Semesterticket
Günstig Busfahren mit dem Semesterticket? Kommt darauf an, wo! | Foto: Thinkstock/Roseborland
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14. Sep 2017

Ann-Christin Kieter

Uni-Orga

Semesterticket-Vergleich: Wer zahlt wie viel? Wer kommt wie weit?

Durchschnittlicher Preis fürs Semesterticket: 163 Euro

Die Preisspanne für das Semesterticket an den größten Hochschulen in Deutschland liegt bei 57 bis 243 Euro. Doch das allein sagt nicht viel aus, da sich die enthaltenen Leistungen teilweise gravierend unterscheiden. Studierende in Kiel und Augsburg zahlen zum Beispiel nur 57 beziehungsweise 60 Euro, dürfen aber auch nur im reinen Stadtgebiet damit fahren, in Augsburg sogar nur in den ersten beiden Tarifzonen. Das ist das schlechteste Preis-Leistungs-Verhältnis im Test.

In Würzburg hingegen kostet das Ticket auch nur 74 Euro, deckt aber dafür das gesamte VVM-Tarifgebiet ab. Insgesamt kommt die Redaktion der Vergleichsportals Netzsieger auf einen Durchschnittspreis von 163 Euro.

Wo die Tickets am teuersten sind

Aber wer muss nun deutlich tiefer in die Tasche greifen? Studierende der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität in Hannover zahlen insgesamt stolze 425 Euro Semesterbeitrag, wovon 243 Euro für das Semesterticket gedacht sind – Höchstpreis!

Auf den Plätzen zwei und drei liegen die Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main mit 210 Euro und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit 204 Euro für die Mobilität.

Unterwegs im ganzen Bundesland

Auch die Studierenden in Nordrhein-Westfalen müssen deutlich mehr zahlen als der Durchschnitt. Dafür bekommen sie aber auch wirklich viel geboten, nämlich ein NRW-Ticket, mit dem sie im gesamten Bundesland kostenlos unterwegs sind. Ein ähnliches Angebot bieten auch die ebenfalls teureren Semestertickets aus Frankfurt, Mainz und Hannover: Auch sie ermöglichen freie Fahrt in ganz Hessen beziehungsweise Niedersachen.

Einzige Ausnahme bei den Tickets, die über 200 Euro kosten, ist das der Humboldt-Uni zu Berlin. Es gilt nur im Stadtbereich und einigen wenigen Teilen Brandenburgs. Die anderen Hochschulen der Hauptstadt halten es ähnlich.


Semesterticket – die untersuchten Unis in alphabetischer Reihenfolge: 

 

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Semesterticket RegelungSonderregelung im Süden: Semesterticket ist kein Muss

An einigen süddeutschen Unis wie der LMU München oder der Uni Stuttgart können die Studierenden frei entscheiden, ob sie ein optionales Ticket für bis zu 203 Euro kaufen möchten oder nicht. Nur damit dürfen sie dann auch zu Uni-Zeiten Bus und Bahn fahren. Im Grundbetrag von 17,50 Euro (Karlsruher Institut für Technologie) bis 72 Euro (FAU Erlangen-Nürnberg) sind erstmal nur Fahrten ab 18 Uhr und am Wochenende enthalten. Insgesamt neun Hochschulen handhaben das so.

Der Semesterbeitrag beträgt im Schnitt 157,00 Euro, wovon 43,00 Euro auf das Semesterticket fallen. Der Durchschnittpreis für das optionale Ticket liegt bei 165,65 Euro.    

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Deine Meinung:

Veröffentlicht am 16. Sep 2017 um 10:14 Uhr von Bernd Hahn
Leider ist nicht alles richtig recherchiert in eurer Übersicht. An der TU Dresden gilt das Ticket mit nichten in ganz Sachsen. Lediglich der SPNV im gesamten Bundesland ist enthalten. Busse und dann Straßenbahnen außerhalb des VVO können nicht genutzt werden.