bachelor master checkliste
Um nach dem Bachelor einen Master zu machen, musst du einiges beachten. | Foto: geralt/Pixabay
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23. Mai 2018

Patricia Brinkmann

Masterstudium

Übergang vom Bachelor- zum Masterstudium: Die Checkliste

Gutes Zeitmanagement zur Master-Vorbereitung

1. Prüfungsordnung beachten

Für eine gute Übersicht sollte man spätestens im vorletzten Semester nachschauen, ob alle Leistungen eingetragen wurden bzw. sich notieren, welche noch ausstehen, damit man am Ende keine böse Überraschung erlebt und der Studiengangwechsel in Gefahr ist. Sinnvoll ist es zusätzlich sich alle Module mit der Anzahl der zu belegenden Veranstaltungen aufzuschreiben, um auf einen Blick sehen zu können, wie viele Seminare und Vorlesungen noch anstehen.

2. Planen: Fristen beachten!

Spätestens ein Semester vor dem Abschluss sollte man sich Gedanken machen, welche Studienfächer man im Master studieren möchte. Denn die NC-Fächer unterliegen generell einer Einschreibungsfrist, die drei bis vier Monate vor Semesterende dotiert ist. Für zulassungsfreie Masterstudiengänge kann man sich dagegen noch kurzfristig vor Semesterende einschreiben. Wichtig zu beachten ist, dass man sich für jeden Master neu bewerben muss und auch bei gleicher Uni und Fächerkombination kein automatischer Übergang nach dem Erlangen des Bachelor-Grades und bei Zahlung der Semestergebühr erfolgt. 

3. Masterkurse vorziehen 

Studierende, die für das Masterstudium nicht die Uni wechseln, haben die Möglichkeit eine gewisse Anzahl an Masterkursen vorzuziehen, wenn sie genügend ECTS-Punkte erreicht haben. Das macht vor allem Sinn, wenn im letzten Semester nur noch wenige Bachelor-Seminare anstehen. Denn so kann entweder die Studienzeit des Masters verkürzt oder dem Stress im letzten Mastersemester vorgebeugt werden.

4. BA-Arbeit Anmeldung – Themasuche –  Dozentenwahl

Früh genug sollte man sich Gedanken bezüglich des Bachelorarbeitsthemas machen. Denn die Zeit im letzten Semester vergeht schneller als man denkt und somit rückt auch die Frist der Bachelorarbeitsanmeldung näher. Das Thema muss bei der Anmeldung zwar noch nicht in finaler Fassung feststehen, jedoch müssen auch die Dozenten in Bezug auf das Thema gewählt werden. Zusätzlich ist zu beachten, dass manche Dozenten gewisse Anforderungen stellen, um die Korrektur der Bachelorarbeit zu übernehmen. Das kann beispielsweise mindestens eine bei dem Dozenten eingereichte schriftliche Arbeit innerhalb eines von ihm gegebenen Seminars sein. Außerdem gibt es bestimmte Richtlinien bezüglich des akademischen Grades nach denen die zwei Korrekteure ausgewählt werden müssen.

5. Zeitplan erstellen

Damit dem Übergang in den Master nichts im Wege steht, sollte man sich außerdem früh genug über die Bearbeitungs- sowie Korrekturzeit der Bachelorarbeit informieren und dementsprechend den Start- und Abgabetermin planen. Bei manchen Studiengängen steht nach der Bacherlorarbeit auch noch eine mündliche Verteidigung an, die ebenfalls noch innerhalb des letzten Bachelorsemesters stattfinden muss.

6. Korrekturzeit der Bachelorarbeit

Bei manchen Unis wird den Dozenten eine Korrekturzeit der Bachelorarbeit über mehrere Monate gewährt. Um diese Zeit nicht nutzlos verstreichen zu lassen, ist es sinnvoll, sich zu Beginn des letzten Bachelorsemesters über den Zeitraum zu informieren, um gezielt planen zu können. Beispielsweise kann sich im Vorfeld auf Praktikastellen beworben werden, um so in der Korrekturzeit bereits das Pflichtpraktikum für den Master oder ein freiwilliges berufsorientierendes Praktikum absolvieren zu können.

Übergang vom Bachelor zum Master: Vor dem Masterstudium die Finanzlage checken

7. Förderung des Masterstudiums durch BAföG (§ 15b Abs. 1 u. 2 BAföG)

Damit die BAföG-Förderung zwischen dem Studiengangwechsel nahtlos weiterläuft, muss spätestens im ersten Monat des Masterstudiums ein Antrag eingereicht werden, der unter anderem eine Immatrikulationsbescheinigung für das Masterstudium und eine Bescheinigung der Hochschule über das Bestehen aller Prüfungsleistungen des Bachelorstudiums enthält. Es kann auch von Vorteil sein, diesen einen Monat vorher zu stellen. Denn falls ein Monat zwischen dem Datum der letzten Bachelorprüfung und dem Masterstudiumbeginn liegt, gibt es auch in diesem Zeitraum eine finanzielle Förderung.

8. Kranken- und Pflegeversicherung ab 25 Jahren

Für manche Studierende ist aufgrund ihres Alters in der Übergangszeit vom Bachelor in den Master auch die Kranken- und Pflegeversicherung ein Thema. Es gilt: Nach Vollendung des 25. Lebensjahres wird jeder Studierende, der an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule studiert, selbst versicherungspflichtig. Es endet also die kostenlose Familienversicherung und nun liegt es an den Studierenden zu entscheiden, ob sie sich gesetzlich oder privat versichern möchten.

9. Kindergeld im Masterstudium

Studierende im Masterstudium, die noch nicht 25 Jahre sind, erhalten nach wie vor Kindergeld. Allerdings darf wie schon im Bachelorstudium nicht mehr als 20 Wochenstunden neben dem Studium gearbeitet werden, ansonsten entfällt der Kindergeldanspruch. Für Studierende ab 25 Jahren trifft dies jedoch nur in wenigen Ausnahmefällen zu. Diese könnten sein:

  • Gesetzlicher Grundwehrdienst oder Zivildienst wurde im Vorfeld geleistet 
  • Freiwilliger Wehrdienst für max. drei Jahre wurde absolviert
  • Tätigkeit als Entwicklungshelfer, die zur Befreiung des Grundwehr- bzw. Zivildienstes geführt hat, wurde verübt  

Die Dauer einer dieser ausgeübten Tätigkeiten beeinflusst nach Vollendung des 25. Lebensjahrs den Zeitraum, der mit Kindergeld weiterfinanziert wird. Da jedoch die Wehrpflicht seit dem 1.07.2011 nicht mehr besteht, kann nach diesem Datum kein freiwilliger Wehrdienst oder Bundesfreiwilligendienst als Anlass zu weiterer Zahlung des Kindergeldes geltend gemacht werden.

Die Checkliste auf einen Blick findest du in unserer Infografik:

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