Notizen am PC machen
Mit diesen Tipps wird deine Recherche zum Spaziergang! Foto: Nick Morrison/Unsplash
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15. Jan 2020

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Hausarbeit & Co.

Das Recherche Einmaleins

Wie du online richtig recherchierst

Du brauchst einen Plan

Man sagt, die Recherche ist schon die halbe Miete. Doch die schier endlosen Möglichkeiten des Internets werfen auch ein Problem auf: Wie finde ich in der Informationsflut gezielt das, was ich suche?

Zunächst einmal solltest du dir ganz genau rausschreiben, welche Ergebnisse du brauchst. Bist du auf der Suche nach geeigneter Literatur, suchst du nach einem bestimmten Werk oder nach Informationen zu einem Thema? Hast du konkrete Fragen, oder sammelst du Inhalte? Je nachdem kann sich deine Suchanfrage ganz anders gestalten und andere Tools werden empfehlenswert.

Du hast außerdem die Möglichkeit, dich an deiner Uni zu informieren. Viele Hochschulen führen in Dokumenten oder auf ihrer Webseite Anlaufstellen auf, die sie für eine Recherche empfehlen und erklären, welche Quellen sie für geeignet halten oder ausschließen. Zusätzlich solltest du Rücksprache mit deinem Dozenten halten, welche Quellen er oder sie ablehnt und wo er geeignetes Material vermutet. Sich direkt nach dem Dozenten zu richten, kann deiner Note durchaus auf die Sprünge helfen.

Suchmaschinen verstehen lernen

Wenn du dir zurechtgelegt hast, wonach du suchst, ist der nächste Schritt die Suchmaschine. Die spuckt dir aber eine gigantische Menge Stoff aus, der irgendwie zu dem passt, was du eingegeben hast. Bei den meisten Suchanfragen wäre es unmöglich, alles davon durchzugehen. Schon auf die zweite Seite der Ergebnisse schaut kaum noch jemand: 60% der Klicks entfallen allein für das Ergebnis auf der ersten Position. Umso ärgerlicher ist es, wenn der Inhalt der obersten Vorschläge nicht das ist, was du erwartet hast.

Das muss dir allerdings nicht passieren, denn du kannst die Ergebnisse deiner Suche gezielt optimieren. Zum Einen helfen dabei Tricks wie die Google Suchoperatoren, zum anderen unterstützt dich beim gezielten Suchen ein Grundverständnis für die Suchmaschine. Die Ergebnisse, die du erhältst und auch ihre Reihenfolge sind nämlich nicht willkürlich.

Junge Frau recherchiert am PC

Ergebnisse gezielt filtern

Google benutzen kann jeder! Vielleicht, aber wie effizient? Eine gezielte Recherche erspart viel Zeit und Nerven. Darum musst du wissen, dass Google mit Keywords” arbeitet - Google sucht für die Ergebnisse also nach Webseiten, die die Wörter enthalten, die du in das Suchfeld eingegeben hast. Aus diesem Grund sind die Ergebnisse oft breit gefächert und nicht sehr spezifisch. Das kannst du schon dadurch verbessern, dass du ganz gezielt die wichtigsten Schlagwörter eingibst, statt ganze Sätze zu verwenden. Um die Ergebnisse zusätzlich zu filtern, gibt es die Suchoperatoren von Google.

Diese Suchoperatoren sind Parameter, die du in der Suchleiste hinzufügen kannst und bestehen aus einfachen Zeichen. Bei einer Hausarbeit wird beispielsweise oft verboten, Wikipedia zu zitieren oder Quellen, die sich auf Wikipedia berufen. Wenn du eine Hausarbeit über Hasen schreiben würdest, könntest du Hasen -Wikipedia” eingeben und plötzlich taucht Wikipedia nicht mehr in deinen Ergebnissen auf. Das Minus” ist ein Suchoperator, der Google vorschreibt, dass du nur Seiten vorgeschlagen bekommen möchtest, die das Nachstehende nicht enthalten.

Praktische Suchoperatoren

  • Das Minus schließt Begriffe aus der Suche aus, z.B. -Wikipedia”
  • Mit einem Pluszeichen können Wörter verbunden werden, z.B. Hase+Ohren”, sodass nur nach der Kombination aus den Worten gesucht wird
  • Mit dem Pipe-Symbol | wird Google ein entweder oder” vermittelt. Google sucht dann getrennt nach den Wörtern. Zum Beispiel Hase | Hausarbeit”
  • Ein Stern funktioniert als Platzhalter, zum Beispiel Hasen leben in *”
  • Du darfst zitieren! Was du in Anführungszeichen setzt, wird im exakten Wortlaut gesucht. Bei der Suche Hasenohren sind wissenschaftlich interessant” wird ein Text in dem steht, Hasenohren sind wissenschaftlich nicht interessant” zum Beispiel nicht mehr angezeigt, weil der Zusatz nichtnicht deinem Zitat entspricht.

Die Qualität der Quellen

Entscheidend ist außer der Suchanfrage auch, worauf du klickst. Das Ranking, also die Anordnung der Ergebnisse auf der Seite, wird von Google nach mehreren Faktoren bestimmt. Viele Unternehmen und Webseiten beauftragen Agenturen, die sich mit Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenwerbung (SEA) befassen. Diese Agenturen überarbeiten die Inhalte der Seite so, dass sie in den Ergebnissen weiter vorne und weiter oben angezeigt werden - um von möglichst vielen Nutzern gesehen zu werden.

Die obersten Ergebnisse sind in vielen Fällen Anzeigen - du erkennst sie am leichtesten daran, dass links oben über dem Link Anzeige” steht. Auf den ersten Blick wird das gerne übersehen und wertvolle Recherchezeit geht dabei verloren. Seltener werden solche Dienste von fachlichen Seiten, Literaturverzeichnissen, Lexika usw. beansprucht und genau diese Quellen können für dich wichtig sein: Für Google qualitative Seiten sind nicht zwangsweise die Quellen, die für deine Recherche wertvoll sind. Aus diesem Grund sind die Suchoperatoren ein wichtiger Tipp und das Scrollen nach unten oder der Klick auf die nächste Ergebnisseite können sich auszahlen.
 

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