Der Bachelor öffnet dir viele Türen.
Nach dem Bachelor stehen dir verschiedene Optionen offen. | Foto: Oleksii / Adobe Stock
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06. Jul 2021

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Bachelor... und dann?

Nach dem Bachelor – Master, arbeiten oder etwas ganz anderes?

Ein Master-Studium als nächster Schritt?

Möchtest du den Bildungsweg weitergehen, ist nach dem Bachelor noch lange nicht Schluss. Du kannst stattdessen mit einem Masterstudium fortfahren und vielleicht eines Tages sogar noch promovieren. Es gibt ganz unterschiedliche Gründe, um dich für den Master zu entscheiden, zum Beispiel:

  • Du brauchst den Master-Titel für deinen Traumberuf.
  • Du möchtest dich tiefergehend spezialisieren.
  • Du strebst eine Karriere im Management an.
  • Du musst eine Phase der Arbeitslosigkeit überbrücken.
  • Du brauchst den Master-Abschluss für deine Promotion.
  • Du fühlst dich noch nicht bereit für den Berufseinstieg.
  • Du wünschst dir eine Karriere in der Forschung.

Damit ist die Liste noch lange nicht zu Ende. Die Gründe, dich für den Master zu entscheiden, sind also höchst individuell und sicherlich ist nicht jeder Grund ein guter Grund.

Nur, weil du Angst vor dem Berufseinstieg hast, solltest du kein Master-Studium beginnen – denn eines Tages musst du diese Angst sowieso überwinden und so würdest du nur wertvolle Jahre an Berufserfahrung sowie Einkommen verlieren. Stattdessen gilt es abzuwägen, ob der Master-Abschluss in deinem individuellen Fall konkrete Vorteile bringt oder vielleicht sogar unverzichtbar ist.

Master-Studium: Ja oder nein?

Die Entscheidung für oder gegen das Master-Studium hängt daher stark von deiner Branche sowie deinen beruflichen Zielen ab. Spätestens zum Ende des Bachelor-Studiums solltest du deswegen zumindest grob wissen, wohin dich dein Berufsweg führt. Sinnvoll ist der Master-Titel zum Beispiel in der Forschung, denn dort wird häufig eine Promotion verlangt, um als Wissenschaftler/in ernstgenommen zu werden und eine Chance auf Anstellung zu haben.

Aber auch im Fachbereich International Business hat sich der Master etabliert, wenn du in die oberen Management-Ebenen aufsteigen möchtest. Dich erwartet anschließend also ein höheres Einstiegsgehalt und eine bessere Ausgangsposition für eine steile Karriere als nur mit einem Bachelor-Abschluss. Unter anderem hast du die Chance, internationale Kontakte zu knüpfen.

Als „Muss“ gilt der Master zudem in den Naturwissenschaften, in der Medizin sowie im Lehramt. Zudem kann der höhere Abschluss nach einem sehr allgemeinen Bachelor-Studium sinnvoll sein, um dich zu spezialisieren und dadurch dein Profil als Fachkraft zu stärken – was ebenfalls bessere Einstiegsgehälter sowie Karriereaussichten bringt.

Masterstudium für Pluspunkte

Wann lohnt sich ein Master?

Die Frage, ob sich ein Master-Studium lohnt, lässt sich also nicht pauschal beantworten. Hast du mit dem Bachelor alle Qualifikationen erworben, die du für deinen Traumjob brauchst, ist er vollkommen ausreichend und du kannst eher von der früheren Berufserfahrung sowie dem Gehalt profitieren. In solchen Fällen würdest du durch einen Master nicht so viel mehr verdienen, um das dir entgangene Geld während des zwei- bis dreijährigen Master-Studiums wieder reinzuholen.

Stattdessen kannst du mit dem Bachelor-Titel sofort beginnen, auf der Karriereleiter aufzusteigen. Das ist zum Beispiel in der Medienbranche häufig der Fall, wo auf Studienabschlüsse eher weniger Wert gelegt wird, oder in kreativen Branchen, wo es viele Quereinsteiger gibt. Demgegenüber gibt es Branchen wie eben die Forschung, das Management in Großunternehmen sowie internationalen Konzernen oder auch die Medizin, wo Abschlüsse eine wichtige Rolle spielen und ein fehlender Master-Titel zum Hindernis werden könnte.

Es handelt sich daher um eine Entscheidung, die du im Einzelfall abwägen musst. Am besten informierst du dich frühzeitig, welche Anforderungen in deinem Traumberuf gelten, ob du dafür einen Master-Abschluss brauchst und welchen. Wenn ja, steht die Überlegung im Raum, ob du an derselben Uni bleibst – wenn der Studiengang dort überhaupt angeboten wird – oder ob du die Hochschule wechselst.

Die Master-Typen

Zudem stehen in vielen Fällen unterschiedliche Master-Typen zur Auswahl, zum Beispiel:

  • Konsekutives Master-Studium: Dieses Master-Studium baut auf deinem erworbenen Bachelor-Abschluss auf und bietet dir tiefergehendes Fachwissen oder eine konkrete Spezialisierung.
  • Nicht-konsekutives Master-Studium: Diese Art von Studium bietet dir eine Chance der Um- oder Neuorientierung, denn sie kann mit jedem Bachelor-Abschluss absolviert werden. Eine hervorragende Alternative zum kompletten Neuanfang also, falls du gemerkt hast, dass der gewählte Bachelor-Studiengang doch nicht ganz zu dir passt. Aber auch interdisziplinäre Ausrichtungen sind bei einem nicht-konsekutiven Master-Studium üblich und diese werden im Berufsleben immer wichtiger.
  • Weiterbildendes Master-Studium: Der weiterbildende Master ist nur mit Berufserfahrung möglich und daher direkt nach dem Bachelor-Abschluss für dich keine Option. Ihn zu kennen, ist trotzdem wichtig, denn dann weißt du, dass dir in Zukunft immer noch alle Türen offenstehen. Du kannst also auch erst in den Beruf einsteigen und eines Tages den Master-Abschluss nachholen.
  • Master-Fernstudium: Möchtest du Berufserfahrung sammeln und den Master-Titel erwerben, kann ein Fernstudium eine Option sein. Es findet in Teilzeit statt und bietet somit eine gute Vereinbarkeit mit dem Beruf, bedeutet aber eine Doppelbelastung über einen langen Zeitraum hinweg.
  • Duales Master-Studium: Besser kann es dann sein, direkt ein duales Master-Studium zu beginnen, denn dann sind Hochschule und Arbeitsplatz zeitlich aufeinander abgestimmt. Du kannst schon während deines Studiums wertvolle Berufserfahrung sammeln und häufig wirst du vom Arbeitgeber anschließend übernommen – so richtig durchstarten kannst du mit deiner Karriere aber trotzdem erst nach dem Abschluss.

Du siehst: Es gibt nicht die eine richtige Lösung, sondern dir stehen nach dem Bachelor-Abschluss zahlreiche Möglichkeiten offen, um einen Master-Titel zu erwerben. Zudem kann es gute Gründe geben, um dich dagegen zu entscheiden. Dann stellt sich allerdings die Frage: Was machst du stattdessen?

Ins Berufsleben starten

In den meisten Fällen lautet die Antwort: Berufseinstieg. Schließlich hast du mit dem Bachelor einen berufsqualifizierenden Abschluss erworben und nun kannst du endlich Berufserfahrung sammeln, Geld verdienen, Kunden oder Patienten helfen, dich im Berufsleben beweisen, die Karriereleiter erklimmen oder welche auch immer deine individuellen Ziele sind.

Viele junge Leute können es kaum erwarten, endlich einen Job zu haben und finanziell auf eigenen Beinen zu stehen. Ebenso ist es aber normal, wenn du Angst vor diesem Schritt hast und nicht weißt, ob du fachlich sowie persönlich schon bereit dafür bist.

Ein früher Berufseinstieg kann sich auszahlen

Finde deinen Traum-Job

Auch in solchen Fällen ist Recherche das A und O. Finde heraus, welchen Job du gerne ausüben würdest und ob du dafür mit deinem Bachelor-Abschluss die Anforderungen erfüllst. Spezielle Jobportale im Internet sind diesbezüglich eine gute Anlaufstelle, denn dort kannst du aktuelle Ausschreibungen sichten und wirst schnell merken, ob du auf deren Anforderungen passt oder (noch) nicht.

Dabei solltest du aber wissen, dass die Messlatte in den Stellenanzeigen oft bewusst hoch gelegt wird. Das darf dich nicht abschrecken, sondern in vielen Fällen lohnt sich die Bewerbung auch, wenn du nicht alle Kriterien zu 100 Prozent erfüllst. Du kannst also einfach mal dein Glück versuchen und eine aussagekräftige Bewerbung einsenden.

Eine gute Informationsquelle können auch Bewertungsportale für Arbeitgeber oder spezielle Foren sein, in denen du dich mit erfahreneren Leuten aus derselben Branche austauschen kannst.

Vorteile des Berufseinstiegs

Keine langweiligen Vorlesungen mehr, keine Geldsorgen mehr, keine scheinbar endlosen Prüfungsphasen mehr – wenn du genug hast vom Studium, ist das vollkommen in Ordnung. Es kann, wie bereits erwähnt, durchaus Vorteile mit sich bringen, wenn du nach dem Bachelor-Abschluss in den Beruf einsteigst. Du kannst früher in der Hierarchie aufsteigen, früher ein höheres Gehalt aushandeln und früher Berufserfahrung sammeln.

Diese ist schließlich in Bewerbungsprozessen wertvoll und so hast du bei zukünftigen Bewerbungen ein Ass im Ärmel. So mancher Arbeitgeber wird einen Bewerber oder eine Bewerberin mit Bachelor und Berufserfahrung der Konkurrenz ohne Berufserfahrung, aber mit Master-Abschluss, vorziehen. Auch das hängt stark von deiner Branche ab.

Als eher unnötig gilt der Master-Titel zum Beispiel

  • in der Industrie (mit Ausnahme vom Management),
  • in der Informatik und Wirtschaftsinformatik sowie
  • in den Geisteswissenschaften.

Eigentlich lassen sich hier alle Branchen nennen, in denen der Master eben kein „Muss“ ist. Der zusätzliche Abschluss würde dir dann in den meisten Fällen keine Vorteile wie ein höheres Gehalt oder bessere Aufstiegschancen bieten, sondern wäre – drastisch ausgedrückt – reine Zeitverschwendung. Eine Ausnahme ist auch hier, falls er der Spezialisierung oder einer Umorientierung dient, also nicht nur das Wissen aus dem Bachelor-Studium vertieft.

Die Zeit zum Reisen nutzen

Du weißt hingegen noch nicht, was du machen willst und beide Optionen klingen in deinen Ohren falsch? Dann gibt es auch ganz andere, unkonventionelle Möglichkeiten nach deinem Bachelor-Studium. Du kannst zum Beispiel auf Reisen gehen. Wer weiß, wann du dazu nach deinem Berufseinstieg wieder die Möglichkeit hättest. Das Reisen liegt schließlich im Trend, sei es zwischen Abitur und Studium oder eben zwischen Studium und Beruf.

Gerade jetzt, wo du beruflich und vermutlich auch privat noch ungebunden bist, ist dafür ein hervorragender Zeitpunkt. Allerdings muss dir bewusst sein, dass dadurch eine Lücke in deinem Lebenslauf entsteht und je länger diese ist, desto schwieriger kann die anschließende Jobsuche werden – falls du dich dann doch für den Berufseinstieg entscheidest.

Reisen und Arbeiten

Reisen pimpt deinen Lebenslauf

Wichtig ist deshalb, dass die Reise zu einer Bereicherung wird, für dich persönlich und für den Lebenslauf. Denn so kannst du anschließend in Bewerbungsprozessen punkten. Schließlich achten die Personaler in vielen Branchen heutzutage mehr auf die „Soft Skills“ der Bewerber als auf ihre Abschlüsse und Qualifikationen. Da das Reisen bekanntlich bildet, kann es also durchaus deinen Lebenslauf aufwerten. Wichtig ist dafür jedoch, dass du es in der Bewerbung richtig „verkaufst“ und bestenfalls auch nutzt, um ein bisschen internationale Berufserfahrung zu sammeln.

Anstatt also nur am Strand abzuhängen oder wilde Partys zu feiern, solltest du zumindest zeitweise während der Reise arbeiten – und zwar bestenfalls in deinem gelernten Beruf beziehungsweise in einer passenden Branche. Dafür kommen zum Beispiel folgende Arbeits- und Reisemodelle infrage:

  • Sprachreisen,
  • Praktika im Ausland,
  • Arbeit als Freelancer im Ausland,
  • mobiles Arbeiten (selbständig oder angestellt),
  • Vollzeit- oder Teilzeit-Job im Ausland oder
  • Working Holidays.

Versuch also, das Schöne mit dem Nützlichen zu verknüpfen und beim Reisen nach dem Bachelor-Abschluss auch an deine berufliche Zukunft zu denken. Dann kann sich eine Win-Win-Situation ergeben, sprich du genießt nochmal deine Freiheit, bevor es beruflich „ernst“ wird – aber du schärfst zugleich dein Profil als Bewerberin oder Bewerber, um dich nach deiner Rückkehr von der Konkurrenz abzuheben.

Das Arbeiten im Ausland bringt zudem noch einen großen Vorteil mit sich: Du verdienst Geld, um deine Reise zu finanzieren. Denn nach deinem Studium bekommst du kein BAföG mehr und auch deine Eltern möchten dich vielleicht nicht mehr unterstützen. So oder so, ist Geld für (ehemalige) Studierende oft Mangelware und daher kannst du durch das Jobben im Ausland noch ein weiteres Problem lösen.

Reisen bringt dich zum Ziel

Es muss nach deiner Heimkehr aber nicht unbedingt der Berufseinstieg sein. Vielleicht ist dir nach deinem Abschluss oder während deiner Reise bewusst geworden, dass du einen völlig anderen Beruf ausüben möchtest – oder dass dir noch einige Qualifikationen für deinen Traumjob fehlen.

Du kannst daher ein neues Studium beginnen, einen (nicht-konsekutiven) Master-Abschluss machen oder einfach im Ausland bleiben und dort ein eigenes Unternehmen gründen. Die Möglichkeiten sind beinahe endlos. Das Reisen nutzen viele Absolventen daher auch, um sich über ihre berufliche Zukunft klar zu werden, falls ihnen nach dem Bachelor-Abschluss noch ein konkreter Plan für ihren Berufsweg fehlt.

Eine neue (Fach-)Richtung einschlagen

Ein ganz neues Studium beginnen – damit ist ein wichtiges Stichwort gefallen. Auch diese Option steht dir natürlich offen. Wenn du merkst, dass dir der gewählte Studiengang überhaupt nicht liegt, gibt es nämlich zwei Möglichkeiten: Entweder du brichst frühzeitig ab oder du machst zumindest deinen Abschluss, damit die Zeit nicht verschwendet war.

Denn selbst, wenn du in diesem Beruf später nicht arbeiten möchtest, kann dir die Interdisziplinarität durchaus Vorteile bringen, wie du nun bereits weißt. Zudem hast du vielleicht die Möglichkeit, auf deinem Bachelor-Abschluss aufbauend eine Neuorientierung zu starten, beispielsweise durch ein Master- oder ein Fernstudium.

Sind dein neuer Traumberuf und dein Bachelor-Abschluss jedoch so verschieden, dass sie sich nicht vereinen lassen, bleibt nur die Möglichkeit, dass du noch einmal von vorne anfängst und eine Berufsausbildung machst oder ein neues Bachelor-Studium beginnst.

Es gibt zahlreiche Optionen, neue Richtungen einzuschlagen

Das Zweitstudium als Option

Es handelt sich dann um ein sogenanntes Zweitstudium und dieses bringt einige Besonderheiten mit sich:

  • Um zu einem Zweitstudium zugelassen zu werden, brauchst du ein abgeschlossenes Erststudium, also zum Beispiel den Bachelor-Abschluss.
  • Eventuell besteht eine Zulassungsbeschränkung, sprich du musst dich auf den Studienplatz bewerben und eine gute Begründung für das Zweitstudium liefern.
  • Du kannst dir unter Umständen bereits absolvierte Prüfungen aus dem Erststudium anrechnen lassen.
  • Anspruch auf BAföG hast du nur noch, wenn das Zweitstudium für deinen Wunschberuf zwingend erforderlich ist.
  • Ansonsten musst du das Studium selbst finanzieren, beispielsweise durch einen Nebenjob, als duales Studium, mit einem Stipendium oder durch einen Kredit.

Als anerkannte Gründe für ein Zweitstudium gelten zum Beispiel zwingende berufliche Gründe – diese gelten derzeit aber nur als Stabsapotheker bei der Bundeswehr sowie als Kieferchirurg. Wissenschaftliche Gründe umfassen eine Tätigkeit in der Forschung, für welche du das Zweitstudium als Grundlage brauchst. Auch besondere berufliche Gründe können für eine Anerkennung des Zweitstudiums sprechen, sofern es deinen aktuellen Abschluss sinnvoll ergänzt. Sonstige Gründe können bei der Bewerbung genannt werden und fließen in den Auswahlprozess ein, werden aber individuell gewichtet.

Es gibt also keine Garantie, dass du eine Zulassung zu deinem gewünschten Zweitstudium erhältst. Ein Fernstudium kann dann ebenfalls eine Alternative sein.

Berufserfahrung sammeln

Die letzte Option nach deinem Bachelor-Abschluss besteht darin, erst einmal Berufserfahrung zu sammeln. Du kannst anschließend immer noch entscheiden, ob du beispielsweise einen Master-Abschluss machen oder den Job wechseln möchtest. Du hältst dir sozusagen alle Optionen offen. Sinnvoll ist das, wenn du entweder noch unsicher bist, wohin dich dein beruflicher Weg führen soll – oder wenn du schlichtweg noch keine passende Arbeitsstelle gefunden hast beziehungsweise für das Master-Studium auf der Warteliste stehst.

Wenn du Berufserfahrung sammelst, kann dir das zudem bei der Entscheidung helfen, in welche Richtung du dich spezialisieren möchtest. Daraufhin fällt es dir vielleicht leichter, nach passenden Master-Studiengängen, Weiterbildungsmöglichkeiten oder freien Stellen zu suchen.

Praktikum als Berufsstart

Probier dich beruflich aus

Die Zeit nach dem Bachelor ist also hervorragend geeignet, um in verschiedene Berufe oder Fachbereiche „hineinzuschnuppern“. Dafür kannst du Praktika, Nebenjobs oder ein Volontariat annehmen. Auch Trainee-Stellen sind unter Umständen eine gute Wahl – allerdings sind sie eher langfristig ausgerichtet.

Der Vorteil an dieser Strategie liegt darin, dass du dir keine Chancen verbaust. Im Gegenteil: Wenn es dir bei einem Arbeitgeber gut gefällt, kannst du vielleicht bleiben und direkt deine Karriere im Unternehmen starten. Vielleicht fördert er sogar das weiterführende Studium oder eine Fortbildung, falls dir noch Qualifikationen fehlen, sodass du dir keinen finanziellen Sorgen machen musst.

Im Gegensatz zum offiziellen Berufseinstieg handelt es sich sozusagen um einen sanften Übergang und du kannst so oft wie gewollt den Job oder das Praktikum wechseln, bis du in einer Position landest, in der du dich wohlfühlst. Oder bis du weißt, was du stattdessen machen möchtest.

Fazit

Es müssen nach dem Bachelor-Studium also nicht immer der Berufseinstieg oder das Master-Studium sein. Es gibt durchaus Alternativen und sie alle bringen Vor- sowie Nachteile mit sich. Es gibt daher nicht die eine richtige Entscheidung, sondern du musst für dich selbst herausfinden, was du machen möchtest oder wovon du am meisten profitierst.

Hilfreich ist es in jedem Fall, wenn du zumindest einen groben Plan hast, welche deine beruflichen Ziele sind. Wenn nicht, lautet dein Motto: „Probieren geht über Studieren“. Früher oder später wirst du dann herausfinden, was du willst und welcher für dich dementsprechend der nächste sinnvolle Schritt ist. Manchmal landest du dadurch an einer ganz anderen Stelle als ursprünglich gedacht – vielleicht als Unternehmer im Ausland oder in einem Zweitstudium.

So oder so gilt es, offen zu sein für die Chancen, die sich dir nach deinem Abschluss eröffnen; und diese zum richtigen Zeitpunkt zu ergreifen.

 

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