Studienabbruch
Keine Panik! Auf den Studienabbruch folgt der erfolgreiche Neustart | FotoThinkstock/g-stockstudio

Uni-Orga

11.07.2015

Studienfachwechsel

Studienfachwechsel: Das muss ich beachten

Wenn man sein Fach einfach nicht...

Die Vorlesungen zu uninteressant, die Übungen zu schwer, die Interessen einfach woanders – warum man sich als Studierender für einen Studienfachwechsel entscheidet, kann ... mehr »

Autorenbild

25. Jul 2014

Heike Kruse

Uni-Orga

Studienabbruch: Was nun?

Hilfe, Finanzen, Karriere und Alternativen

Hilfsangebote für Studienabbrecher

Jeder fünfte Student verlässt die Uni ohne Abschluss. Zu hoher Leistungsdruck, finanzielle Not, mangelnde Motivation oder ungünstige Studienbedingungen sind die Hauptgründe, so das Ergebnis einer Studie des Hochschul-Informations-Systems. Um die Probleme in den Griff zu bekommen, bieten sich spezielle Coaching-Angebote wie "Lernen lernen" oder "Effektives Zeitmanagement" an, die es an vielen Unis gibt.

Manchmal muss aber ein Studienfachwechsel her, um die Unzufriedenheit zu beseitigen. Damit die gleichen Probleme nicht sofort wieder auftauchen, ist ein ausführliches Gespräch mit einer Studienberatung sinnvoll. Denn wer einfach kein Typ für die Uni ist, wird vermutlich auch nie einer werden und sollte initiativ und frühzeitig nach Alternativen suchen.

Studienabbruch: Das Finanzielle

Solange du innerhalb der ersten beiden Semester abbrichst, musst du keine Streichung deines BAföGs befürchten. Vorausgesetzt, du entscheidest dich das erste Mal um und kannst einen triftigen Grund liefern. "Wichtige Gründe sind ein Eignungsmangel oder ein Neigungswandel schwerwiegender Art. Kein wichtiger Grund ist zum Beispiel die allgemeine Verschlechterung der Berufsaussichten", berichtet Astrid Dürre im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Deine Entscheidung musst du umgehend an das zuständige Amt für Ausbildungsförderung melden, denn sonst musst du unter Umständen bereits geleistete Zahlungen zurückerstatten. Wenn du dein Studium abbrichst, verliert du in der Regel den Anspruch auf Unterhalt von den Eltern.

Bewerbung als Studienabbrecher

Wenn das abgebrochene Erststudium von kurzer Dauer war und anschließend ein Zweitstudium erfolgreich abgeschlossen wurde, reicht eine knappe Auflistung im Lebenslauf aus – weniger ist in dem Fall mehr. Dagegen kann ein längeres Erststudium Zusatzqualifikationen mit sich bringen. Interessant ist das vor allem im journalistischen Bereich. Dort sind Redakteure mit speziellem Fachwissen gefragt. Ein vermeintliches Manko im Lebenslauf kann so ein Vorteil gegenüber anderen Bewerbern sein.

Im Vorstellungsgespräch sollte der Studienabbruch nicht einfach unter den Tisch fallen. Eine Erwähnung gibt dir die Gelegenheit, Gründe darzulegen, warum du das Studium beendet hast. Eine gute Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch ist dann natürlich das A und O.

Karriere-Alternativen

Karriere ohne einen akademischen Abschluss zu machen, gelingt vor allem durch anderweitige Qualifizierungen: Praxiserfahrung, freie Mitarbeit, Referenzen und Arbeitsproben. Ansonsten ist ein weiteres Studium auch ohne einen akademischen Grad möglich.

Ein Master ist in bestimmten Fällen auch ohne einen vorherigen Bachelor-Abschluss drin. Manchmal sogar das Promovieren ohne Master. Durch die Beschlüsse der Kultusministerkonferenz im Jahr 2010 besteht die Möglichkeit, an den Hochschulen ohne akademische Qualifizierung zugelassen zu werden, wenn eine Eignungsprüfung bestanden wird. Zusätzlich müssen meistens eine abgeschlossene Ausbildung und mehrere Jahre Berufserfahrung vorliegen.


InfoAusbildung statt Studium?

Im UNICUM Karrierezentrum findest du unter karriere.unicum.de/ausbildung zahlreiche attraktive Ausbildungsstellen. Bei vielen Jobangeboten suchen Unternehmen gezielt nach Studienabbrechern – schau einmal rein!

Artikel-Bewertung:

3.27 von 5 Sternen bei 279 Bewertungen.

Deine Meinung: