensive und Defensive ist also noch Luft nach oben.
Trotzdem stimmt für mich diesmal das Gesamtgefühl. Ein gut herausgespieltes Tor fühlt sich verdient an und nicht nur wie das Ergebnis einer erfolgreich abgespulten Tastenkombination. Und genau das habe ich in den vergangenen Jahren vermisst.
Bitte, EA: Lasst das Gameplay diesmal in Ruhe!
So zufrieden ich mit dem Gameplay aktuell bin, eine gewisse Skepsis bleibt. Schließlich kennen langjährige FIFA-Fans das Problem: Zum Release fühlt sich der neue Teil frisch und anders an. Man probiert neue Taktiken aus, gewöhnt sich an die Veränderungen und hat richtig Spaß.
Und dann kommen die ersten großen Updates. Plötzlich funktionieren bestimmte Spielzüge nicht mehr, die Geschwindigkeit verändert sich und erfolgreiche Taktiken werden über Nacht deutlich schwächer. Nach ein paar Wochen hat man das Gefühl, wieder dieselbe Version wie im vergangenen Jahr zu spielen.
Deshalb gehört eine Ankündigung von EA für mich zu den besten Nachrichten rund um FC 27. In einem offiziellen Entwickler-Update hat das Studio erklärt, zumindest in der frühen Phase nach Veröffentlichung deutlich vorsichtiger mit grundlegenden Gameplay-Anpassungen umgehen zu wollen. Statt sofort auf jede vermeintlich übermächtige Spielmechanik zu reagieren, soll sich zunächst zeigen, wie sich die verschiedenen Spielweisen entwickeln.
Das ist aus meiner Sicht genau der richtige Ansatz. Natürlich müssen Bugs behoben und offensichtlich übermächtige Mechaniken gegebenenfalls abgeschwächt werden. Aber bitte nicht wieder das gesamte Gameplay umkrempeln, nur weil nach zwei Wochen eine besonders erfolgreiche Taktik die Runde macht.
Bislang hält EA an dieser Linie fest. Auch das Update vom 7. Oktober verzichtete auf Änderungen an der grundlegenden Gameplay-Balance. Ob das langfristig so bleibt, muss sich zeigen. Die Richtung gefällt mir aber ausgesprochen gut.
Karrieremodus: Endlich fühlen sich Transfers nach Fußballgeschäft an
Während Ultimate Team jahrelang im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stand, mussten sich Fans des Karrieremodus häufig mit vergleichsweise kleinen Neuerungen zufriedengeben. Mit FC 27 hat EA hier endlich einen größeren Schritt gemacht.
Besonders das überarbeitete Transfersystem gefällt mir richtig gut. Verpflichtungen bestehen nicht mehr nur daraus, eine Ablösesumme anzubieten und anschließend über das Gehalt zu verhandeln. Stattdessen gibt es deutlich mehr Möglichkeiten, Transfers individuell zu gestalten.
So lassen sich beispielsweise Rückkaufoptionen, Weiterverkaufsbeteiligungen, leistungsabhängige Boni und Ratenzahlungen vereinbaren. Auch Vorkaufsrechte und unterschiedliche Wechselzeitpunkte spielen jetzt eine Rolle. Das klingt auf den ersten Blick nach vielen kleinen Details. In der Praxis verändert es das Spielgefühl aber spürbar.
Rückleihoptionen sind ein echtes Highlight
Besonders gelungen finde ich die Möglichkeit, Spieler direkt nach ihrer Verpflichtung an ihren bisherigen Verein zurückzuverleihen. Solche Vereinbarungen sind im echten Fußball längst üblich. Ein Verein sichert sich frühzeitig ein vielversprechendes Talent, lässt es aber zunächst noch bei seinem bisherigen Club Erfahrungen sammeln. Genau diese Option hat mir im Karrieremodus bisher gefehlt.
Jetzt kann ich meine langfristige Kaderplanung deutlich flexibler gestalten. Ein junger Spieler muss nicht sofort einen Platz in meiner Mannschaft bekommen, nur weil ich ihn bereits verpflichtet habe.
Auch die Möglichkeit, Ablösesummen über mehrere Jahre zu verteilen, sorgt für zusätzliche strategische Tiefe. Gerade bei kleineren Vereinen wird es dadurch interessanter, mit einem begrenzten Budget zu arbeiten. Natürlich kann man solche Möglichkeiten auch ausnutzen. Trotzdem ist es schön, dass die Transferverhandlungen endlich etwas näher an der Realität sind.
Mehr Realismus, aber noch nicht ohne Fehler
Auch die KI-gesteuerten Vereine sollen intelligenter auf dem Transfermarkt handeln. Dabei berücksichtigt das Spiel unter anderem die langfristige Kaderplanung und die Rivalität zwischen Clubs. Das verbessert die Atmosphäre. Man bekommt stärker das Gefühl, tatsächlich Teil eines Fußballgeschäfts zu sein, in dem nicht jeder Spieler zu jedem Verein wechseln möchte.
Allerdings funktioniert das nicht immer überzeugend. Unrealistische Ablösesummen, fragwürdige Entscheidungen der KI und gelegentliche Probleme bei Verhandlungen zeigen, dass das neue System noch nicht vollständig ausgereift ist.
Hinzu kommen einige Bugs, die den Spaß am Karrieremodus stellenweise ausbremsen. Manche Abläufe wirken noch fehleranfällig und nicht jede Reaktion eines Spielers oder Vereins ist nachvollziehbar. EA hat bereits erste Probleme durch Updates behoben. Trotzdem sollte hier weiter nachgebessert werden.
Auch bei anderen Neuerungen zeigt sich Licht und Schatten. So können sich Spielerbewertungen durch Form, Moral und Fitness dynamischer verändern. Das ist grundsätzlich spannend, benötigt aber eine nachvollziehbare Balance, damit Veränderungen nicht willkürlich wirken. Eine vollständige Neuerfindung des Karrieremodus ist FC 27 deshalb nicht. Viele grundlegende Strukturen sind weiterhin dieselben.
Aber zum ersten Mal seit längerer Zeit habe ich wieder richtig Lust, nicht nur eine Saison zu spielen, sondern einen Verein langfristig aufzubauen. Und das ist für mich vielleicht das größte Kompliment, das man diesem Modus machen kann.
The Grounds: FIFA Street trifft auf eine kleine Open World
Die auffälligste Neuerung von FC 27 ist ohne Zweifel The Grounds. EA versucht damit, den bisherigen Clubs-Modus um eine offene, soziale Spielwelt zu erweitern. Statt ausschließlich über klassische Menüs zwischen den Aktivitäten zu wechseln, bewegst du dich mit deinem eigenen Spieler durch verschiedene Stadtviertel.
Die drei Bezirke orientieren sich an Fußballkulturen aus Großbritannien, Frankreich und Argentinien. Überall gibt es Plätze, Herausforderungen und andere Spieler. Das erinnert ein wenig an die Open-World-Ansätze aus NBA 2K, kombiniert mit dem Straßenfußballgefühl der alten FIFA-Street-Spiele. Die Idee gefällt mir grundsätzlich gut.
Besonders die kleinen Spielformen machen Spaß. Ob im direkten Eins-gegen-eins oder gemeinsam mit einem Mitspieler im Zwei-gegen-zwei: Die kurzen Partien bringen eine willkommene Abwechslung zum klassischen Elf-gegen-elf. Hier stehen schnelle Entscheidungen, enge Räume und individuelle Fähigkeiten im Mittelpunkt. Ein gelungenes Dribbling oder ein schön herausgespieltes Tor kann fast noch mehr Freude bereiten als im großen Stadion.
Dazu kommen Drei-gegen-drei-Partien, Rush und verschiedene Minispiele mit teilweise ungewöhnlichen Regeln. Das Ganze ist angenehm unkompliziert, sobald der Ball endlich rollt. Eine kurze Runde zwischendurch funktioniert genauso gut wie mehrere Spiele hintereinander.
Warum muss ich dafür erst durch eine Stadt laufen?
So viel Spaß mir die eigentlichen Spiele in The Grounds machen, so wenig überzeugt mich eine andere Entscheidung von EA. Warum muss ich überhaupt erst in eine Open World, wenn ich eigentlich nur eine Runde Zwei-gegen-zwei spielen möchte?
Versteht mich nicht falsch: Die Idee einer gemeinsamen Fußballwelt hat durchaus ihren Reiz. Mit Freunden herumzulaufen, neue Aktivitäten zu entdecken und den eigenen Spieler weiterzuentwickeln, kann motivieren. Aber nicht jeder möchte vor einer Partie erst durch eine virtuelle Stadt navigieren.
Immerhin gibt es eine Schnellreisefunktion, mit der sich bestimmte Spielfelder direkt über die Karte erreichen lassen. Das macht die Wege kürzer und erspart unnötiges Herumlaufen. Mein grundsätzliches Problem löst sie allerdings nicht.
Ich würde mir wünschen, dass EA den Spielern die Wahl lässt: Entweder man betritt die offene Spielwelt oder man entscheidet sich direkt über ein klassisches Menü für den gewünschten Spielmodus. Einfach Zwei-gegen-zwei auswählen, Mitspieler suchen und loslegen. Ganz ohne Umwege. Gerade wenn ich nur eine halbe Stunde spielen möchte, ist mir ein schneller Zugang zu den Partien wichtiger als eine virtuelle Shoppingtour durch The Grounds.
Auch technisch ist noch nicht alles rund. Andere Tests berichten von längeren Wartezeiten, Verbindungsproblemen und teilweise träge reagierenden Menüs. The Grounds hat also Potenzial, braucht aber noch Feinschliff.
Übrigens: Der neue Modus ist nur auf PS5, Xbox Series X/S, PC und Nintendo Switch 2 verfügbar. Wer auf einer älteren Konsolengeneration spielt, muss darauf verzichten.
Menüs: Für EA FC braucht man langsam einen eigenen Studiengang
Wenn wir schon über Menüs sprechen, kommen wir zu einem meiner größten Kritikpunkte. Ich finde, EA Sports FC braucht dringend eine grundlegende Überarbeitung seiner Benutzeroberfläche.
Nicht, weil die Menüs grundsätzlich schlecht aussehen würden. Optisch präsentiert sich das Spiel durchaus modern. Das Problem ist vielmehr die Navigation.
Über die Jahre sind immer mehr Spielmodi, Funktionen, Untermenüs und Einstellungsmöglichkeiten hinzugekommen. Und statt das Ganze übersichtlicher zu machen, scheint EA einfach immer weitere Ebenen ergänzt zu haben. Das Ergebnis: Manchmal habe ich das Gefühl, ich müsste erst ein Studium in EA-FC-Menüführung absolvieren, bevor ich die gewünschte Funktion finde.
Natürlich kann man argumentieren, dass die verschiedenen Modi mittlerweile deutlich komplexer sind als früher. Aber gerade deshalb wäre eine intuitive Bedienung so wichtig.
Manchmal wünsche ich mir tatsächlich die alten FIFA-Menüs zurück. Die waren vielleicht nicht besonders spektakulär, aber man wusste zumindest sofort, wo man hinmusste. Ein paar Klicks und man war im Spiel.
Heute verliert man sich dagegen gelegentlich in einer Mischung aus Untermenüs, Informationsfenstern, saisonalen Aufgaben und Einstellungen. Besonders ärgerlich wird das, wenn Menüs auch noch träge reagieren oder unnötige Ladezeiten dazukommen.
Damit bin ich übrigens nicht allein. Auch andere Tests, etwa von COMPUTER BILD und XboxDynasty, kritisieren verschiedene Schwächen bei Navigation und Bedienkomfort.
Für den nächsten Teil wünsche ich mir deshalb ausnahmsweise keine weitere große Neuerung, sondern etwas ganz Einfaches: weniger Klicks bis zum Anpfiff.
Ultimate Team: Viel Bekanntes und ein paar sinnvolle Neuerungen
Natürlich darf bei einem neuen EA FC auch Ultimate Team nicht fehlen. Der beliebte Sammelkartenmodus bleibt ein zentraler Bestandteil des Spiels und bekommt ebenfalls einige Veränderungen.
Neu ist unter anderem die FUT Gallery, in der du Spieleritems sammeln und thematische Sets vervollständigen kannst. Außerdem wurden bestimmte Squad Building Challenges vereinfacht.
Gerade die überarbeiteten SBCs sind eine willkommene Erleichterung. Statt immer eine komplette Mannschaft mit zahlreichen Bedingungen zusammenzustellen, lassen sich manche Aufgaben jetzt deutlich direkter erledigen. Das reduziert zumindest an einigen Stellen den Verwaltungsaufwand.
An den bekannten Schwächen des Modus ändert sich dagegen wenig. Wer online ganz oben mitspielen möchte, muss weiterhin viel Zeit investieren. Und natürlich bleibt Ultimate Team eng mit Mikrotransaktionen und kostenpflichtigen Packs verbunden. Das muss man mögen.
Für mich sind deshalb die Verbesserungen im eigentlichen Gameplay und im Karrieremodus die wesentlich interessanteren Argumente für FC 27.
Technik und Präsentation: Viel Atmosphäre, bekannte Baustellen
Bei der Präsentation liefert EA Sports FC 27 weiterhin das, was man von der Reihe gewohnt ist. Die große Auswahl an lizenzierten Vereinen, Spielern, Ligen und Stadien sorgt für eine authentische Fußballatmosphäre. Dazu kommen vertraute TV-Inszenierungen, Stadionkulissen und zahlreiche Animationen.
Einen gewaltigen grafischen Sprung solltest du allerdings nicht erwarten. Vieles sieht weiterhin ähnlich aus wie in den unmittelbaren Vorgängern. Das ist nicht unbedingt schlecht, schließlich gehört die Präsentation seit Jahren zu den Stärken der Reihe.
Deutlich mehr Verbesserungspotenzial sehe ich bei der technischen Zuverlässigkeit. Gelegentliche Bugs, Probleme bei einzelnen Spielabläufen und die bereits erwähnten trägen Menüs verhindern, dass sich FC 27 durchgehend so ausgereift anfühlt, wie man es von einer jährlich erscheinenden Vollpreisproduktion erwarten darf.
Zwar arbeitet EA bereits an verschiedenen Fehlerbehebungen, doch gerade der Karrieremodus und The Grounds benötigen noch Aufmerksamkeit. Das ist umso ärgerlicher, weil die spielerischen Grundlagen in diesem Jahr wirklich gut sind.
FAQ: Häufige Fragen zu EA FC 27
Ist EA Sports FC 27 besser als FC 26?
Was ist neu im Karrieremodus von EA FC 27?
Was ist The Grounds in EA Sports FC 27?
Ist das Gameplay in EA FC 27 realistischer?
Wird EA das Gameplay von FC 27 durch Updates verändern?
Für wen lohnt sich EA Sports FC 27?
Was sind die größten Schwächen von EA FC 27?
Fazit: EA Sports FC 27 macht endlich wieder Spaß
Nach zwei eher enttäuschenden Vorgängern hat mich EA Sports FC 27 positiv überrascht. Besonders das abwechslungsreichere Gameplay überzeugt: Kopfbälle sind wieder gefährlicher, verschiedene Spielstile führen zum Erfolg und insgesamt fühlt sich der Fußball auf dem Platz einfach besser an.
Auch der überarbeitete Karrieremodus macht dank realistischerer Transfers, zusätzlicher Vertragsklauseln und direkter Rückleihoptionen endlich wieder richtig Laune. Mit The Grounds bringt EA außerdem frischen Wind ins Spiel. Die kleinen Straßenfußballpartien machen Spaß, auch wenn ich auf die umständliche Open World gut verzichten könnte.
Ganz ohne Kritik geht es trotzdem nicht. Einige Bugs, teilweise zu starke Spielmechaniken und vor allem die verschachtelten Menüs bleiben echte Baustellen. Hier muss EA dringend nachbessern.
Unterm Strich ist EA Sports FC 27 für mich der beste Teil seit der Umbenennung von FIFA. Keine Revolution, aber ein deutlicher Schritt nach vorne. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass EA das gelungene Gameplay nicht durch spätere Updates wieder kaputtpatcht.
Meine Wertung: 8 von 10 Punkten.
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