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21. Aug 2012

Barbara Kotzulla

Archiv

Studie: Studienbedingungen in Deutschland "sehr gut" bis "gut"

-ARCHIV-

Über 2.000 Studenten beteiligten sich an der Umfrage des Institus Allensbach

Die wichtigsten Ergebnisse der Allensbach-Studie 2012

Im Auftrag des Reemtsma Begabtenförderungswerk hat der IfD insgesamt 2.023 Studierenden aus allen Fachrichtungen befragt. Das Umfrage-Ergebnis zeichnet ein Bild der deutschen Studierenden zwischen Optimismus und Zukunftsangst:

  • 66 Prozent der Teilnehmer bewerten ihre eigenen Studienbedingungen als "sehr gut" oder "gut" (2011: 74 Prozent)
  • 24 Prozent schätzt die Bedingungen an der Uni als "weniger gut" oder "gar nicht gut" ein – genauso viele wie im letzten Jahr.
  • 71 Prozent sehen ihre Chancen für einen gelungenen Berufseinstieg derzeit als "gut" oder "sehr gut".
  • Nur 22 Prozent bleiben beim Thema Karrierestart skeptisch.
  • Dennoch sorgt sich fast die Hälfte aller befragten Studenten (41 Prozent) um eine zukünftige Verschlechterung der beruflichen Chancen in Deutschland. 
  • Für 70 Prozent ist die Sicherheit des künftigen Arbeitsplatzes am wichtigsten. Auch die Vereinbarkeit von Karriere und Familienleben schätzen viele besonders hoch ein.
  • Für Arbeitgeber dürfte der Punkt interessant sein, dass 40 Prozent der Studierenden darauf achten, ob die Unternehmen sich gesellschaftlich engagieren. 
  • Eine Beschäftigung im Ausland könnten sich ganz 57 Prozent der Befragten vorstellen. 
  • 38 Prozent der angehenden Akademiker, die konkret eine Auswanderung planen, wollen auch dauerhaft im Ausland bleiben.
  • 41 Prozent arbeiten ehrenamtlich oder privat in verschiedenen Gruppen und Organisationen mit.

Befürchtungen entgegenwirken

Das überraschend positive Ergebnis der Umfrage sollte nicht über einen wichtigen Fakt hinweg täuschen: Zwar sind die Studierenden derzeit an ihren Universitäten zufrieden und blicken optimistisch in die Zukunft, doch die Tatsache, dass über die Hälfte der zukünftigen qualifizierten Fachkräfte eine Abwanderung ins Ausland zumindest in Betracht zieht, sollte zu bedenken geben.

"Der Optimismus spiegelt die aktuell starke Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften und Akademikern in Deutschland wider. Es ist wichtig für den Standort, dass sich Besserqualifizierte hierzulande gute berufliche Chancen ausrechnen", so Sebastian Blohm, Sprecher des Reemtsma Begabtenförderungswerks. "Die Stabilität Deutschlands in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise ist kein Garant dafür, dem ‚Brain Drain‘ ins Ausland dauerhaft begegnen zu können. Vor dem Hintergrund des jüngsten Fachkräftegipfels der Bundesregierung unterstreichen diese Ergebnisse deutlich, dass alles dafür getan werden muss, den hiesigen gut ausgebildeten Nachwuchs im Land zu halten.“

Und IfD-Projektleiter Dr. Schulz ergänzt: "Angesichts der labilen Verfassung der Weltwirtschaft und der sehr hohen Jugendarbeitslosigkeit in anderen Euro-Ländern [...] zweifeln viele Studierende offenbar an der Nachhaltigkeit des derzeitigen Akademiker- und Fachkräftebedarfs in Deutschland. Solchen Befürchtungen muss entgegengewirkt werden."


Die komplette Studie "Bildung und Beruf in Zeiten der Finanzkrise: Studienbedingungen und Jobchancen nach dem Studium" könnt ihr auf www.begabtenfoerderungswerk.de einsehen.

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