Karriere Bundestag
Nächste Station: Bundestag. Aber was muss man dafür können? | Foto: paulsteuber/Pixabay
Autorenbild

20. Nov 2017

Nina Weidlich

News

Karriere in der Politik: Welchen Abschluss haben Merkel & Co.?

Diplom, Magister, oder gar kein Studium?

709 Abgeordnete werden sich im neuen Bundestag einen Platz suchen müssen. Wer denkt, dass dort die geballte Ladung akademischen Wissens zusammentrifft, liegt falsch: Rund 20 Prozent der Politiker im Bundestag haben nämlich überhaupt keinen Studienabschluss. Das hat das Kreditportal Vexcash in einer Erhebung herausgefunden.

Insgesamt besitzen 24 Prozent der Abgeordneten einen Diplom-Abschluss und nehmen damit die größte Gruppe der Akademiker ein. Zählt man diejenigen dazu, die ihr Diplom an einer Fachhochschule erworben haben, sind es sogar rund 30 Prozent. Darauf folgen Politiker, die das Zweite Staatsexamen absolviert haben (21 Prozent). Neben fünf Master- und zehn Bachelorabsolventen sind auch zwölf Professoren im Bundestag vertreten – einen Doktortitel haben sogar 99 der Abgeordneten (21 Prozent).   

Unter denen, die keinen akademischen Abschluss haben, haben 67 Politiker eine Berufsausbildung abgeschlossen (9 Prozent). Zwei Prozent haben ihren Meister gemacht, das Abitur haben fünf Prozent in der Tasche. Mit einem Anteil von nur 0,4 Prozent (3 Abgeordnete) machen die Politiker mit mittlerer Reife die kleinste Gruppe im Bundestag aus.

Diese Abschlüsse haben Angie, Cem & Co.

Und was haben die Politiker, die uns tagtäglich in den Medien begegnen, vor ihrer politischen Karriere gemacht? Wir haben die Abschlüsse der Politiker für dich in einer Slideshow zusammengefasst.

 

Karriere im Bundestag: Wie geht das eigentlich?

Die Vielzahl an unterschiedlichen Abschlüssen und Ausbildungen der Politiker zeigt, dass es keinen direkten Weg in den Bundestag gibt. Eine Möglichkeit ist, über eine Mitgliedschaft bei den Jugendorganisationen der verschiedenen Parteien in die Politik einzusteigen.

Martin Schulz etwa ist mit 19 Jahren bei den Jusos gestartet, Christian Lindner trat mit 18 in die FDP ein und wurde Vorstandsmitglied der Jungen Liberalen NRW. Bist du in eine Partei eingetreten, engagierst du dich klassischerweise erst einmal in Orts- oder Kreisverbänden deiner Heimatregion.

Bis du auf Landes- oder Bundesebene tätig werden kannst, hast du dann allerdings noch einen langen Weg vor dir. In der Politikwissenschaft wird der Karriereweg vom Einsteiger bis zum Spitzenpolitiker deshalb auch als Ochsentour bezeichnet. Aber auch ein Quereinstieg in die Politik ist möglich.

Ein prominentes Beispiel für einen politischen Quereinsteiger ist zum Beispiel der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck. Nachdem er lange Zeit als Pfarrer tätig war, ist er erst mit knapp 50 Jahren politisch aktiv geworden.

Alle Infos zu der Erhebung findest du unter www.vexcash.com/bildungsvergleich

Artikel-Bewertung:

3.3 von 5 Sternen bei 30 Bewertungen.

Deine Meinung: