Studienstart: Die wichtigsten FAQs

Der Studienstart wirft viele Fragen auf. Wir haben die wichtigsten FAQs. | Foto: Drazen Zigic /Getty Images
Studienstart: viele Fragen
Mit einem Studium beginnt ein ganz neuer und aufregender Lebensabschnitt, aber auch eine Zeit, in der du viel mehr Eigenverantwortung und Organisationsfähigkeit beweisen musst, als zu Schulzeiten. Das beginnt schon vor dem Studium. Und nicht nur das: Auch viele Fragen stellen sich zum Studienstart: Welche Fristen muss ich beachten? Was muss ich alles erledigen? Welche Unterlagen brauche ich? Und wie läuft die Einschreibung ab?
Von allgemeinen Fragen über Organisation und Ausstattung bis zu Fragen rund um Wohnen und Anschluss finden – wir beantworten hier die wichtigsten Fragen zum Studienstart.
Allgemeine Fragen zum Studienstart
Du hast den Numerus Clausus gecheckt, dich für Studiengänge beworben und Motivationsschreiben verfasst oder du hattest Glück und konntest dich ganz entspannt für einen zulassungsfreien Studiengang einschreiben. Wenn das Studium endlich losgeht, hast du schon einiges an Orga-Kram hinter dir. Damit du strukturiert und möglichst stressfrei in den aufregenden neuen Lebensabschnitt startest, hier erstmal die wichtigsten allgemeinen Fragen, die du im Blick haben solltest.
Wann beginnt das Studium?
Was du dafür vorab wissen musst: Ein Studium gliedert sich in Semester. Diese wiederum dauern sechs Monate. Ein Studienjahr besteht somit aus zwei Semestern und gliedert sich in ein Winter- und ein Sommersemester.
Das Wintersemester beginnt in der Regel am 1. Oktober, das Sommersemester am 1. April. Die genaue Vorlesungszeit variiert je nach Hochschule. An Fachhochschulen ist der Studienstart zum Beispiel immer etwas früher. Informiere dich also frühzeitig auf der Website deiner Universität. Da findest du alle wichtigen Daten.
Was muss ich vor dem Studienstart auf jeden Fall erledigen?
Vor dem Studienstart solltest du unbedingt folgende Dinge erledigen:
- Immatrikulation abschließen, inklusive aller nötigen Unterlagen und dem Semesterbeitrag.
- Uni-Zugangsdaten aktivieren, damit du E-Mails, das Vorlesungsverzeichnis und Lernplattformen nutzen kannst.
- Kurs- und Stundenplan erstellen, basierend auf dem Modulplan und dem Vorlesungsverzeichnis.
- Wohnung suchen (falls du umziehst) und ggf. am neuen Wohnort anmelden.
- Krankenversicherung klären, denn der Nachweis ist für das Studium verpflichtend.
- Studierendenausweis organisieren, oft ist dieser gleichzeitig dein Semesterticket und Bibliotheksausweis.
Außerdem lohnt es sich, an Einführungsveranstaltungen oder Ersti-Tagen teilzunehmen – dort bekommst du viele hilfreiche Infos und knüpfst erste Kontakte.
Wie melde ich mich für Vorlesungen oder Kurse an?
Die Anmeldung zu Vorlesungen oder Kursen an der Universität erfolgt in der Regel über ein zentrales Online-Portal deiner Hochschule, z. B. HISinOne, LSF oder Campus-Management. Du musst dich dort mit deinen Uni-Zugangsdaten einloggen. Anschließend kannst du im Vorlesungsverzeichnis nach den gewünschten Kursen suchen und dich direkt dafür anmelden. Achte dabei auf Fristen, da die Anmeldezeiträume meist begrenzt sind. Manche Veranstaltungen erfordern zusätzlich eine Platzvergabe oder Bestätigung durch die Lehrperson. Bei Unsicherheiten hilft oft die Studienberatung oder dein Fachbereich weiter.
Was ist eine Einführungswoche oder Orientierungswoche?
Die Ersti-Woche, auch Einführungs- oder Orienterungswoche, ist eine Woche vor Vorlesungsbeginn und dient dazu, die Uni, deinen Studiengang und deine Kommilitonen /-innen kennenzulernen. Hier erfährst du auch, wie du deinen Stundenplan erstellst und alles, was sonst noch wichtig ist, um die an der Uni und in deinem Studiengang zurechtzufinden.
Was ist ein Vorlesungsverzeichnis und wo finde ich es?
Ein Vorlesungsverzeichnis ist eine Übersicht aller Lehrveranstaltungen, die ein Studiengang oder eine Universität in einem bestimmten Semester anbietet. Es enthält Informationen zu Kursinhalten, Dozierenden, Zeiten, Räumen und Anmeldemodalitäten. Außerdem erfährst du, wie viele Credit Points du für diesen Kurs erhältst und welche Leistungsnachweise erforderlich sind.
Du findest das Vorlesungsverzeichnis meistens auf der Website deiner Universität bzw. deines Studiengangs oder im Online-Portal, das für die Kursanmeldung genutzt wird. Oft gibt es einen Menüpunkt wie „Vorlesungsverzeichnis“, „Lehrangebot“ oder „Veranstaltungen“. Dort kannst du nach Fakultäten, Studiengängen oder einzelnen Modulen suchen. Das Verzeichnis hilft dir dabei, deine Kurse sinnvoll zu planen.
Wie erstelle ich meinen Stundenplan?
Um deinen Stundenplan zu erstellen, gehst du am besten folgendermaßen vor:
- Studienverlaufsplan anschauen: Er zeigt dir, welche Module oder Kurse du im aktuellen Semester belegen solltest.
- Vorlesungsverzeichnis nutzen: Suche dort nach den passenden Veranstaltungen zu deinen Modulen – achte auf Uhrzeit, Ort und Dozent*in.
- Kurse auswählen und Zeiten notieren: Trage die Kurse mit ihren Terminen in eine Wochenübersicht ein, um Überschneidungen zu vermeiden.
- Anmeldungen nicht vergessen: Melde dich rechtzeitig über das Online-Portal deiner Uni für die Kurse oder Übungen an.
- Puffer einplanen: Achte auf realistische Übergangszeiten zwischen Veranstaltungen und Zeit für Selbststudium oder Pausen.
Viele Unis bieten außerdem digitale Tools oder Apps zur Stundenplanerstellung an.
Weitere Infos
Weiterführende Infos zum Studienbeginn sowie zum Erstellen deines Stundenplans findest du hier:

Studienbeginn: So bereitest du dich vor!
Jetzt lesen
Stundenplan erstellen für Anfänger: So gehst du es an
Jetzt lesenFragen zur Organisation des Studiums
Der Studienstart ist auch mit einigen organisatorischen Aufgaben verknüpft, für die auch die ein oder anderen Unterlagen notwendig sind. Wichtig ist hier, dich rechtzeitig zu informieren.
Welche Unterlagen brauche ich zum Studienbeginn?
Zum Studienbeginn benötigst du in der Regel folgende Unterlagen:
- Studienbescheinigung: Das ist der Nachweis, dass du offiziell eingeschrieben bist.
- Personalausweis oder Reisepass zur Identifikation bei Terminen oder Prüfungen.
- Krankenversicherungsnachweis: Meist musst du diesen schon bei der Einschreibung vorlegen.
- Immatrikulationsbescheid als Nachweis deiner Zulassung zum Studium.
- Uni-Zugangsdaten für das Online-Portal, E-Mail und Kursanmeldungen.
Bankverbindung und ggf. SEPA-Mandat, falls z. B. der Semesterbeitrag regelmäßig abgebucht wird.
Je nach Hochschule oder Studiengang können zusätzliche Unterlagen erforderlich sein, beispielsweise ein Praktikumsnachweis, ein Passfoto für den Studierendenausweis oder Impfungen für bestimmte Fachrichtungen. Prüfe daher immer die Informationen auf der Website deiner Uni. Dort erfährst du ganz genau, welche Unterlagen du brauchst und welche du eventuell schon zur Einschreibung mitbringen musst. Und falls du dir unsicher bist, kannst du einfach bei der Studienberatung nachfragen.
Was ist eine Immatrikulation und wie funktioniert sie?
Als Immatrikulation bezeichnet man die offizielle Einschreibung an einer Hochschule – also der Schritt, mit dem du ganz offiziell den Status als Student oder Studentin erhältst. Dabei gibst du alle nötigen Unterlagen ab und wirst in deinen Studiengang aufgenommen. Die Immatrikulation erfolgt meist online über das Bewerbungsportal der Universität, kann aber auch postalisch oder in Präsenz abgeschlossen werden.
Du musst dafür z. B. deinen Zulassungsbescheid, einen Krankenversicherungsnachweis und oft auch den Zahlungsnachweis des Semesterbeitrags einreichen. Nach erfolgreicher Immatrikulation bekommst du deinen Studierendenausweis, deine Uni-Zugangsdaten und eine Studienbescheinigung. Erst dann darfst du an Lehrveranstaltungen teilnehmen und Prüfungen ablegen.
Wie bekomme ich meinen Studierendenausweis?
Nach erfolgreicher Immatrikulation erhältst du deinen Ausweis per Post oder kannst ihn im Studierendensekretariat abholen. An manchen Unis bekommst du ihn auch direkt bei deiner Einschreibung ausgestellt. Oft ist der Ausweis auch dein Bibliotheksausweis und dein Semesterticket.
Wie melde ich mich zu Veranstaltungen und Prüfungen an?
Die Anmeldung zu Veranstaltungen läuft meist über das Online-Portal deiner Hochschule (z. B. HISinOne, LSF oder Campus-Management). Details dazu gibt’s in der Ersti-Woche oder im Studienhandbuch. Da erfährst du dann auch, wie die Anmeldung zu Prüfungen abläuft. Das kann nämlich auch von Studiengang zu Studiengang und von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich geregelt sein, ist meistens aber ganz einfach online möglich.
Was ist ein Modulplan bzw. Studienverlaufsplan?
Ein Modulplan oder Studienverlaufsplan ist eine Übersicht, die zeigt, welche Lehrveranstaltungen und Prüfungen du in deinem Studiengang absolvieren musst und in welcher Reihenfolge das idealerweise geschieht. Der Plan ist in Module unterteilt, also thematische Einheiten wie z. B. „Einführung in die Soziologie“ oder „Mathematische Grundlagen“.
Der Plan gibt dir eine Orientierung, wie du die erforderlichen Studieninhalte sinnvoll über die Semester verteilen kannst. Dabei ist meist ersichtlich, welche Veranstaltungen Pflicht sind und welche du frei wählen kannst, sprich, was Wahl- und was Pflichtmodule sind. Du findest den Modul- oder Studienverlaufsplan meist auf der Website deines Fachbereichs oder in der Studienordnung.
Fragen zu Wohnen und Leben
Studieren ist nicht alles. Irgendwo musst du auch leben. Wichtig dabei sind die folgenden Fragen, über die du dir ebenfalls frühzeitig Gedanken machen solltest:
Wie finde ich eine Wohnung oder ein WG-Zimmer zum Studienstart?
Eine Wohnung oder ein WG-Zimmer zum Studienstart zu finden, ist vor allem in Hochschulstädten wie München, Hamburg oder Köln nicht einfach. Die Nachfrage dort ist hoch – und die Mietpreise auch. Um eine passende Bleibe zu finden, kannst du so vorgehen:
- Wohnungsbörsen online nutzen, z. B. WG-Gesucht.de, Immoscout24, Studis Online oder eBay Kleinanzeigen.
- Studierendenwerk kontaktieren: Viele Unis bieten über das Studierendenwerk günstige Wohnheimplätze an.
- In sozialen Netzwerken suchen, z. B. in Facebook-Gruppen wie „WG-Zimmer in [Stadt] gesucht“ oder auf Telegram.
Aushänge und Schwarze Bretter checken, sowohl online als auch direkt an der Uni oder in Supermärkten. - Frühzeitig anfangen: Vor allem in beliebten Uni-Städten sind günstige Zimmer schnell vergeben.
- Zwischenmiete in Betracht ziehen als Übergangslösung zum Semesterstart, falls du noch nichts Festes gefunden hast.
Tipp: Persönliche, freundliche Nachrichten erhöhen die Chancen bei der Bewerbung auf ein WG-Zimmer deutlich.
Was kostet ein Studium in Deutschland durchschnittlich?
Ein Studium in Deutschland ist im Vergleich zu vielen anderen Ländern relativ günstig, da an staatlichen Hochschulen keine Studiengebühren für EU-Bürger /-innen anfallen. Trotzdem gibt es regelmäßige Kosten, die du im Blick haben solltest:
- Semesterbeitrag: ca. 150 bis 350 Euro pro Semester, je nach Hochschule, oft inklusive Semesterticket.
Miete: im Schnitt 300 bis 500 Euro monatlich, je nach Stadt und Wohnform (Wohnheim, WG, eigene Wohnung). - Lebenshaltungskosten: insgesamt etwa 800 bis 1.200 Euro pro Monat (Miete, Essen, Freizeit, Internet, Versicherung usw.).
Lernmittel: Bücher, Kopien oder Software kosten ca. 20 bis 50 Euro pro Monat, je nach Studiengang. - Krankenversicherung: für Studierende unter 30 Jahren ca. 110 bis 120 Euro pro Monat, falls du gesetzlich versichert bist.
Insgesamt solltest du mit etwa 900 bis 1.200 Euro monatlich rechnen, wobei Großstädte wie München oder Hamburg teurer sind als kleinere Unistädte.
Weitere Infos
Noch mehr Infos zum Thema Kosten haben wir hier für dich zusammengestellt:

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Jetzt lesenWie beantrage ich BAföG oder andere finanzielle Unterstützung?
Der BAföG-Antrag läuft über das BAföG-Amt deines Wohnortes. Du kannst online starten unter bafoeg-digital.de. Rechne mit einer Bearbeitungszeit von mehreren Wochen.
Was ist das Semesterticket und wie nutze ich es?
Das Semesterticket ist ein spezielles Ticket für Studierende, mit dem du den öffentlichen Nahverkehr in deiner Uni-Region kostenlos oder stark vergünstigt nutzen kannst – meist für ein ganzes Semester. Es ist im Semesterbeitrag enthalten und gilt oft für Busse, Straßenbahnen und Regionalzüge (kein ICE/IC).
So nutzt du es:
- Studierendenausweis mitführen: Oft ist das Ticket direkt aufgedruckt oder digital verfügbar (z. B. in einer App).
- Gültigkeitsbereich prüfen: Auf der Website deiner Uni oder des Verkehrsverbunds siehst du, wo du fahren darfst.
- Zeitraum beachten: Meist gilt es vom ersten Tag des Semesters bis kurz vor dem nächsten Semesterstart.
- Ticket bei Kontrollen zeigen: zusammen mit deinem Personalausweis oder einer anderen Legitimation.
Tipp: Manche Unis bieten auch ein Upgrade für ganz Deutschland an, das du gegen einen kleinen Aufpreis dazu buchen kannst (z. B. für das „Deutschlandticket“).
Welche Versicherungen brauche ich als Studierende /-r?
Als Studierende*r brauchst du mindestens diese Versicherungen:
- Krankenversicherung: Pflicht in Deutschland, oft bist du als Student /-in familienversichert.
- Haftpflichtversicherung: Sehr wichtig, denn sie schützt dich bei Schäden, die du anderen versehentlich zufügst.
- Unfallversicherung: Meistens bist du während der Unizeit über die Hochschule oder die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert, prüfe das aber genau.
- Hausratversicherung: Schützt dein Eigentum in Wohnung oder WG vor Diebstahl, Feuer oder Wasser, ist aber freiwillig.
- Berufsunfähigkeitsversicherung: Kann sinnvoll sein, falls du später nicht mehr arbeiten kannst.
Viele Studierende starten mit Kranken- und Haftpflichtversicherung, der Rest ist je nach persönlicher Situation und Risiko sinnvoll.
Soziales und Vernetzung
Darüber hinaus sind aber auch andere Fragen zu Studienbeginn wichtig, schließlich startest du in einen ganz neuen Lebensabschnitt, in dem du neue Leute kennenlernen und dich in einer ganz neuen Situation zurechtfinden musst.
Wie finde ich Anschluss an der Uni?
Alles neu und vor allem: viele neue Leute. An der Uni Anschluss zu finden, kann anfangs etwas einschüchternd wirken, ist in Wahrheit aber gar nicht so schwer. Schließlich geht es allen so wie dir. Hier sind einige Möglichkeiten, mit denen du schnell Anschluss finden und Leute kennenlernen kannst:
- Nimm an Einführungsveranstaltungen teil.
- Schließe dich Lerngruppen an.
- Engagiere dich in Hochschulgruppen.
- Nimm am Hochschulsport teil oder nutze andere Freizeitangebote an der Uni.
- Sprich Leute aktiv an.
Und ganz wichtig: Offen bleiben und Geduld haben. Manche Kontakte entstehen sofort, andere brauchen Zeit. Wichtig ist: Lass dich nicht entmutigen. Du brauchst nicht ganz viele Freundschaften, sondern ein paar gute.
Wie finde ich Lerngruppen oder Tutorien?
Lerngruppen und Tutorien findest du meistens über mehrere Kanäle – viele davon sind direkt mit deiner Uni oder deinem Studiengang verbunden. Hier ist eine strukturierte Übersicht, wo und wie du konkret suchen kannst:
- Fachschaft Orientierungswoche nutzen
- Lernplattformen und Unisysteme checken
- WhatsApp-, Telegram- oder Discord-Gruppen: Oft gibt es Gruppen pro Studiengang, Modul oder sogar Jahrgang
- Tutorien über das Institut oder die Dozierenden
- Menschen im Seminar oder der Vorlesung ansprechen
Was kann ich an der Uni noch so machen?
An der Uni kannst du deutlich mehr machen als nur Vorlesungen besuchen und Klausuren schreiben – sie ist auch ein Ort zum Leben, Ausprobieren und Netzwerken. Hier ist ein Überblick, was du alles tun kannst:
Bereich | Aktivitäten/Angebote |
---|---|
🎯 Engagement & Gruppen | - Fachschaft - Politische Gruppen - Ehrenamt - Uni-Radio / Theater / Zeitung |
🏋️♀️ Hochschulsport | - Mannschaftssport (z. B. Fußball, Volleyball) - Fitnesskurse - Tanzen, Klettern etc. |
🎨 Kreatives & Kultur | - Theatergruppen - Musikgruppen (Chor, Band) - Kunst, Film, Fotografie |
🌍 Internationales & Sprachen | - Sprachtandems - Sprachkurse im Sprachenzentrum - Erasmus-Events |
💼 Beruf & Karriere | - Career Center - Hiwi-Jobs / Werkstudium - Gründungsberatung |
🧠 Weiterbildung & Skills | - Rhetorik-, Zeitmanagement- oder Schreibkurse - Programmieren, Design Thinking etc. |
☕ Campusleben & Freizeit | - Chillen im Park - Studierendenpartys - Mensa-Treffs, Cafés, Spieleabende |
Technik und Tools
Auch rund um die technische Ausstattung stellen sich einige Fragen:
Welche Online-Plattformen oder Apps brauche ich zum Studienstart?
Es gibt einige wichtige Online-Plattformen und Apps, die dir den Studienstart deutlich erleichtern – von Stundenplan über Lernmaterialien bis hin zu Mitstudierenden-Kontakt.
🖥️ Uni-Plattformen
Plattform | Funktion |
---|---|
Moodle / ILIAS / Stud.IP | Kursunterlagen, Foren, Übungsblätter, Abgaben |
HIS / LSF / Campus Management | Anmeldung zu Kursen, Prüfungen, Noteneinsicht, Stundenplan |
Uni-Mail (Webmail / Outlook) | Offizielle Kommunikation mit Lehrenden & Verwaltung |
Bibliotheksportal | Online-Recherche, Bücher ausleihen, E-Books, Datenbanken |
💡 Gut zu wissen
Diese Tools variieren je nach Uni, z. B. nutzt eine Uni Moodle, eine andere ILIAS. Infos und eine Einführung bekommst du aber zu Studienbeginn.
📱 Praktische Apps für den Alltag
App | Nutzen |
---|---|
Notion / OneNote / GoodNotes | Mitschriften, Zusammenfassungen, To-do-Listen |
StudySmarter / SimpleClub / Knowunity | Lernkarten, Zusammenfassungen, Videos – besonders für Erstis nützlich |
Forest / Pomodoro-Apps | Fokus behalten beim Lernen (Zeitmanagement) |
Scanner-Apps (z. B. Adobe Scan | Papier einscannen, Hausarbeiten digitalisieren |
Google Kalender / TimeTree | Stundenplan und Termine organisieren |
Darüber hinaus gibt es noch andere Apps, die nützlich sein können:
- Citavi / Zotero: Literaturverwaltung für Hausarbeiten
- DeepL / Grammarly: Besser schreiben (auch auf Englisch)
- OpenAI ChatGPT: Unterstützung beim Lernen, Zusammenfassen, Nachfragen
- Duolingo / Babbel: Sprache auffrischen für Studium oder Erasmus
Hier gilt immer: ausprobieren. Jeder Studiengang hat andere Anforderungen und Schwerpunkte und wie du dich organisierst, ist letztlich eine ganz individuelle Angelegenheit. Probiere daher einfach aus, was für dich passt und verwirf, was dir nichts bringt.
💡 Tipp
Frag in deiner O-Woche oder bei der Fachschaft nach:
- „Welche Plattformen nutzt unsere Uni?“
- „Gibt’s einen Moodle-Kurs für Erstis?“
- Oft gibt’s auch PDF-Guides oder Video-Tutorials zum Einstieg.
Wie funktioniert die Uni-E-Mail-Adresse?
Die Uni-E-Mail-Adresse ist deine offizielle Kommunikationsadresse während des Studiums. Über sie bekommst du Infos zu Kursen, Prüfungen, Fristen und organisatorischen Themen. Nach deiner Immatrikulation bekommst du einen Account mit E-Mail-Adresse (z. B. über einen Studierenden-Account oder ein ZIM-Portal). Zugang erhältst du über ein Webmail-Portal oder du richtest sie in einem Mail-Client ein (z. B. Outlook, Apple Mail, Thunderbird). Oft findest du die Zugangsdaten und weitere wichtigen Infos in einem Begrüßungsschreiben oder über das Campus-Management-System.
💡 Tipps zum Umgang
- Regelmäßig checken! Viele Unis erwarten, dass du deine Mails liest.
- Abwesenheitsnotiz einrichten bei Urlaub / Auslandssemester
- Ordnerstruktur anlegen (z. B. „Mathe 1“, „Verwaltung“, „Stipendien“)
- Keine privaten Sachen drüber regeln – sie bleibt im Besitz der Uni.
Hilfe und Beratung
Ganz wichtig: Du bist nicht allein. Auch wenn du viel mehr organisieren musst, als du es noch aus Schulzeiten kennst: An der Uni gibt es viele Hilfs- und Beratungsangebote, die nutzen kannst.
Wo finde ich Hilfe bei Zweifeln oder Problemen?
Es ist völlig normal, im Studium mal zu zweifeln oder Schwierigkeiten zu haben – du bist damit nicht allein. Wichtig ist: Es gibt viele Anlaufstellen an der Uni, die dir helfen können – ob bei Studienzweifeln, Prüfungsstress, persönlichen Problemen oder einfach bei Unsicherheit.
1. Studienberatung (Zentrale Studienberatung / ZSB)
Wobei hilft sie? |
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Zweifel am Studiengang („Ist das das Richtige für mich?“) |
Fachwechsel, Studienabbruch oder -wechsel überlegen |
Entscheidungshilfe und Orientierung |
Motivationstiefs oder generelle Überforderung |
Tipp: Die Studienberatung ist meist kostenlos. Du brauchst keinen „triftigen Grund“, um hinzugehen.
2. Fachstudienberatung/Studiengangskoordination
Wobei hilft sie? |
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Fragen zu Modulen, Prüfungen, Fristen |
Studienverlaufsplan, Alternativen bei Nichtbestehen |
Studienorganisation bei Nebenjob, Krankheit etc. |
Du findest die Kontaktdaten meist auf der Website deines Fachbereichs.
3. Psychologische Beratung / Coaching
Wobei hilft sie? |
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Prüfungsangst, Schlafprobleme, depressive Verstimmungen |
Stressbewältigung, Selbstorganisation |
Gespräch über persönliche Krisen, Selbstwert, Druck |
Diese Beratung ist vertraulich und kostenlos. Du musst dir keine Gednakend arüber machen, dass das, was du besprichst, an Prüfungsämter oder Lehrende weitergegeben wird. Scheu dich also nicht, Beratung in Anspruch zu nehmen, wenn es dir schlecht geht.
4. Sozialberatung des Studierendenwerks
Wobei hilft sie? |
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Finanzielle Sorgen (BAföG, Nebenjob, Schulden) |
Wohnungsnot, Krankenkasse, Schwangerschaft |
Sozialrechtliche Fragen, Härtefallregelungen |
Oft ist die Sozialberatung direkt beim Studierendenwerk angesiedelt. Das kann aber von Uni zu Uni unterschiedlich sein und lässt sich leicht über die Uni-Homepage herausfinden.
5. Weitere Anlaufstellen je nach Situation
Thema | Anlaufstelle |
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Diskriminierung, Mobbing | Antidiskriminierungsstelle/Gleichstellungsbüro |
Barrierefreiheit | Beauftragte für Studierende mit Behinderung / Nachteilsausgleich |
LGBTQIA+ Support | Queer-Referat, Awarenessgruppen beim AStA |
Studienfinanzierung | BAföG-Amt, Sozialberatung, Stipendienberatung |
Welche Beratungsangebote gibt es für Erstsemester?
Für Erstsemester gibt es an den meisten Hochschulen eine Zentrale Studienberatung, die bei Orientierung, Studienwahl und Zweifeln unterstützt. Die Fachstudienberatung hilft speziell bei Fragen zu Stundenplan, Prüfungen und dem Studienaufbau. Viele Unis bieten auch Ersti-Tutorien oder Mentoring-Programme an, bei denen erfahrene Studierende beim Einstieg helfen. Bei persönlichen Problemen stehen psychologische Beratungsstellen vertraulich zur Seite. Zusätzlich beraten AStA oder Studierendenwerk zu Themen wie BAföG, Wohnen oder sozialen Anliegen.
Studienstart: viel Hilfe
Wie du siehst: Der Studienstartwirft zwar viele Fragen auf, an der Uni findest du aber auch viel Hilfe. Auch wenn es dir am Anfang und vor allem im Vergleich zur Schule so vorkommt: Du bist nicht allein. Ob Kommilitonen /-innen, Beratungsstellen oder Dozierend eoder Studierende aus höheren Semestern: Sie alle können dir helfen. Scheue dich also nicht, Fragen zu stellen. Es ist völlig normal, dass du am Anfang nicht alles weißt, dich erstmal zurechtfinden musst und auch mal den ein oder anderen Fehler machst. Das ist gar nicht schlimm und kein Grund, sich entmutigen zu lassen. Nach den ersten Wochen weißt du, wie es läuft.
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