Online Nachhilfe geben Lernen
Online Nachhilfe geben funktioniert von überall, wo du Internet hast.| Foto: Windows / Unsplash
Autor

23. Sep 2021

Marvin Kesper

Jobben

Online Nachhilfe geben: So funktioniert’s

Inhaltsverzeichnis

  1. Perfekt für Schüler & Studenten
  2. Drei Möglichkeiten
  3. Vorbereitung 
  4. Vor- und Nachteile
  5. Technik
  6. Rechtliche Grundlage 
  7. FAQ
  8. Überblick

Online Nachhilfe geben: Perfekt für Schüler /-innen und Studenten /-innen 

Um als Schüler /-in oder Student /-in nebenbei Geld zu verdienen, bietet sich Nachhilfe geben perfekt an. Du kannst Mitschüler /-innen, Kommilitonen /-innen und Jüngeren Lernstoff beibringen und im Idealfall den Stoff für dich selbst vertiefen oder sogar etwas dazulernen. Und das Beste daran ist, dass du dafür auch noch bezahlt wirst. Gerade als Nebenjob für Studenten bietet sich Nachhilfe geben an.
Wie viel du verdienst, hängt dabei von deiner eigenen Qualifikation ab. Unterrichtest du zum Beispiel Schüler /-innen der Mittelstufe in Deutsch und studierst gleichzeitig Germanistik, kannst du mehr verlangen, als wenn du mit der gleichen Qualifikation Nachhilfe in Mathe oder Nachhilfe in Englisch gibst. Auch von Kommilitonen /-innen des gleichen Studienfachs solltest du nicht zu viel Geld verlangen. Immerhin seid ihr in der Qualifikation gleichgestellt, du hast mit dem Stoff nur weniger Probleme. Je nach Qualifikation kannst du zwischen zehn bis 20 Euro die Stunde verlangen. 

Online Nachhilfe geben: Die drei Möglichkeiten hast du!

Die Online-Nachhilfe ermöglicht dir ein entspanntes Arbeiten von zu Hause aus. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie du deine online Nachhilfe gibst und vor allem, wie du Nachhilfeschüler /-innen findest. 

1. Private Nachhilfe

Der naheliegendste Weg ist, dass du privat Nachhilfe anbietest. Das bedeutet für dich, dass du dir deine Schüler /-innen selbst suchst, Werbung für dich machst, Lehrpläne festlegst und auch selbst deinen Stundensatz bestimmen musst. 

Um neue Schüler /-innen zu finden, kannst du im Freundes- und Bekanntenkreis nachfragen, ob irgendwo Bedarf besteht. Außerdem kannst du Werbung an schwarzen Brettern oder in sozialen Medien für dich machen. Das Problem dabei ist, dass du beschränkt in deiner Reichweite bist und sich dein Kundenkreis doch eher auf Bekanntschaft oder Freundschaft bezieht. Das Beste an privater Nachhilfe ist jedoch, dass du 100 Prozent deines Stundenlohns für dich behalten darfst. Es ist keine Vermittlungsgebühr an eine Online-Plattform oder ein Institut nötig. 

2. Nachhilfe Plattformen

Nachhilfe Plattformen helfen dir dabei, Schüler /-innen zu finden, Lehrpläne zu erstellen, Lehrmaterial zu beschaffen und übernehmen auch jeden weiteren organisatorischen Aufwand. So hast du einen viel größeren Schüler-Pool, aus dem du schöpfen kannst und kannst so besser Schüler /-innen finden, die zu dir und deinen Fähigkeiten passen. Du musst dich auch nicht um die Festlegung deines Stundensatzes kümmern. Je nach Qualifikation bekommst du von der Plattform einen bestimmten Verdienst vorgegeben. Von diesem Verdienst musst du allerdings eine Gebühr an die Plattform zahlen, da diese den organisatorischen Aufwand für dich übernimmt. Um Online Nachhilfe zu geben, ist eine Nachhilfe-Plattform allerdings optimal, da du so ein größtmögliches Publikum erreichst und auch wirklich zu 100 Prozent online und somit ortsunabhängig arbeitest. 

3. Nachhilfeinstitute 

Wenn du Online Nachhilfe geben möchtest, bieten Nachhilfeinstitute sich nur bedingt an. Oft gibt es in den Instituten nur Präsenzunterricht in Gruppen, sodass du nicht ortsunabhängig unterrichten kannst. Einige Institute bieten aber auch Online Nachhilfe an. Vorteil bei Instituten ist, dass du Unterrichtsmaterial gestellt bekommst und einen festen Stundenlohn erhältst. Somit hast du mehr Planungssicherheit, als wenn du dir privat Nachhilfeschüler /-innen suchst. 

Nachhilfe-Stunden müssen gut vorbereitet sein

Auch für eine Online-Nachhilfestunde solltest du dir im Vorhinein Zeit nehmen und diese gut vorbereiten. Dabei musst du dich mit deinen Nachhilfeschülern /-innen auseinandersetzen und besprechen, welche Ziele und Erwartungen an die Nachhilfe gegeben sind. Passend dazu musst du deine Stunden ausgestalten und dir vielleicht auch einen Langzeit-Plan zurechtlegen, um schwierigere Ziele zu erreichen. Ihr solltet vorab besprechen, welche Themen aktuell sind, oder im jeweiligen Fach noch aufkommen könnten.

Oft ergibt es Sinn, sich das Schulbuch des betroffenen Faches von deinen Nachhilfeschülern /-innen auszuleihen, das geht beispielsweise auch per Screensharing.

Um deine persönliche Organisation zu optimieren, kannst du dir für jedes Fach oder jede /-n  Schüler /-in einen eigenen Ordner anlegen. Dies kann ein virtueller Ordner auf deinem Desktop oder ein echter Ordner auf deinem Tisch sein. So hast du alle Unterrichtsmaterialien sofort beieinander und kommst nicht durcheinander, wenn du irgendwann mal mehrere Nachhilfeschüler /-innen hast.


Online Nachhilfe geben Laptop


Vor- und Nachteile von Online Nachhilfe geben 

Online-Nachhilfe ist praktisch und gibt dir viele Freiheiten in der Gestaltung. Wir erklären dir genau, welche Vor- und welche Nachteile Online Nachhilfe geben haben kann.

Ortsunabhängigkeit

Der größte Vorteil von Online Nachhilfe ist, dass du von überall aus deine Nachhilfe geben kannst. Natürlich solltest du auf eine gute Unterrichtsatmosphäre achten, aber theoretisch ist der Unterricht von überall aus möglich, wo du stabiles Internet hast. Grundvoraussetzung dafür ist natürlich gute Hardware (Laptop, PC, Tablet, Webcam usw.) und Software (Video-Chat, Screensharing usw.), die allen Beteiligten zur Verfügung stehen muss.

Zeitunabhängigkeit

Nicht nur egal wo, sondern auch egal wann! Dadurch, dass du deine Nachhilfestunden online abhältst, sparst du dir die Zeit zum /-r Nachhilfeschüler /-in oder ins Institut zu gehen. So bleibt mehr Zeit für die Terminfindung und du kannst dich besser auf die Zeiten deiner Schüler /-innen einstellen. Dadurch kannst du nicht nur mehr Unterricht geben, sondern ersparst dir auch viel Stress zwischen den einzelnen Unterrichtsstunden. 

Neue Lernmethoden

Neue Technik ermöglicht auch neue Lernmethoden! So kannst du deinen Nachhilfeschülern /-innen zum Beispiel über interaktive Programme oder Screensharing den Unterrichtsstoff näherbringen oder auch mal ein Video zur Erläuterung laufen lassen. Viel einfacher und spaßiger als langweiliger Frontalunterricht. 

Geringe Nähe zu Schülern /-innen

Nachteilig kann sich allerdings die geringe Nähe zu den Schülern /-innen auswirken. Bei einigen Schülern /-innen ist eine emotionale Bindung und eine Präsenz vor Ort wichtig, um die richtige Lernatmosphäre zu schaffen. Vielen gibt es mehr Sicherheit, wenn jemand neben ihnen sitzt, während die Aufgaben gelöst werden, anstatt sich mit einem Bildschirm zu unterhalten. Das solltest du auf jeden Fall beachten, wenn es darum geht, zu entscheiden, ob du mit deinem /-r Schüler /-in Präsenz- oder Online-Nachhilfe machen möchtest. 

Ablenkungen

Da ihr nicht nebeneinander sitzt, ist die Versuchung sowohl bei deinen Schülern /-innen als auch bei dir groß, schnell mal aufs Handy zu schauen, im Internet zu surfen oder nebenbei andere Sachen zu machen. Was die Kamera nicht sieht, bleibt dem Gegenüber logischerweise verborgen. Verhindern kannst du diese Ablenkungen mit Sicherheit nie komplett. Es ist nur eine Frage des Vertrauens und der Motivation, diese Ablenkungen nicht an sich ran zu lassen. 

Technische Voraussetzungen

Um Online Nachhilfe zu geben, musst du bestimmte technische Voraussetzungen erfüllen. So ist es sehr wichtig, dass du eine stabile Internetleitung mit ausreichender Bandbreite hast. Da Screensharing und Datei-Sendungen schnell viel Datenvolumen verbrauchen kann, solltest du außerdem über eine LAN- oder WLAN-Verbindung arbeiten. 

Damit ihr möglichst kostengünstig arbeiten könnt, solltest du dir und deinen Nachhilfeschülern /-innen ein kostenloses Video-Chatprogramm besorgen, wie zum Beispiel Skype, Zoom oder Google Meets. Hierüber könnt ihr entspannt miteinander kommunizieren, Screensharing betreiben und euch Dateien senden. 

Rechtliche Grundlage beim Nachhilfe geben

Wenn du als Nebenjob Nachhilfe geben möchtest, musst du dir automatisch auch Gedanken über rechtliche Bestimmungen wie zum Beispiel Steuern machen. Ob du deine Einkünfte dem Finanzamt melden musst, hängt davon ab, wie viel Nachhilfe du gibst und wie viel du damit verdienst. Hast du nur sehr wenige Nachhilfeschüler /-innen, die vielleicht auch noch aus deinem Freundes- oder Bekanntenkreis kommen, dann musst du die Einnahmen daraus nicht ans Finanzamt weitergeben. Vielmehr wird dein Unterricht als private Hilfeleistung angesehen. Solltest du mit Nachhilfe allerdings deinen Lebensunterhalt verdienen oder dein Studium finanzieren, musst du eine freie Mitarbeit anmelden und ab einem bestimmten Jahresverdienst auch Steuern zahlen.  

FAQ: Häufig gestellte Fragen 

Wie kann ich online Nachhilfe geben?

Um online Nachhilfe zu geben, hast du verschiedene Möglichkeiten. Entweder du suchst dir deine Schüler /-innen selbst oder du bewirbst dich bei einer Online-Plattform oder einem Institut, das Online Nachhilfe anbietet. 

Ist Nachhilfe steuerpflichtig?

Wenn du mit Nachhilfe dein Studium oder deinen Lebensunterhalt finanzierst, ist es steuerpflichtig, sobald du einen bestimmten Jahresumsatz überschreitest. Alles, was unter diesem Jahresumsatz liegt, gilt als private Hilfeleistung und ist nicht steuerpflichtig. 

Wie viel verdient man mit Online Nachhilfe?

Wie viel du mit Online Nachhilfe geben verdienst, hängt ganz von deiner Qualifikation ab. Hast du zum Beispiel bereits einen Bachelorabschluss, kannst du mehr verlangen, als wenn du nur das Abitur hast. Der Stundensatz liegt ungefähr zwischen zehn und 25 Euro. 

Überblick: Alle Infos zu Online Nachhilfe geben 

  • Es gibt drei Möglichkeiten zur Nachhilfe: privat, über eine Plattform oder über ein Institut. 
  • Deine Nachhilfestunden solltest du immer gut vorbereiten und auf deine Schüler /-innen individuell zuschneiden.
  • Mit Online Nachhilfe kannst du zwischen zehn und 25 Euro die Stunde verdienen. 
 

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